Handball: Verbandsliga 1
ASV Senden lässt sich gehen

Senden -

Der ASV Senden hat das Auswärtsspiel beim TuS Brake mit 14:25 verloren. Die erste Hälfte? Ein einziges Trauerspiel. Noch mehr als die deutliche Niederlage machte ASV-Coach Swen Bieletzki etwas anderes zu schaffen.

Sonntag, 16.02.2020, 13:20 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 21:40 Uhr
Redete sich den Mund fusselig: Swen Bieletzki (M.). Allein, es half nichts.
Redete sich den Mund fusselig: Swen Bieletzki (M.). Allein, es half nichts. Foto: flo

Klar könnte sich Swen Bieletzki wenigstens ein bisschen freuen. Darüber, dass seine taktischen Vorgaben nach der Pause – erst doppelte Manndeckung, später eine 6:0-Abwehr, der siebte Feldspieler bei eigenem Ballbesitz – teils fruchteten. Dass Senden in Hälfte zwei etwas besser verteidigte und Lukas Kümper , für Christoph Chwalek gekommen, ein paar Bälle an die Finger bekam. Dass die hiesigen Verbandsliga-Handballer den zweiten Abschnitt im Spiel beim TuS Brake mit 11:10 für sich entschieden. Nur war das dem ASV-Coach „völlig schnuppe“. Zu sehr war ihm die Nichtleistung seiner Schützlinge in den ersten 30 Minuten auf den Magen geschlagen. Als die erste Sirene ertönte, stand es – ungelogen – 3:15 aus Besuchersicht. Endstand: 25:14 für die Bielefelder.

Erste Hälfte historisch schlecht

Er finde nur ein Wort für das im Grunde Unerklärliche: „peinlich“. Nie zuvor sei er, als Spieler oder Trainer, derartig vorgeführt worden wie am Samstagabend: „Drei Tore in einer Hälfte? Gab’s noch nie.“ Bieletzki hatte im Vorfeld extra vor der offensiven Deckung des TuS gewarnt, die viel Kreativität und noch mehr Laufbereitschaft beim angreifenden Team erfordere. Seine Spieler hatten an der Stelle aber offenbar weggehört. Bei 0:5 (12.) nahmen die Gäste die erste Auszeit – die aber ebenso wenig fruchtete. Was den Coach fast noch mehr wurmte als der deutliche Rückstand? „Dass bei den Jungs viel zu schnell die Köpfe unten waren. Natürlich ist es frustrierend, wenn du in den ersten 20 Minuten ganze zwei Tore wirfst. Aber Brake hatte zu dem Zeitpunkt auch erst acht Mal getroffen. Da wäre doch noch was zu korrigieren gewesen.“

Und jetzt? „Müssen wir schnellstens aus dem Tal raus. So schön die Hinrunde gewesen sein mag: Liefern wir weiter so die Punkte ab wie in den ersten drei Spielen nach der Winterpause, wird es richtig eng für uns.“

ASV-Tore:Wieczorek (4/ 3), Eilers (3), Hintze (3), Ernst (1), Kretschmer (1), Kuhlmann (1), Schlögl (1).

ASV-Tore:
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7264280?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35339%2F
Nachrichten-Ticker