Fußball: Westfalenliga
Bertelsbeck „zentrales Bindeglied“ bei GW Nottuln

Nottuln/Senden -

GW Nottuln hat für die kommende Saison einen sportlichen Leiter verpflichtet. Der soll sich nicht nur um die Belange der ersten Mannschaft kümmern, sondern auch die Entwicklung des traditionell starken Nachwuchses im Blick haben. Insbesondere beim VfL Senden ist der neue Mann bestens bekannt.

Dienstag, 26.05.2020, 18:07 Uhr aktualisiert: 28.05.2020, 17:32 Uhr
Freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit: André Bertelsbeck (r.) und Lothar Ullrich.
Freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit: André Bertelsbeck (r.) und Lothar Ullrich. Foto: GW Nottuln

Da ist den Verantwortlichen der Fußballabteilung von GW Nottuln ein Coup gelungen: Zur neuen Saison übernimmt der Dülmener André Bertelsbeck die Aufgaben des Sportlichen Leiters bei den Grün-Weißen. Er wird so mitverantwortlich sein für die Förderung und Entwicklung aller leistungsbezogenen Juniorenmannschaften und des Seniorenbereichs.

„Als Koordinator und Richtliniengeber stellt er für uns ein zentrales Bindeglied für den sportlichen Bereich innerhalb der Abteilung dar. Er wird unser bereits vorhandenes Konzept überarbeiten und in Zusammenarbeit mit den Coaches Spiel- und Trainingskonzepte erarbeiten und umsetzen“, erklärte GW-Fußball-Chef Lothar Ullrich . Neben der Koordination von Aus- und Weiterbildung werde Bertelsbeck auch bei Kaderzusammenstellungen und Trainerbesetzungen ein gewichtiges Wort mitreden. „Wir sind absolut davon überzeugt, dass wir mit ihm genau den Richtigen für diese Aufgabe gefunden haben“, sagte Ullrich weiter.

Zusammen mit Dirk Teichmann (Förderverein) hat er die vertrauensvollen Gespräche mit Bertelsbeck geführt und sie zu einem beiderseits guten Ergebnis geführt. „Ich kenne André schon länger. Unter anderem haben wir gemeinsam bei Preußen Münster gespielt. Ich glaube definitiv, dass er eine Bereicherung für uns wird“, so Teichmann weiter. „Ich freue mich sehr darauf, in der kommenden Saison die Position bei GW Nottuln bekleiden zu dürfen. Ich wohne ja in Dülmen und kenne Nottuln daher schon lange. Ich fand immer beachtlich, welch hervorragende Arbeit hier ein Verein in einer doch recht kleinen Gemeinde leistet“, erklärte Bertelsbeck.

Der verheiratete Familienvater hat drei Kinder (3, 7, 10) und arbeitet als Bankkaufmann in Münster. Zuletzt war der 48-Jährige, der in seiner aktiven Zeit für Preußen Münster und den 1. FC Bocholt in der 3. Liga spielte, als Trainer bei Landesligist Senden tätig, ehe er im Winter nicht eben geräuschlos entlassen wurde. „Die Gründe dafür erschließen sich mir heute noch nicht“, so der Vollblutfußballer, der das Thema inzwischen aber abgehakt hat. Vor seiner Zeit in Senden hatte er die TSG Dülmen und Brukteria Rorup gecoacht.

Nun also Sportlicher Leiter in Nottuln: „Ich habe auch Angebote gehabt, wieder eine Mannschaft zu trainieren, doch die Aufgabe in Nottuln reizt mich schon sehr. Mir kommt dabei entgegen, dass ich hier zeitlich flexibel arbeiten kann. Ich möchte mithelfen, dass möglichst viele Nachwuchsspieler den Weg in die erste Mannschaft finden. Ein solches Denken ist für Vereine wie GW Nottuln sehr wichtig. Helfen möchte ich aber auch dabei, dass sich die Erste in der Westfalenliga etabliert“, so Bertelsbeck abschließend.

Drei Fragen an . . .

. . . André Bertelsbeck, Ex-Coach des Landesligisten VfL Senden.Hat Ihnen der Rauswurf beim VfL den Job als Trainer verleidet?Bertelsbeck: Nein. Der Hauptgrund war, dass ich mir die Zeit künftig besser einteilen kann. Dass ich nicht zwingend vier Tage in der Woche auf dem Platz sein muss. Hinzu kommt, dass Nottuln ein exzellent aufgestellter Verein ist, auf den viele Klubs im Umland neidisch schauen. Sei es wegen der beiden neuen Kunstrasenplätze, sei es, da alle Jugendteams in einheitlicher Kluft zu den Spielen kommen.Ihre Trainerlaufbahn ist also nicht vorbei?Bertelsbeck: Erstmal freue ich mich auf die spannende Aufgabe bei Grün-Weiß. Ich sehe das auch als eine Art Weiterbildung. Und falls mal Not am Mann ist, helfe ich gern als Coach aus – ob in der Jugend oder bei den Senioren.Zwei Spieler, Georg Schrader und Eldin Celebic, wechseln im Sommer von Senden nach Nottuln. Kommt da noch mehr?Bertelsbeck: Um das klarzustellen: Beide Transfers wurden lange vor meiner Verpflichtung getätigt. Und – Stand jetzt – sind keine weiteren geplant. (flo)

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