Fußball: Ü 40-Hallenturnier
Siegesserie von Westfalia Kinderhaus gerissen

Senden -

Vier Mal in Serie waren die Oldies des SC Westfalia Kinderhaus zuletzt beim Mitsubishi-Cup erfolgreich gewesen. Dass sie diesmal beim Turnier des VfL Senden im Halbfinale die Segel streichen mussten, hatte keine sportlichen Gründe – leider.

Montag, 03.02.2020, 18:50 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 18:04 Uhr
Der Sieg ging diesmal an die Hammer Löwen.
Der Sieg ging diesmal an die Hammer Löwen. Foto: Christian Arends

Dass die Siegesserie von Westfalia Kinderhaus bei der 27. Auflage des Mitsubishi-Cups für Ü 40-Mannschaften beim VfL Senden reißen würde, hatte Turnierorganisator Will Schäfers nicht erwartet und die Münsteraner zuvor als Favoriten auserkoren (WN berichteten). Schmerzlicher als die Tatsache, dass die Westfalia den Wanderpokal nicht zum fünften Mal in Folge in Händen halten durften, war indes die schwere Verletzung eines Spielers, der während des Halbfinales mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Kinderhaus spielte anschließend, verständlicherweise, gegen den SC Marl-Hamm nicht mehr weiter. Letztgenannter setzte sich, nach sehr guten Spielen im gesamten Verlauf, im Finale gegen Adler Buldern mit 3:1 durch.

Für die Lokalmatadoren aus Lüdinghausen und Senden verlief das Turnier sehr unterschiedlich: Während Union mit einem 1:0 über Preußen Hochlarmark mit drei Punkten startete, mauserte sich der VfL im Verlauf und gewann nach zwei Unentschieden (0:0 gegen Alstedde und 1:1 gegen Kinderhaus) gegen Hochlarmark und Lüdinghausen verdient jeweils mit 4:1. Für die Schwarz-Roten hingegen setzte es drei deftige Niederlagen (1:4 gegen Kinderhaus, 1:5 gegen Alstedde und eben 1:4 gegen Senden).

Zeitstrafe bringt Buldern in Wallung

Die Hausherren qualifizierten sich für das Halbfinale, ebenso wie Kinderhaus, das als Gruppensieger weiterkam. In der zweiten Gruppe hatte Concordia Albachten kurzfristig abgesagt, sodass die jeweiligen Partien 0:2 gewertet wurden. Marl-Hamm (drei Siege) und Buldern (vier, darunter ein 5:2 gegen Marl-Hamm) agierten souverän und verwiesen Hiddingsel sowie die SG Wambeler SV/SV Körne auf die Plätze.

Das Spiel zwischen dem Seriensieger und den Hammer Löwen endete 2:2 und wurde nach deren Aufgabe gegen die Westfalia gewertet. In der zweiten Halbfinalpartie setzte sich Buldern knapp mit 1:0 gegen die VfLer durch. „Wir haben wieder ein aufregendes Turnier erlebt und gute Leistungen gesehen. Schade, dass sich manche Akteure in dem Alter nicht im Griff haben“, resümierte Schäfers, der auf die zwei roten Karten wegen Unsportlichkeit anspielte.

Ebenso dürften die Verantwortlichen mit der Eskalation im Endspiel um eine korrekte Zeitstrafe für Bulderns Schlussmann nicht wirklich zufrieden gewesen sein: Schiedsrichterin Franziska Frese bewies in der Szene das vielzitierte Fingerspitzengefühl. Der verwiesene Spieler akzeptierte die Strafe, jedoch führten lautstarke Proteste der Feldspieler zu einer unschönen Rudelbildung um die Unparteiische.

Nach einem späteren Gegentreffer befanden sich Bulderner Spieler vor dem Anstoß bereits deutlich in der gegnerischen Hälfte und wurden zurückgepfiffen. Dies quittierte einer der Akteure mit unsportlichen Äußerungen, wofür er folgerichtig für zwei Minuten vom Feld musste. Da er sich zu weiteren Respektlosigkeiten hinreißen ließ, blieb für Frese nur noch der Griff in die Gesäßtasche.

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