Fußball: Kreisliga B 3 Münster
Matthias Gerigk verlängert bei BW Ottmarsbocholt

Ottmarsbocholt -

Eine allzu große Überraschung ist das nach der Top-Hinrunde nicht: Matthias Gerigk bleibt über die Saison hinaus Spielertrainer des SC BW Ottmarsbocholt. Der Entschluss habe indes nicht allein sportliche Gründe, betont der Coach.

Mittwoch, 15.01.2020, 14:36 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 14:38 Uhr
Matthias Gerigk und Patrick Döhla (v.v.l.) hängen mindestens ein Jährchen dran. Darüber freuen sich (h.v.l.) Christian Schmauck, BWO-Fußballchef Georg Goerdt und Herbert Heitkötter, der den sportlichen Leiter unterstützt.
Matthias Gerigk und Patrick Döhla (v.v.l.) hängen mindestens ein Jährchen dran. Darüber freuen sich (h.v.l.) Christian Schmauck, BWO-Fußballchef Georg Goerdt und Herbert Heitkötter, der den sportlichen Leiter unterstützt. Foto: BWO

Es gab da diese Anfrage von einem Fußball-Bezirksligisten aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Großer Verein, viel Tradition, tolle Infrastruktur. Ob Matthias Gerigk sich nicht vorstellen könne, dort den Trainerposten zur neuen Saison zu übernehmen. Wäre grundsätzlich eine Überlegung wert gewesen. Und beweist ja nur, dass er beim B-Ligisten BW Ottmarsbocholt seit seinem Amtsantritt im Sommer 2019 so viel nicht falsch gemacht haben kann. Trotzdem war für den Enddreißiger „ziemlich schnell klar“, mindestens ein weiteres Jahr bei den Blau-Weißen bleiben zu wollen. Subtext: Da ist ein Projekt noch nicht zu Ende. Die haben noch was vor.

Von Vereinsseite her gab es erst recht keinen Grund, die Zusammenarbeit am Saisonende ausklingen zu lassen. „Matze ist für BWO ein absoluter Glücksfall“, erklärt Christian Schmauck , der sportliche Leiter. Die Saison sei bis dato „fast perfekt“ verlaufen – gerade vor dem Hintergrund, dass wichtige Leute verletzungsbedingt kaum (Jens Overbeck, Denis Hölscher, Nils Schmauck) oder noch gar nicht (Tobias Welp) zum Zuge gekommen sind. Auch seien die Auftritte der ersten Mannschaft längst wieder Ortsgespräch: „Man wird auf der Straße angesprochen, es kommen mehr Zuschauer zu den Heimspielen. Auch das haben wir zu einem nicht unerheblichen Teil unserem Trainer zu verdanken.“

Auch Co-Trainer bleibt

Das Arbeitspapier von Patrick Döhla wurde ebenfalls um ein Jahr verlängert. Der Co-Trainer habe nicht nur das nötige Know-how und unterstütze den spielenden Coach vorbildlich von der Seite aus. Er sei auch wichtig fürs Binnenklima, wie der sportliche Leiter ausführt: „Patti weiß genau, wie die Spieler und das Umfeld ticken. Auch diesbezüglich ist er für Matze eine wichtige Stütze.“

Wobei: Allzu viel Hilfestellung benötigt Gerigk an der Stelle offenbar gar nicht mehr: „Ich hätte das selber kaum für möglich gehalten, wie schnell das Miteinander funktioniert.“ Binnen kürzester Zeit sei das Verhältnis zu seinen Schützlingen und den Entscheidern im Klub ein „nahezu freundschaftliches“ geworden, so der Spielertrainer. Was erklären würde, wieso das Team über den Sommer hinaus komplett zusammenbleibt.

Vielleicht ist diese Harmonie ja der Hauptgrund für den anhaltenden sportlichen Erfolg, der Ottmarsbocholt Ende Mai nach dreijähriger Abwesenheit zurück ins Kreisoberhaus führen könnte. „Das“, so Gerigk abschließend, „war zwar nie das Ziel. Aber wenn wir schon da oben stehen, wollen wir dort auch so lange wie möglich bleiben.“

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