Fußball: Bezirksliga 7
Auf Kante genäht – VfL Senden mit schmalem Kader

Senden -

Am Sonntag (20. September) steht für den VfL Senden das erste Pflichtspiel nach Corona an. Die Staffel 7 ist für die Elf von Annika Scheunemann Neuland. Und noch etwas ändert sich 2020/21.

Montag, 14.09.2020, 17:54 Uhr aktualisiert: 20.09.2020, 12:48 Uhr
Üblicherweise lichten wir an dieser Stelle die Trainer – hier Annika Scheunemann und Assistenzcoach Dirk Michelt – nebst Zugängen ab. Nur gibt es in dieser Saison kein neues Personal.
Üblicherweise lichten wir an dieser Stelle die Trainer – hier Annika Scheunemann und Assistenzcoach Dirk Michelt – nebst Zugängen ab. Nur gibt es in dieser Saison kein neues Personal. Foto: flo

So ein Freilos im Kreispokal ist an sich eine feine Sache. Wer freut sich nicht darüber, kampflos eine Runde weiterzukommen? Nun ja, Annika Scheunemann zum Beispiel. „Das wäre kurz vor dem Saisonstart noch ein schöner Test unter Wettbewerbsbedingungen gewesen“, findet die Cheftrainerin des VfL Senden .

Zumal der Frauen-Bezirksligist bereits vor acht Tagen ein Vorbereitungsspiel wegen eines personellen Engpasses absagen musste. Zwar hat sich der Kader im Vergleich zur Vorsaison kaum verändert, trotzdem spricht Scheunemann von einer Art Neubeginn: „Wir wollen im taktischen Bereich was ändern und künftig mit einer Viererkette verteidigen. Für die Spielerinnen ist das, selbst wenn sie ihre Nebenleute lange schon kennen, eine ziemliche Umstellung. Da wäre jeder zusätzliche Test Gold wert.“

Tatsächlich gibt es keine zusätzlichen Verstärkungen, wohl aber zwei Spielerinnen, die bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen: privatbedingt Anne Beckensträter, aus beruflichen Gründen Birte Kröger (Praktikum in Hamburg). Letztere soll zur Rückrunde wieder da sein, hofft Scheunemann. Sonst, räumt sie ein, „könnte es eng werden“.

Der Kader umfasst aktuell 18 Damen, ist also ganz schön auf Kante genäht. Vorsichtshalber hat die Trainerin ihren Schützlingen untersagt, sich ärgere Blessuren einzuhandeln. Immerhin: Schlüsselspielerin Theresa Wellerdieck ist nach langer Verletzungspause wieder zurück. Und zur Sicherheit würden Erste und Zweite (Neuner-Team, Kreisliga B) enger verzahnt: „So können Spielerinnen aus der Reserve uns bei Bedarf helfen – und umgekehrt.“ Dass es dabei Reibereien gibt, gilt als unwahrscheinlich: Thorsten Scheunemann, der Senden 2 coacht, ist der Ehemann der VfL-Trainerin.

Und was sagt die zur Umgruppierung in die Staffel 7? „Neues System, neue Liga: passt doch.“ Wirklich einschätzen könne sie die Gegnerschaft nicht. Da seien schließlich einige Mannschaften dabei, die erst das Coronavirus in die nächsthöhere Liga gespült habe: „Sind das jetzt ,echte‘ Aufsteiger, oder ist am Ende vielleicht doch Kanonenfutter darunter?“ Bei vier Absteigern im Frühjahr sollte indes früh Zählbares rausspringen, „damit wir gar nicht erst in die Bredouille geraten“. Los geht es für die Sendenerinnen am Sonntag (20. September), 12 Uhr, mit der Auswärtspartie bei RW Alverskirchen.

VfL verliert 0:11

Ihr letztes Testspiel haben die Sendenerinnen bei Landesligist SC Gremmendorf mit 0:11 (0:7) verloren. „Klingt vielleicht blöd, aber das Spiel hat sich für mich etwas knapper angefühlt, als es das Ergebnis vermuten lässt“, so Trainerin Annika Scheunemann. VfL-Ligarivale SV Herbern musste sich dem BSV Heeren, ebenfalls Landesligist, mit 3:5 (1:2) beugen. Für die Blau-Gelben trafen Hanna Kruckenbaum (42.), Annika Vogel (59.) und Lina Urban (83.). (flo)

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