Fußball: Morzonek-Debüt in Werne
VfL Senden will Ausrufezeichen setzen

Senden -

Der VfL Senden gastiert am Sonntag, 15 Uhr, beim Werner SC. Das Hinspiel – 0:7 (!) – war zum Vergessen. Sendens neuer Coach Thomas Morzonek fordert ein ganz anderes Auftreten.

Freitag, 28.02.2020, 20:06 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 15:42 Uhr
Und minütlich grüßt das Murmeltier: Werne jubelt, Senden lässt die Köpfe hängen. Diese Szene aus dem Hinspiel dürfe sich am Sonntag keinesfalls wiederholen, fordert Thomas Morzonek. .
Und minütlich grüßt das Murmeltier: Werne jubelt, Senden lässt die Köpfe hängen. Diese Szene aus dem Hinspiel dürfe sich am Sonntag keinesfalls wiederholen, fordert Thomas Morzonek. . Foto: flo

Am Sonntag, 15 Uhr, bei der Partie in Werne, gibt Thomas Morzonek sein Pflichtspieldebüt als gleichberechtigter Coach des Fußball-Landesligisten VfL Senden neben Spielertrainer Rabah Abed . Unser Redaktionsmitglied Florian Levenig hat mit dem erfahrenen Übungsleiter gesprochen.

 

Churchill hat mal gesagt: „Wenn zwei immer einer Meinung sind, ist einer zu viel.“ Hieße mit Blick auf den VfL, dass Rabah Abed und Sie die Dinge auch mal kontrovers diskutieren.

Morzonek: Bisher sind wir stets auf einen Nenner gekommen. Auch wenn es tatsächlich unterschiedliche Ideen gibt. Etwa mit Blick auf das Spiel beim WSC.

Inwiefern?

Morzonek: Wir sind uns einig, dass wir der geballten Mittelfeldpower des Gegners etwas entgegensetzen müssen. Wie wir das anstellen, haben wir aber noch nicht abschließend geklärt.

Im Hinspiel hat Werne den VfL gedemütigt, 0:7 hieß es aus VfL-Sicht nach 90 sehr einseitigen Minuten. Was muss sich ändern?

Morzonek: Alles (lacht). Ich war ja selbst Zeuge des Debakels. Dass der WSC uns damals überrollt hat, ist das eine. Das andere: Senden hat es geschehen lassen, ohne sich großartig zu wehren. Wir müssen daher am Sonntag von der ersten Minute an präsenter sein.

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Ein Manko, das Sie bereits vor Ihrem Amtsantritt ausgemacht hatten, waren die vielen Ballverluste im Mittelfeld – was sich prompt in den Tests gegen Nottuln und Menden mit sechs respektive fünf Gegentreffern bestätigt hat. Danach wurde es spürbar besser.

Morzonek: Richtig. Da haben wir an Passsicherheit zugelegt. Wobei die vielen Gegentore auch damit zu tun hatten, dass in beiden Partien am Ende die Kräfte schwanden. Weil wir schlicht zu wenig Personal hatten.

Wie sieht es aktuell aus?

Morzonek: Geht so. Patrick Reckmann, Jan Reickert, Florian Kaling und Dennis Bäumer sind verletzt oder so schwer angeschlagen, dass sie für einen Einsatz in Werne kaum in Frage kommen. Zudem lag Philipp Wilbers die Woche über flach. Und Hendrik Heubrock hat berufsbedingt nicht trainiert.

Die Chance für jene aus der zweiten Reihe.

Morzonek: Genau das hab’ ich Moritz Mallmann, einem der Gewinner der Vorbereitung, gesagt: dass er diese Gelegenheit jetzt beim Schopfe packen muss.

Ein überraschender Kniff von Ihnen war, Rabah Abed gegen Nottuln ins Abwehrzentrum zu stellen.

Morzonek: Was Rabah trotz der Gegentore gut gemacht hat. Er behält die Ruhe in kritischen Momenten und hat das auf dieser Position so nötige Strategieverständnis. Trotzdem wird er wohl am Sonntag im Sturm gebraucht. Wir wollen ja nicht nur stabil verteidigen, sondern auch im Spiel nach vorn Ausrufezeichen setzen.

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