Fußball: U 19-Bezirksliga
VfL Senden hofft auf Härtefallregel

Senden -

Der Verbands-Jugend-Ausschuss empfiehlt (neben einem Abbruch der Spielzeit), dass es in den überkreislichen Spielklassen nur je einen Aufsteiger gibt. Für den VfL Senden wäre das keine so gute Nachricht. Es gibt aber einen anderen Hoffnungsschimmer.

Dienstag, 12.05.2020, 17:29 Uhr aktualisiert: 13.05.2020, 15:02 Uhr
Sendens Kapitän und 28-Tore-Mann Niklas Castelle (M.) würde in der kommenden Spielzeit liebend gern eine Klasse höher angreifen.
Sendens Kapitän und 28-Tore-Mann Niklas Castelle (M.) würde in der kommenden Spielzeit liebend gern eine Klasse höher angreifen. Foto: flo

Rückblick: Am 8. Dezember gastiert U19-Bezirksligist VfL Senden beim SV Gescher. An sich eine klare Sache. Der VfL sitzt Spitzenreiter Warendorfer SU im Nacken, die SVG steckt im tiefsten Abstiegsmorast. Doch die Elf von Phillipp Roberg und René Stuhldreier gibt eine 2:0-Führung aus der Hand. So ärgerlich das späte 2:2 damals schon ist: Als richtig bitter könnte es sich im Nachhinein erweisen. Zwei Zähler mehr, und der VfL hätte dank der Quotientenregel, die auch im Nachwuchsbereich zum Tragen kommen dürfte, die WSU überrundet.

Chefcoach Roberg findet das anschließende Derby-1:1 gegen den SV Herbern aufgrund der vielen Top-Chancen der Sendener fast noch schwerer zu ertragen. Trotzdem mag er den beiden Unentschieden nicht zu sehr hinterhertrauern: „Letztlich zeigen diese Partien doch nur, dass die Jungs keine Maschinen sind.“ Die Hoffnung, dass der VfL in der kommenden Spielzeit trotzdem in der Landesliga kickt, hat Co-Trainer Stuhldreier indes noch nicht aufgegeben: „Eigentlich muss es eine Härtefallregelung geben.“

Dafür, dass die Sendener gegenüber der WSU zwei Partien (und sechs Punkte) im Rückstand sind, können sie nachweislich nichts. Das Match Anfang Februar gegen die Spvg. Ibbenbüren hatten sie nach einer Sturmwarnung auf ausdrücklichen Wunsch der Gäste abgesagt, die Partie bei den SF Lotte fiel wegen Corona aus. Nicht dass Stuhldreier den Warendorfern den Aufstieg nicht gönnt: „Die haben uns in der Meisterschaft und, wenn auch knapp, im Pokal geschlagen. Also sind sie verdient Meister. Aber uns sollte man ebenfalls die Möglichkeit einräumen, 2020/21 eine Klasse höher zu kicken.“

Emsdetten könnte Platz räumen

Sollte sich der Verband darauf nicht einlassen (der Jugendausschuss lässt mit seiner Empfehlung von Dienstag praktisch keinen Ermessensspielraum), gäbe es unter Umständen eine weitere Chance, am grünen Tisch aufzusteigen. Hintergrund: Borussia Emsdetten, abgeschlagener Landesliga-Letzter, aber krisenbedingt gerettet, denkt darüber nach, den Platz in der zweithöchsten Spielklasse auf Verbandsebene freizumachen.

So oder so: „Bevor wir irgendwelche Schritte in Erwägung ziehen, warten wir doch erstmal ab, welche Beschlüsse auf dem Verbandsjugendtag Anfang Juni gefasst werden“, schlägt VfL-Nachwuchsleiter Christian Arends vor. Kaum Auswirkungen hat laut Roberg die Klassenzugehörigkeit 20/21 auf die Zusammensetzung des Kaders: „Praktisch alle aktuellen Jungjahrgänge haben uns für die kommende Saison die Zusage gegeben.“ Einziger Wackelkandidat sei, ausbildungsbedingt, der Ex-Gievenbecker Tim Göckener.

A-Jugend-Kreisliga: TSG aufstiegswillig, FCE und Union eher skeptisch

In der A-Jugend-Kreisliga Ahaus/Coesfeld lieferten sich bis zum Abbruch drei Teams ein heißes Titelrennen. Mal lag die TSG Dülmen vorn, mal der FC Epe, mal Union Lüdinghausen. Blöd für Schwarz-Rot: Aufsteigen darf nach Lage der Dinge Quotienten-Tabellenführer FC Epe. Wobei man beim FCE noch überlegt, ob das Team für die Spielklasse überhaupt gewappnet sei, wie U19-Coach Jan Sundermann ausführt: „Wir haben ja eine Verantwortung gegenüber den Jugendlichen. Dass sie nicht jede Woche die Mütze voll kriegen.“Die TSG dagegen, Herbstmeister und Quotienten-Vize, würde laut Jugendleiter Uli Lewe „auf jeden Fall“ den Platz in der Bezirksliga beanspruchen („die Jungs sollen ernten, was sie im ersten Halbjahr gesät haben“). Raus aus der Nummer wären demnach die Lüdinghauser – die sich ohnehin zwei Mal überlegt hätten, den etwaigen freien Platz einzunehmen. „Wir waren 2018 mit der B-Jugend in der Hinrunde ziemlich chancenlos“, gibt Union-Jugendleiter Wolfgang Raabe zu bedenken. U 19-Coach Safi Yildiz hätte dagegen grundsätzlich „Bock auf Bezirksliga“. Zumal „die Entwicklung der Spieler wichtiger ist als die nackten Ergebnisse“. Aber auch Yildiz weiß, dass ein Aufstieg „eh nur mit dem passenden Personal Sinn machen würde“.

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