Handball: Corona-Training
Workout mit Bratpfanne – ASV Senden ideenreich

Senden -

Voraussichtlich bis zu den Sommerferien bleibt die Halle im Sportpark für den Nachwuchs des ASV Senden eine Sperrzone. Also mussten sich die Verantwortlichen eine Alternative ausdenken, um die Jugendlichen bei Laune zu halten. Dabei spielen Küchengeräte eine wichtige Rolle.

Mittwoch, 03.06.2020, 17:20 Uhr aktualisiert: 08.06.2020, 17:46 Uhr
ASV-C-Jugend-Coach Steffen Mühlhoff gibt den Vorturner – und hat seine Schützlinge via Jitsi immer im Blick.
ASV-C-Jugend-Coach Steffen Mühlhoff gibt den Vorturner – und hat seine Schützlinge via Jitsi immer im Blick. Foto: privat

Das Hallentraining beim ASV Senden bleibt bis auf Weiteres ausgesetzt ( WN berichteten). Was freilich nicht heißt, dass insbesondere die jungen Handballer deshalb untätig sind. Sie haben die Übungseinheiten lediglich ins Netz verlagert – respektive in die eigenen vier Wände.

Videokonferenzen sind in Corona-Zeiten ja mächtig angesagt. Steffen Mühlhoff zum Beispiel, im Hauptberuf Lehrer, hat zu Beginn der Krise, als an Unterricht vor Ort noch nicht zu denken war, auf diese Art seinen Schülern den Lernstoff vermittelt. Könnte doch auch im Sport funktionieren, dachte sich der Linksaußen der ersten Mannschaft des ASV und Coach der C-Jugendlichen. „Im Grunde“, lacht Mühlhoff, „braucht man dafür nur ein ganzes Arsenal an Küchengeräten“.

Die Bratpfanne etwa müsse für die Ball-Jonglage herhalten, mit Küchentüchern könne man einen Trippel-Parcours abgrenzen. Kraft- und Stabilitätsübungen – entweder in der Wohnung oder draußen – nehmen einen großen Teil der Einheiten ein. Wurftraining ist aus nahe liegenden Gründen (Fenster, Spiegel, Geschwister) keine so gute Idee. Sehr wohl aber könne der Ball um den Körper geführt oder auf dem Finger gedreht werden.Auch Ausholbewegungen seien drin.

Und das Ganze immer unter der strengen Aufsicht des Übungsleiters. Schummeln geht nicht, da der Coach seine Schützlinge über die Online-Plattform Jitsi stets im Blick hat. Aber die 13- und 14-Jährigen seien eh von dem Angebot so angetan, dass alle mitzögen, lobt Mühlhoff. Zudem würden es stetig mehr: „Anfangs hatten wir nur eine Handvoll Teilnehmer. Inzwischen machen sogar ein paar B-Jugendliche mit.“

Natürlich sei der Video-Unterricht kein Ersatz für die Mann-gegen-Mann-Duelle in der Halle, weiß der Coach. Aber: „Wenn der reguläre Trainingsbetrieb über einen so langen Zeitraum ausfällt, muss man die Heranwachsenden bei Laune halten. Die sollen ja irgendwann, wenn wir dann endlich in die Halle dürfen, wiederkommen.“

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