Fußball: Weichenstellung
Westphal-Interview: Viele Fragen weiter offen

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Was entscheidet wann und wie der Verband? Wo kommen die Kreise ins Spiel? Dies und mehr erklärt Willy Westphal, der Vorsitzende des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Donnerstag, 09.07.2020, 18:19 Uhr
Hofft, dass es bei allen Unwägbarkeiten eine „normale“ Spielzeit 2020/21 wird: Willy Westphal.
Hofft, dass es bei allen Unwägbarkeiten eine „normale“ Spielzeit 2020/21 wird: Willy Westphal. Foto: kvb

Noch wird im Trüben gefischt: Wann beginnt die neue Spielzeit? Wie sehen die Staffeln aus? Was ist mit Zuschauern? Wenn es einen gibt, der diese Fragen zumindest in Teilen seriös beantworten kann, dann ist es der langjährige Vorsitzende des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld, Willy Westphal . Unser Redaktionsmitglied Patrick Hülsheger hat mit dem Sendener gesprochen.

 

Welche Entscheidungen stehen vonseiten des Verbandes und des Kreises an?

Westphal: Mit Spannung wird natürlich das Datum des Beginns der Meisterschaft bei den Amateuren erwartet. Der vom FLVW zu erstellende Rahmenterminplan ist die Grundlage für alle Kreise. Ich hoffe, dass wir durch die Videokonferenz mit dem Verbands-Präsidenten am nächsten Dienstag mehr erfahren.

Wann fällt die Entscheidung zur Einteilung der Klassen?

Westphal: Die wird derzeit in Kaiserau vorgenommen. Wir hoffen, in Kürze durch den Verbandsfußballausschuss informiert zu werden. Auf Kreisebene werden wir in der Sitzung des Fußballausschusses am 20. Juli die erste Einteilung vornehmen.

Gibt es konkrete Daten, wann die Saison beginnt?

Westphal: Ursprünglich wurde über einen Start am 20. September spekuliert. Ob das nun so kommen wird, ist aber völlig ungewiss. In den nächsten 14 Tagen werden wir wohl mehr erfahren. Auf Kreisebene werden wir in jedem Fall den Saisonbeginn dem Rahmenterminplan des Verbandes anpassen.

Da es wohl eher später losgeht: Warten auf die Amateurfußballer zahlreiche englische Wochen? Wird es eine kurze Winterpause geben? Wird die Saison entsprechend verlängert?

Westphal: Die Ausgestaltung des Terminplanes ist völlig offen. 2021 anstehende Großveranstaltungen wie die EM nehmen sicher Einfluss auf die Planung im Amateurbereich. Das kann eine verkürzte Winterpause bedeuten. Sofern wir im September starten, dürften bei einem „normalen“ Verlauf zunächst Wochenspieltage vermieden werden. Diese können sich ergeben durch witterungsbedingte Ausfälle – zumal wir im Norden des Kreises häufig von den Kommunen gesperrte Spielfelder haben. Dort mangelt es einfach an Kunstrasenplätzen. Ich glaube daher eher nicht, dass wir wie in der Vergangenheit auf einen spielfreien Februar spekulieren können.

Wenn die Saison 20/21 bis tief in den Sommer geht: Bis wann müssen die Entscheidungen gefallen sein, damit man 21/22 zum „normalen“ Verlauf zurückkehren kann?

Westphal: Die Planung wird so sein, dass zum 30. Juni 2021, dem letzten möglichen Spieldatum, alle Entscheidungen gefallen sein müssen. Das dürfte auch machbar sein – wenn wir nicht wieder durch höhere Gewalt ausgebremst werden.

Werden die Spiele vor Zuschauern stattfinden?

Westphal: Inwieweit Publikum zugelassen ist, steht außerhalb unserer Entscheidungsbefugnis. Wir sind gebunden an die politischen und ordnungsbehördlichen Vorgaben. Demnach dürfen es aktuell nicht mehr als 100 Zuschauer sein. Ich hoffe aber bei einer guten gesundheitlichen Entwicklung auf weitere Lockerungen.

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