Fußball: Kreisliga B 3 Münster
VfL Senden 3 – Spaßmacher mit Potenzial

Senden -

Auch die Kreisliga C hat das Virus im Frühjahr abgegrätscht. Verdient ist der Aufstieg des Corona-Meisters VfL Senden 3 trotzdem allemal. Im Sportpark haben sie ihr ganz eigenes Erfolgsrezept. Besser, die VfL-Reserve zieht sich warm an.

Mittwoch, 15.07.2020, 18:28 Uhr
Wären wohl auch ohne Corona Meister geworden: Robin Wollny (h.v.l.), Hendrik Wegner, Lukas Ollenborger, Sören Kiffmeyer, Birand Mengül, Sebastian Conrad, Sebastian Hilge, Marcel Schachtrup, Alexander Schell, Marc Wehmeyer, Rene Stuhldreier, Darlington Teboh, Alexander Gerliz, Maurice Reckmann; Lukas Auth (v.v.l.), Max Kintrup, Sandjar Rashkani, Fabio Schwirz, Filip Hinz, Nico Stuhldreier, Tamino Slodowitz, Felix Beck, Jan Pohlmann und Lukas Schmitz. Felix Kintrup, Daniel Peil, David Schmitz und Yannick Auth fehlen.
Wären wohl auch ohne Corona Meister geworden: Robin Wollny (h.v.l.), Hendrik Wegner, Lukas Ollenborger, Sören Kiffmeyer, Birand Mengül, Sebastian Conrad, Sebastian Hilge, Marcel Schachtrup, Alexander Schell, Marc Wehmeyer, Rene Stuhldreier, Darlington Teboh, Alexander Gerliz, Maurice Reckmann; Lukas Auth (v.v.l.), Max Kintrup, Sandjar Rashkani, Fabio Schwirz, Filip Hinz, Nico Stuhldreier, Tamino Slodowitz, Felix Beck, Jan Pohlmann und Lukas Schmitz. Felix Kintrup, Daniel Peil, David Schmitz und Yannick Auth fehlen. Foto: VfL

Die Frage, wer denn nun die wahre Nummer zwei im Sportpark ist, haben sie bereits Ende Februar, kurz vor Corona, abschließend geklärt. Maurice Reckmann , Co-Trainer der dritten Mannschaft des VfL Senden , erinnert sich: „Wir hatten den Werner SC 2 in einem Testspiel mit 4:1 geschlagen.“ Genau jener WSC, der nur Tage später seinerseits das B-Liga-Verfolgerduell gegen Sendens Reserve mit 2:1 gewann. „Unsere Zweite musste sich danach einiges anhören von der Dritten“, lacht Reckmann. War logischerweise nur Spaß, belegt aber auf der anderen Seite, dass – bei allem sportlichen Ehrgeiz – eine gewisse Lockerheit durchaus zielbringend sein kann. Das Team von Chefcoach Robin Wollny und Reckmann führte diese Mischung geradewegs in die Kreisliga B – wo sie es künftig direkt mit dem VfL 2 zu tun bekommt.

Ziel: der Klassenerhalt

Um den klubinternen Konkurrenten nicht zusätzlich zu reizen, stellt der Wollny-Assistent sicherheitshalber klar, „dass wir uns auf Strecke natürlich nicht mit unserer Zweiten messen können“. Die werde, wie in den Vorjahren, wohl oben angreifen, „während unser Ziel als Aufsteiger ja allein der Klassenerhalt sein kann“. Zumal Keeper Nico Stuhldreier, der maßgeblichen Anteil am souveränen Gewinn der C-Liga-Meisterschaft hatte, den VfL mit Ziel Seppenrade verlassen hat und ein weiterer Schlüsselspieler, Felix Kintrup , aus privaten wie beruflichen Gründen wohl nur noch im Notfall seine Stiefel schnüren wird. Wobei Kintrup, mehrere Jahre Stammkraft beim örtlichen Landesligisten, betont, „dass es gerade nicht die fußballerische Klasse Einzelner gewesen ist, die uns in der Vorsaison ausgezeichnet hat, sondern der enorme Zusammenhalt innerhalb der Truppe“. Die Teamabende, ergänzt Reckmann augenzwinkernd, seien mithin mindestens ebenso wichtig für ein gutes Abschneiden in der Liga wie das allwöchentliche Training.

Familiäre Truppe

Wie familiär es in der Dritten zugeht, mag man auch daran ablesen, dass auffallend viele Brüderpaare in der Dritten kicken. Und noch etwas zeichnet die Mannschaft laut Kintrup aus: der relativ niedrige Altersschnitt. „Mit meinen 24 Jahren war ich bereits einer der Ältesten im Team.“ Andere, scherzt Reckmann, sind „gefühlt keine 18“. Gute Jungs, die sich, obschon sie teils aus der starken Bezirksliga-U19 des VfL kamen, nicht zu schade waren, bei den Senioren ganz unten anzufangen. „Die sind wissbegierig, ziehen mit“, lobt Standby-Mann Kintrup. Da schlummere einiges an Potenzial.

Krevert: Direkte Duelle kein Problem

Niemand, der die Sendener kennt, würde ihnen ernsthaft einen Mangel an Sportsgeist unterstellen. Dass die Zweite der Dritten in Sachen Klassenerhalt hilft. Oder, umgekehrt, die Drittvertretung der Reserve die Punkte freiwillig überlässt, die Letztere womöglich im Aufstiegsrennen braucht. Auch Norbert Krevert hat diesbezüglich keine Bedenken: „Wir halten es in der Regel so, dass in der B- und C-Liga zwei Mannschaften eines Vereins in derselben Staffel kicken. Schon deshalb, um den Teams unnötige Fahrtwege zu ersparen.“ Zudem würden die direkten Duelle grundsätzlich zu Beginn einer jeden Halbserie steigen – wenn noch gar nicht absehbar sei, in welche Richtung es sportlich für diesen oder jenen gehe. Aber, betont der Kreisvorsitzende: „Sobald in einem dieser Fälle auch nur der leiseste Verdacht der Mauschelei aufkäme, würden wir umgehend einschreiten.“ (flo)

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