Fußball: Kreisliga A 2 Münster
Ex-Kapitän Christoph Tübing wieder an Bord

Ottmarsbocholt -

Drei Jahre nach dem bitteren Gang in die B-Liga ist BW Ottmarsbocholt zurück im Kreisoberhaus. Zurück ist auch ein alter Bekannter. Vom künftigen Ligarivalen TuS Ascheberg stößt ein talentierter Schnapper zum Team von Spielertrainer Matthias Gerigk.

Dienstag, 16.06.2020, 13:26 Uhr
Christoph Tübing (vorn) kehrt aus Hiddingsel nach Ottmarsbocholt zurück, Finn Auferkamp (kl. Bild) kommt vom TuS Ascheberg.
Christoph Tübing (vorn) kehrt aus Hiddingsel nach Ottmarsbocholt zurück, Finn Auferkamp (kl. Bild) kommt vom TuS Ascheberg. Foto: chrb/lwo

Aus der Welt war Christoph Tübing nie. Zwar hatte der Kapitän des damaligen A-Ligisten BW Ottmarsbocholt 2016 die Brücke verlassen, ein Wiedersehen aber explizit nicht ausgeschlossen. Jetzt, vier Jahre später, ist der Defensiv-Allrounder, der zwischenzeitlich für Vorwärts Hiddingsel in der B- und C-Liga aktiv war, wieder zurück. Was schon deshalb passt, da auch die Blau-Weißen just ins Kreisoberhaus zurückgekehrt sind.

Tübing sei einer, der „immer Gas gibt, der voranmarschiert und die Mannschaft pusht“, freut sich Christian Schmauck, sportlicher Leiter seines neuen, alten Vereins, über die Verpflichtung. Genau so ein Mann sei nötig in der neuen Saison, in der die Ottmarsbocholter für den Erfolg deutlich mehr investieren müssten als eine Etage tiefer. Zudem bringe der 32-Jährige viel Erfahrung mit – auch das ein Plus, da insbesondere die Jüngeren im Team die A-Liga allein vom Hörensagen kennen.

Finn Auferkamp

Finn Auferkamp

Bereits spielklassenerprobt ist dagegen Finn Auferkamp. Der geht zwar erst in sein zweites Seniorenjahr, hütete aber 2019/20 bereits regelmäßig den Ascheberger Kasten. Dort steht indes künftig mit Tobias Kofoth ein echtes Schwergewicht zwischen den Pfosten. Am TuS-Urgestein vorbeikommen? Für Auferkamp nahezu unmöglich. Da trifft es sich, dass im Ottmarsbocholter Kader just auf der Position im Sommer ein Platz frei wird: Marcel Heitkötter will sich fortan intensiver seiner zweiten Liebe, dem Triathlon, widmen und steht nur im Bedarfsfall zur Verfügung. Wer die neue Nummer eins wird, ist laut Schmauck völlig offen: „Ich denke, dass Dennis Kerkenhoff und Finn in etwa dasselbe Niveau haben.“

Abgeschlossen seien die Personalplanungen damit freilich noch nicht, betont der sportliche Leiter: „Matze Gerigk , unser Spielertrainer, und ich haben noch ein, zwei Leute im Auge.“ Die sollen Qualität und Routine mitbringen, müssten aber – mindestens ebenso wichtig – „zu unserem durchaus speziellen Verein passen“, macht Schmauck deutlich.

Trainingsbeginn

Bei BW Ottmarsbocholt haben sie die Dinge langsam angehen lassen. Aus gutem Grund: Der Sendener Ortsteil war zu Beginn der Corona-Krise ein Hotspot im Münsterland. Inzwischen ist nicht nur das Schlimmste überstanden. Auch Gruppenübungen mit bis zu 30 Leuten lassen die Schutzbestimmungen des Landes zu. „Daher haben wir am Montag den Betrieb wieder aufgenommen“, berichtet BWO-Vize Christian Schmauck. Senioren und Nachwuchs würden – unter Berücksichtigung der Hygieneregeln – zu den bekannten Zeiten trainieren, möglichst auch in den Sommerferien. Allerdings, macht Schmauck deutlich, „geschieht alles auf freiwilliger Basis. Keiner, der gesundheitliche Bedenken hat, ist zur Teilnahme verpflichtet.“ (flo)

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