Volleyball: Frauen-Verbandsliga
ASV Senden 2: Noch Licht am Tunnelende

Senden -

Der ASV Senden 2 ist Tabellenletzter. Dennoch ist Trainer Christian Hahne mit der sportlichen Entwicklung der teils sehr jungen Spielerinnen sehr zufrieden. Nun will der ASV den ersten Sieg einfahren – im Kellerduell gegen Minden.

Freitag, 10.01.2020, 10:00 Uhr
Der Eindruck täuscht. ASV-Trainer Christian Hahne ist trotz des letzten Tabellenplatzes keineswegs niedergeschlagen.
Der Eindruck täuscht. ASV-Trainer Christian Hahne ist trotz des letzten Tabellenplatzes keineswegs niedergeschlagen. Foto: chrb

„Eigentlich bin ich ganz zufrieden“, sagt Christian Hahne . Diese Aussage ist sehr überraschend – zumindest, wenn man nach der Tabelle der Verbandsliga-Volleyballerinnen geht. Denn dort steht Hahnes Team, der ASV Senden 2, auf dem elften und letzten Platz. Zwei Punkte hat die Regionalliga-Reserve in neun Spielen geholt, einen Sieg noch gar nicht.

Doch Hahnes Urteil ist von der Tabelle losgelöst und bezieht sich ausschließlich auf die sportliche Entwicklung. „Wir haben viele Spielerinnen im Kader, die in der vergangenen Saison noch in der Bezirksklasse angetreten sind“, so der Coach. „Dafür sind wir eigentlich selten abgeschossen worden. Wir haben uns vielmehr von Spiel zu Spiel verbessert.“ Auch die Moral sei ungebrochen: „Die Köpfe bleiben immer oben.“

Die beiden einzigen Punkte holten die Sendenerinnen mit ihren 2:3-Niederlagen gegen den OTSV Preußisch Oldendorf und bei BW Sande. Wobei in beiden Spielen mehr drin gesessen hätte, erinnert sich Hahne: „Die Oldendorferinnen hätten wir ganz gut packen können, und in Paderborn hätten wir 3:1 gewinnen können.“ Dass seine Sechs ihre Gelegenheiten nicht genutzt habe, habe aber wenig mit mangelnder Erfahrung und mehr mit mangelnder Konsequenz zu tun.

Die Mädels sind noch sehr jung, aber recht clever für ihr Alter.

ASV-Trainer Christian Hahne

Aber auch diese hat wohl mit dem niedrigen Altersschnitt des Teams zu tun. Die älteste Spielerin ist 20 Jahre alt, die jüngste erst 13. Das Team der vergangenen Saison war weitaus erfahrener, tritt aber nun fast komplett in der 3. Liga an, nachdem die vorherige erste ASV-Mannschaft Ende der Spielzeit 2018/19 auseinandergefallen war.

„Die Mädels sind noch sehr jung, aber recht clever für ihr Alter“, lobt Hahne seine neue Mannschaft. Doch nicht nur der niedrige Altersschnitt, auch die Überschaubarkeit des Kaders machen dem Team das Leben schwer. Gerade neun Frauen beziehungsweise Mädchen umfasst der Stammkader, zuzüglich einiger Perspektivspielerinnen aus der dritten Mannschaft (Bezirksklasse). Dazu wurde das Verbandsligateam mehrere Male durch Krankheiten dezimiert. „In einigen Partien waren wir zu sechst und mussten in ungewohnter Aufstellung spielen“, erinnert sich Hahne.

Dennoch ist die Situation des Tabellenletzten keineswegs hoffnungslos. Mit dem VC Minden und Preußisch Oldendorf sind zwei Teams in Reichweite, daher ist zumindest der Relegationsplatz am Ende der Saison noch gut machbar.

Bereits an diesem Sonntag kann die Sendener Zweite mit einem ersten Sieg zum Ausklang der Hinrunde einen ganz wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen: Um 11 Uhr empfängt der ASV den VC Minden zum Kellerduell an der Bulderner Straße. Druck machen wird Hahne seiner jungen Truppe nicht: „Wir gehen entspannt in die Partie.“ Locker, aber konzentriert will das Schlusslicht gegen den direkten Konkurrenten aufschlagen und punkten.

Doch selbst bei einem Erfolg beginnt die Saison dann erst richtig. Für die Rückrunde hofft der Coach, dass sein Team wenigstens von einer zweiten Krankheitswelle verschont bleibt: „Sonst kann es eng werden.“

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