Reiten: Starts gecancelt
Außerplanmäßiger Stopp für Becks und Brinkmann

Ottmarsbocholt/Lüdinghausen -

Jil-Marielle Becks ist eine hochdekorierte junge Frau. Auch Marius Brinkmann (beide RV Lüdinghausen) hat schon etliche schwere Prüfungen erfolgreich gemeistert. Den Kampf gegen das Virus aber können sie nicht gewinnen.

Donnerstag, 09.04.2020, 18:33 Uhr aktualisiert: 16.04.2020, 16:42 Uhr
Aktuell keine Turniere in Sicht: Jil-Marielle Becks und Satelite.
Aktuell keine Turniere in Sicht: Jil-Marielle Becks und Satelite. Foto:  Fotos: flo

Jil-Marielle Becks (RV Lüdinghausen) hat Talent, weiß mit Pferden umzugehen und trainiert fleißig. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Grund für den anhaltenden Erfolg der Ottmarsbocholterin im Dressur-Viereck: Sie ist top-organisiert. Wenn sie morgens aufstehe, wisse sie meist nicht nur, was an dem betreffenden Tag zu tun sei. Woche, Monat und Jahr seien, so gut es geht, ebenfalls durchgetaktet. Aktuell aber „habe ich keinen Plan“, gesteht Becks.

Die Corona-Krise, sie hat auch die vielfache U 25-Europameisterin kalt erwischt. Ihre größeren Vorhaben im Frühjahr – das Pfingstturnier in Wiesbaden, der Mannheimer Maimarkt, ein Fünf-Sterne-Event im französischen Compiègne – wurden samt und sonders gestrichen. Die Arbeit mit den Bundestrainern und die Einheiten auf dem Hof Balkenhol in Osterwick ruhen.

Top-Pferde erholen sich

Und jetzt? „Nutze ich die Zeit, um mich vor allem meinen Nachwuchspferden zu widmen.“ Damon‘s Satelite NRW und dessen Vollschwester Delorange gönne sie jetzt häufiger eine Pause. Umso ausgeruhter kehrten ihre beiden Top-Pferde in den Wettkampfzirkus zurück, hofft die 22-Jährige.

Auch Vereinskollege Marius Brinkmann hatte – nach starker Hallensaison – was vor. Ein frühes Highlight sollten die Lenklarer Reitertage in diesen Tagen in Werne sein – abgesagt wegen Covid-19. Finanziell trifft den Berufsreiter und Pferdewirt die Krise ins Mark. Keine Preisgelder, kein Reitunterricht, der Pensionsbetrieb eingeschränkt, der Verkauf von Tieren schwierig.

Brinkmann versucht wie Becks das Beste aus der Situation zu machen: „Wir haben ja sogar noch das Privileg, dass wir, weitgehend ungehindert, mit den Pferden im Freien arbeiten können.“ Aber in nicht allzuferner Zukunft darf es auch für den Lüdinghauser gern weitergehen – wie geplant.

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