Volleyball: Frauen-Regionalliga
Polyvalente Stimmungskanone

Senden -

Erfahrung, vielfältige Einsetzbarkeit, gute Laune – das sind die Stärken von Felice Lyn Lethaus. Die Volleyballerin des ASV Senden ist laut Trainer Grote „der heimliche Kopf“ des Teams. Ob sie dem ASV nach dem Abstieg weiter zur Verfügung steht, ist noch unklar.

Freitag, 28.02.2020, 09:30 Uhr aktualisiert: 28.02.2020, 19:26 Uhr
Kann bei Bedarf fast jede Position beim ASV übernehmen: Felice Lyn Lethaus.
Kann bei Bedarf fast jede Position beim ASV übernehmen: Felice Lyn Lethaus. Foto: Bastian Becker

Felice Lyn Lethaus ist Zuspielerin bei den Regionalliga-Volleyballerinnen des ASV Senden . Sie sorgt mit dem zweiten Kontakt dafür, dass die Angriffsaktionen von den Mitspielerinnen erfolgreich abgeschlossen werden. Danuta Brinkmann, Trainerin von Liga-Konkurrent Union Lüdinghausen , hatte vor dem Derby vor drei Wochen deswegen explizit auf die Rückkehr der im Hinspiel ausgefallenen Lethaus hingewiesen, durch die der ASV deutlich an Qualität gewinne. In der Tat bereitete die 1,77 Meter große Spielerin mit der Rückennummer 4 Union einige Schwierigkeiten – allerdings auf ihrer Nebenposition als Außenangreiferin. Zu Recht wurde Lethaus mit der Medaille als beste Spielerin ihres Teams ausgezeichnet, zum fünften Mal in dieser für den ASV so schwierigen Spielzeit.

So mancher Trainer würde die 18-Jährige womöglich als „polyvalent“ beschreiben, dem intern nur „Lissy“ gerufenen Sendener Eigengewächs (seit 2008 im Verein) ist die eigene Position nicht so wichtig. „Als Zuspielerin muss man Verantwortung übernehmen, als Angreiferin ist man ein bisschen aktiver und macht selbst Punkte. Ich spiele aber auch gern in der Abwehr“, nennt Lethaus die Unterschiede. Die Sendenerin steht in der dritten Saison fest im Kader der ersten Mannschaft, kam zuvor auch schon in der dritten Liga zum Einsatz.

Nach dem Abstieg und dem Umbruch im Sommer verließ der Großteil der Mannschaft den Verein. Lethaus gehörte zu den drei Spielerinnen, die blieben. „Das Training und die Mannschaft sind voll cool. Ich spiele jetzt mit vielen Freundinnen aus meiner alten Mannschaft zusammen“, lobt die Schülerin die Atmosphäre und Trainer Oliver Grote . Punktetechnisch habe sie sich von dieser Spielzeit etwas mehr erwartet als den einen Zähler, den der ASV bis jetzt gesammelt hat. „Aber das ist nicht schlimm, solange es uns Spaß macht“, betont Lethaus.

Sie ist der heimliche Kopf der Mannschaft und bringt uns in allen Elementen nach vorne.

ASV-Trainer Oliver Grote

Auch Trainer Oliver Grote hält große Stücke auf seine Spielerin und meint: „Sie ist der heimliche Kopf der Mannschaft und bringt uns in allen Elementen nach vorne. Sie ist sehr flexibel einsetzbar. In Stresssituationen kriegt Lissy den Ball, das löst sie sehr gut“, beschreibt Grote die Qualitäten seiner vielleicht wichtigsten Akteurin. Auf und neben dem Platz nimmt Lethaus in ihrem jungen Alter bereits eine Führungsrolle ein. „Sie ist der Spaßmacher, die Stimmungskanone“, beschreibt Teamkollegin Charlotte Bürse Lethaus’ motivierende Art.

Optimistin Lethaus glaubt in den verbleibenden Spielen weiterhin an den ersten Sieg: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Ob Lethaus diesen Weg auch in der Oberliga weiter mitgeht, steht noch nicht fest. Nach der Saison stehen die Abiturprüfungen auf dem Plan, wie und wo es anschließend weitergeht, stehe noch nicht fest. „Man hat persönlich schon Ziele, auch höher zu spielen“, gibt Lethaus zu, ihre Fähigkeiten stellt sie regelmäßig unter Beweis. Dennoch macht sie klar: „Ich bin nicht abgeneigt, weiter in Senden zu bleiben.“

Eine kleine Schwäche hat ASV-Coach Grote bei seiner Allrounderin dann doch ausgemacht: „In der Abwehr könnte sie einige Bälle mehr spielen.“ Deswegen kann Grote bei aller Flexibilität zumindest ausschließen, dass Lethaus in dieser Saison noch Melina Laubrock als Libera ersetzt.

 

ASV bei GW Paderborn

Der Abstieg des ASV Senden aus der Regionalliga steht fest. „Mal gucken, ob wir noch ein Spiel gewinnen“, hofft der Abteilungsvorsitzende Jürgen Urban. Statistisch am größten sind die Chancen an diesem Samstag beim Vorletzten und Tabellennachbarn GW Paderborn. Erster Aufschlag ist um 17 Uhr. Doch die beiden Teams trennen satte 14 Punkte, und das Hinspiel in Senden gewann Paderborn mit 3:1. Urban-Stellvertreterin Steffi Venghaus ist dennoch zuversichtlich: „Ein Sieg ist durchaus möglich.“ Personell sieht es gut aus. Der Kader ist voraussichtlich komplett.chrb

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