Volleyball: Frauen-Regionalliga
Corona: Saison-Ende für Union Lüdinghausen und ASV Senden

Lüdinghausen/Senden -

Die Regionalliga-Saison der Volleyballerinnen ist vom Verband DVV vorzeitig beendet worden. Grund: das Corona-Virus. Union Lüdinghausen kann nun den Klassenerhalt feiern. Der ASV Senden stand schon vorher als Absteiger fest.

Donnerstag, 12.03.2020, 20:00 Uhr
Für die Mannschaften des ASV Senden und Union Lüdinghausen ist die Saison vorbei.
Für die Mannschaften des ASV Senden und Union Lüdinghausen ist die Saison vorbei. Foto: Bastian Becker

Paukenschlag am Donnerstagnachmittag: Die WN-Sportredaktion hatte die Vorschauen auf die Partien der Volleyballerinnen von Union Lüdinghausen und ASV Senden schon recherchiert und geschrieben, als eine Meldung auf der Website des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) den Stand der Dinge wieder auf Null setzte. Ganz auf Null. Denn die Volleyball-Funktionäre haben den Betrieb der Dritten Ligen und der Regionalligen mit sofortiger Wirkung für 2019/20 als beendet erklärt. Der DVV spricht von einem „vorzeitigen Ende des Spielbetriebs der laufenden Saison“. Der Grund: das Coronavirus.

Betroffen sind unter anderem die Viertliga-Frauen von Union Lüdinghausen und ASV Senden. Jeweils drei Partien hatten die beiden Teams noch vor der Brust. Am Samstag etwa hätte Union beim SC Düsseldorf, der ASV daheim gegen Humann Essen gespielt. Nach der DVV-Mitteilung ist Bayer Leverkusen 2 nun vorzeitiger Meister, der Tabellensiebte Union Lüdinghausen kann den Klassenerhalt feiern. Leidtragende sind der VoR Paderborn, der gute Karten im Kampf um den Titel hatte, sowie GW Paderborn und Düsseldorf, die auf den Abstiegsplätzen bleiben und nun runtermüssen.

Eine zweite Variante bringt Achim Franke : Eigentlich müsste die Saison so noch einmal wiederholt werden.“ Das wäre der absolute Glücksfall für den ASV Senden. Denn die junge Truppe von Oliver Grote war drei Spieltage vor Schluss abgeschlagen Tabellenletzter. Würde die Saison tatsächlich wiederholt, wäre der schon abgestiegene ASV plötzlich weiter drin in Liga vier. Doch davon geht Trainer Grote nicht aus: „Ich glaube, dass tatsächlich ein Schlussstrich unter die Saison gezogen ist und diese nicht wiederholt wird. Das bedaure ich, weil ich gerne mit der Mannschaft noch einen Sieg gefeiert hätte. Andererseits haben wir nun mehr Zeit, um uns für die Oberliga neu zu strukturieren.“ Das Corona-Virus werde nicht nur den regionalen Volleyball, sondern auch andere Sportarten weiter beschäftigen, befürchtet Unionist Achim Franke: „Das Thema hat sich im April mit Sicherheit noch nicht erledigt.“

Wie es mittelfristig weitergeht am Netz, wird man wohl frühestens in zwei Wochen erfahren: „Am 26. März soll in einer Telefonkonferenz die Situation auf der dann aktuellen Basis noch einmal besprochen werden und für den Zeitraum darüber hinaus neu bewertet werden“, heißt es beim DVV.

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