Fußball: Landesliga 4
Karriereende: Rabah Abed beim VfL Senden „nur“ noch Bankangestellter

Senden -

Auch in diesen fußballlosen Zeiten tut sich etwas beim VfL Senden. Taylan Berik, Sportlicher Leiter des Fußball-Landesligisten, zurrt Schritt für Schritt das Paket für die kommende Saison fest. 16 Zusagen, darunter zwei Neuzugänge aus der Kategorie „junge Wilde“, liegen vor – und auf der Trainerbank bleibt alles beim Alten. Zumindest fast, denn Rabah Abed wird künftig nicht mehr selbst dem Ball hinterherjagen.

Dienstag, 31.03.2020, 14:44 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 15:22 Uhr
Zur neuen Saison „nur“ noch Bankangestellter beim VfL Senden: Torjäger Rabah Abed.
Zur neuen Saison „nur“ noch Bankangestellter beim VfL Senden: Torjäger Rabah Abed. Foto: flo

Lange ist es her, dass auf der Sportanlage an der Bulderner Straße um Landesliga-Punkte gekickt wurde. Es war der 1. Dezember (1:1 gegen RW Deuten), als der VfL Senden letztmals ein Heimspiel bestreiten durfte. Es folgten zwei Auswärtspartien und ein spielfreies Wochenende, nun sorgt die Corona-Krise für fast gespenstische Ruhe auf der VfL-Anlage. Alles andere als ruhig aber läuft es derzeit hinter den Kulissen, wo der Sportliche Leiter Taylan Berik fleißig an der Zusammenstellung des Kaders und des Trainerteams bastelt – und erste Erfolge melden kann.

Weiterhin für das Team verantwortlich werden Thomas Morzonek und Rabah Abed sowie Christian Balke als Torwarttrainer sein. Und doch gibt es eine Änderung, eine nicht ganz unwichtige: Der 36 Jahre alte Stürmer Abed wird nach dieser Saison, wie immer sie auch enden wird, seine Fußballschuhe an den Nagel hängen und vom spielenden Trainer zum festen Bankangestellten (mittlerweile mit der B-Lizenz in der Tasche) werden. „Wir sind sehr glücklich, dass wir mit den beiden das optimale Duo binden konnten. Sie harmonieren sehr gut, was der eine vielleicht nicht hat, hat der andere. Und umgekehrt“, sagt Berik.

Das gleichberechtigte Trainergespann kann für die nächste Spielzeit aktuell mit 16 Spielern planen. 14 Zusagen gab es aus dem Kader, zu dem auch Pascal Karaterzi gehören wird. Seit Jahresbeginn ist der zentrale Mittelfeldspieler in Senden, Berik bezeichnet ihn als „absoluten Gewinn“. Zu einem solchen sollen auch zwei Externe werden, die aus der Kategorie Perspektivspieler kommen. U-19-Junior Mirkan Arslan (1. FC Gievenbeck) sowie Ben Rahlenbeck (GW Nottuln) kehren zurück, zu D-Jugend-Zeiten kickten sie unter Morzonek beim VfL. „Beide bringen viel Talent und Qualität mit, die unsere Trainer noch fördern werden“, erklärt Berik, der weiterhin kräftig mit der Planung beschäftigt ist.

Nach den sechs Abgängen von Leistungsträgern – neben Georg Schrader und Eldin Celebic (beide Nottuln) sowie Florian Kaling und Dennis Bäumer (beide BSV Roxel) zieht es auch Hendrik Heubrock (TuS Ascheberg) und Luca Veronelli (Ziel unbekannt) fort – soll das Aufgebot in der nächsten Saison 20 bis 22 Akteure umfassen. Ein Trio aus dem derzeitigen Kader soll noch gebunden werden, dazu steht Berik „in Gesprächen mit sehr guten Spielern“ von außerhalb, mit denen er schon weit ist. „Ich bin guter Dinge und bin überzeugt, dass wir eine starke Mannschaft haben werden. Der VfL Senden wird weiter eine gute Adresse sein“, sagt Berik.

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