Volleyball: Frauen-Regionalliga
Chiara Claassen ist zurück bei ihrem Heimatverein Union Lüdinghausen

Lüdinghausen -

Chiara Claassen ist nach einer Saison in Senden und einem halben Jahr Volleyballpause zurück bei ihrem Heimatverein Union Lüdinghausen. Ihre alten Mitspielerinnen freuen sich. Wie auch die Trainerin – nicht zuletzt über die belebte Konkurrenz im Block.

Freitag, 17.01.2020, 14:00 Uhr
Wieder in den alten Farben: Chiara Claassen schlägt für ihren Heimatverein Lüdinghausen in Schwarz-Rot auf.
Wieder in den alten Farben: Chiara Claassen schlägt für ihren Heimatverein Lüdinghausen in Schwarz-Rot auf. Foto: Christian Besse

Sie ist wieder da. Nach eineinhalb Jahren ist Chiara Claassen zu ihrem Heimatverein Union Lüdinghausen zurückgekehrt. Zur Saison 2018/19 war sie von den Schwarz-Roten zum damaligen Drittligisten ASV Senden gewechselt. Nachdem dieser abgestiegen war, brach das ASV-Team auseinander, Claassen machte eine halbjährige Pause vom Volleyball.

Die ist jetzt vorbei. Nun steht die 23-Jährige Mittelblockerin wieder für den Regionalligisten Union am Netz. Von langer Hand geplant sei das nicht, weder von ihr noch vom Verein, so Claassen. Sie habe angefragt, ob sie bei den Übungseinheiten mit dabei sein könne, und Trainerin Danuta Brinkmann habe ganz umkompliziert zugesagt. „Jetzt trainiere ich einfach wieder mit und spiele auch“, sagt die Ur-Lüdinghauserin, die aber jetzt in Münster wohnt und dort eine Ausbildung zur Physiotherapeutin absolviert. Deshalb könne sie aus Zeitgründen auch nicht bei jedem Training und bei jedem Spiel für Union am Netz stehen.

Ihr Regionalliga-Comeback für Schwarz-Rot hat sie bereits hinter sich – beim Tabellenzweiten TuS Herten am vergangenen Sonntag. Das Spiel verlor Union, schon als Außenseiter in die Partie gegangen, mit 0:3. Dennoch war Claassen mit dem Spiel ihres Teams ganz zufrieden, mehr als mit ihrem eigenen. „Aber damit, dass ich nach nur zwei Trainingseinheiten nicht schon wieder so gut spielen würde wie noch im Sommer, hatte ich schon gerechnet.“

Man hat in Herten gesehen, dass sie noch Trainingsrückstand hat. Aber Chiara hat Erfahrung und Charakter.

Union-Trainerin Danuta Brinkmann über die Rückkehrerin

An fehlender Abstimmung mit dem Team habe es nicht gelegen. Kein Wunder, hat sie doch mit Kapitänin Pia Fuchs, Mareike Nagel, Larissa Ruwe oder Libera Rebekka Angenendt schon unter Lüdinghausens Ex-Coach Michael Spratte auf dem Parkett gestanden. Auch mit Lara-Marie Grössing, die in Herten aber verletzt ausfiel. Dass auch das menschliche Zusammenspiel passen würde, war schon seit dem ersten gemeinsamen Training klar: „Ich bin von allen sehr herzlich aufgenommen worden“, freut sich die Rückkehrerin.

Auch Brinkmann freut sich über den Neuzugang: „Man hat in Herten gesehen, dass sie noch Trainingsrückstand hat. Aber Chiara hat Erfahrung und Charakter. Dazu belebt sie die Konkurrenz im Team, und für mich ist es gut, dass ich drei Blockerinnen im Training habe.“

Trotz ihres Comebacks bei Union blickt Claassen nicht ungern auf ihr Jahr beim ASV Senden unter Trainerlegende Suha Yaglioglu zurück. „Das war eine sehr coole Erfahrung. Die Mannschaft war mir sehr wichtig geworden und ich habe dort viel gelernt. Ich habe mich dort weiterentwickelt, vor allem was mein Spielverständnis angeht.“

Nach dem Abstieg ist der ASV nun direkter Ligakonkurrent von Union. Doch es ist nach dem Weggang der meisten Spielerinnen ein weitgehend neues, stark verjüngtes Team und hat nur noch theoretische Chancen, die Regionalliga zu halten. Weit besser sieht es für die Lüdinghauserinnen aus, die mit einem fast schon sensationellen 3:2-Heimsieg gegen Spitzenreiter Leverkusen 2 vor der Weihnachtspause (noch ohne Claassen) ein ganz, ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt haben und aktuell Tabellensiebter sind. „Ich hoffe, dass wir weiter so gut mitspielen“, sagt die Rückkehrerin. „Was den Klassenerhalt angeht, bin ich sehr zuversichtlich.“

Bei der nächsten Union-Partie am Samstag in Geldern (siehe eigener Bericht) ist Claassen nicht mit dabei. Sie ist noch im Urlaub.

Union Lüdinghausen gastiert beim VC Geldern

Am Samstag um 17.30 Uhr laufen die Volleyballerinnen von Union Lüdinghausen beim VC Geldern auf. Die Teams sind als Sechster und Siebter Tabellennachbarn, dabei hat der VCG aktuell drei Punkte mehr auf dem Konto. Mit einem 3:0 oder 3:1-Sieg hätte Union auf Geldern aufgeschlossen. Das Hinspiel war ein Nervendrama, mit 3:2 holte Lüdinghausen die ersten Punkte. Trainerin Danuta Brinkmann hofft auf eine Wiederholung des Erfolgs: „Dafür müssen wir aber gegenüber dem Herten-Spiel eine Schüppe zulegen.“ Ohne Rebekka Angenendt und Melanie Czubernat (beide beruflich verhindert) fehlen den Gästen beide Libera. Lara-Marie Grössing ist weiter verletzt. Dafür ist Leonie Schepers wieder dabei.

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