Behindertensport: Special Olympics
Sieben Altkreis-Olympioniken bei Winterspielen

Senden/Seppenrade -

Sieben Schüler aus Nordkirchen haben jetzt an den nationalen Winterspielen für Menschen mit geistiger Behinderung in Berchtesgaden teilgenommen. Unter den erfolgreichen Startern waren auch eine Sendenerin und ein Seppenrader.

Montag, 16.03.2020, 17:43 Uhr aktualisiert: 17.03.2020, 18:08 Uhr
Die Teilnehmer und ihre Lehrer (v.l.): Aloys Schnittker, Leonie Schöler, Eileen Cymontkowski, Jonas Kreuznacht, Johanna Rensing, Max Wille, Johannes Schulze Pröbsting, Leon Gransalke und Andreas Pelster.
Die Teilnehmer und ihre Lehrer (v.l.): Aloys Schnittker, Leonie Schöler, Eileen Cymontkowski, Jonas Kreuznacht, Johanna Rensing, Max Wille, Johannes Schulze Pröbsting, Leon Gransalke und Andreas Pelster. Foto: red

Ein Mal im Leben bei den Olympischen Spielen anzutreten, das ist der Traum eines jedes Sportlers. Für zwei hiesige Athleten ging dieser Traum jetzt in Erfüllung. Bei den Special Olympics trat eine Gruppe der Maximilian-Kolbe-Schule aus Nordkirchen an – mit Erfolg.

In acht Sportarten waren mehr als 900 Teilnehmer bei den nationalen Winterspielen für Menschen mit geistiger Behinderung in Berchtesgaden am Start. Mittendrin: sieben Schüler aus dem Altkreis, darunter Johannes Schulze Pröbsting aus Senden und Max Wille aus Seppenrade. Insgesamt acht Medaillen errang die Riege aus dem Kreis Coesfeld, vier Mal sogar die goldene. „Die Medaillenvergabe war besonders schön. Das wird mir immer in Erinnerung bleiben“, schwärmt der Dülmener Jonas Kreuznacht.

„Mit den Erfolgen sind wir überglücklich.“, freut sich Aloys Schnittker , Lehrer an der Maximilian-Kolbe-Schule. Er und sein Berufskollege Andreas Pelster haben den Schülern das Skifahren beigebracht. Einmal im Jahr gibt es eine Kursfahrt, auf der das Langlaufen und die Abfahrt geübt werden. „Ich wollte das damals ausprobieren – und dann hat es mir richtig Spaß gemacht“, erzählt Johanna Rensing. Die Dülmenerin ist „jetzt seit fünf Jahren dabei.“

Medaillen bleiben – und Erinnerungen an große Momente

Auf der diesjährigen Fahrt trainierten die Teilnehmer noch mal besonders für die Spiele. Wann wird welcher Stil benutzt? Wie werden die Stöcke richtig eingesetzt? Wie wird überholt? Was sind dafür gute Zeitpunkte?

Über regionale Wettkämpfe hatten sich die Schüler für Berchtesgaden qualifiziert. Der nächste Schritt sind die Weltspiele in Schweden im kommenden Jahr. Schnittker, der bereits mit Schülern 2001 in Anchorage und 2005 in Nagano war, hofft auf eine Wiederholung 2021: „Es werden sicher nicht sieben Leute teilnehmen, aber wir hoffen auf zwei, drei Starter.“

Für einige der Athleten steht im Sommer der Schulabschluss bevor. Damit entfällt fortan die Möglichkeit, an der Kursfahrt teilzunehmen. Trotzdem sind sich die jungen Sportler sicher, dass die Fahrten in Berchtesgaden nicht ihre letzten gewesen sind. „Wenn ich Urlaub habe, will ich unbedingt wieder auf den Brettern stehen“, so Kreuznacht. „Wir hatten Glück, da unsere Gruppe am Ende Skier geschenkt bekommen hat. Wir haben jetzt eigene für den nächsten Winter“, frohlockt Rensing.

Neben den Medaillen bleiben vor allem die Erinnerungen. Etwa die an das Entzünden des olympischen Feuers während der Eröffnungsfeier, von der Kreuznacht schwärmt: „Das war ein besonderer Moment, den ich nie vergessen werde.“

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