Volleyball: Oberliga
Oliver Grote hat noch was vor

Senden -

Trainertechnisch bleibt nach dem Abstieg aus der Regionalliga alles beim Alten, Oliver Grote und der ASV Senden haben sich auf eine weitere Zusammenarbeit verständigt. Auch die Mannschaft verändert ihr Gesicht kaum. Fehlt noch die Zusage einer Leistungsträgerin.

Freitag, 12.06.2020, 17:00 Uhr
Bleibt: ASV-Coach Oliver Grote.
Bleibt: ASV-Coach Oliver Grote. Foto: flo

Die Verlockungen waren groß. Die Männer der SG Coesfeld, just in die Regionalliga aufgestiegen, hätten ebenso bei ihm vorgefühlt wie die Frauen des SV Bad Laer (wo der langjährige Coach des ASV Senden , Suha Yaglioglu, nach dem freiwilligen Rückzug aus Liga zwei das Handtuch warf). Auch die Viertliga-Volleyballer aus Osnabrück, wo Oliver Grote lebt, waren an einer Verpflichtung des B-Lizenz-Inhabers interessiert. Umso bemerkenswerter, dass der 39-Jährige den Damen des ASV die Treue hält.

„Wir haben schließlich noch was zusammen vor“, verrät Grote und spielt auf seine Premierenspielzeit im Sportpark an. Die war – ergebnistechnisch – ziemlich verkorkst. Sang- und klanglos, mit nur einem Zähler auf der Habenseite, wurden die Sendenerinnen in die Oberliga durchgereicht. Die nackten Zahlen seien aber nur das eine, betont der Coach: „Eine Entwicklung unserer blutjungen Truppe, die ja größtenteils in der Saison 2018/19 in der Verbandsliga gespielt hatte, war klar erkennbar.“ Und jener Prozess, der solle nun eben eine Klasse tiefer fortgeführt werden.

Eine Wackelkandidatin

Der Unterschied zum Vorsommer: Grote weiß, worauf er sich einlässt. Hatten nach dem Drittligaabstieg 2019 praktisch alle Leistungsträgerinnen den Verein verlassen, gebe es aktuell nur eine Wackelkandidatin, Felice Lyn Lethaus. Der 18-jährigen Zuspielerin, die just in dieser Woche ihre Abi-Klausuren schreibt, soll ein Angebot aus dem Bundesliga-Unterhaus vorliegen.

„Falls ,Lissy‘ uns verlässt, wäre das natürlich ein herber Verlust für den ASV“, weiß Grote. An der grundsätzlichen Ausrichtung, die Talente weiterzuentwickeln und „möglichst oben mitzuspielen“, würde der Abschied des Eigengewächses indes wenig ändern. Zumal die Teamverantwortliche Steffi Venghaus und er aktuell vielversprechende Gespräche mit einer Außenangreiferin führten, „die ähnlich jung ist, aber schon deutlich höher gespielt hat“.

Zusätzliche Herausforderung in Corona-Zeiten: die Vorbereitung auf die neue Saison. „Normalerweise wären wir in diesen Tagen bereits in der Halle“, berichtet der Coach. Weil die aber bis auf Weiteres dicht bleibe, „gehen wir in den kommenden Tagen in den Sand. Bestimmte Abläufe und Techniken kann man auch dort trainieren.“

Grote übernimmt überdies die U14-Mädchen der Sendener, die die künftige dritte Mannschaft (Kreisliga) bilden. Die just in die Landesliga abgestiegene ASV-Reserve wird wie gehabt von Christian Hahne angeleitet.

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