Volleyball: Frauen-Oberliga
Ein ganz bitterer Abend für den ASV Senden

Senden -

Phasenweise sehr gut aufgelegt waren die Spielerinnen des ASV Senden gegen Telekom Bielefeld. Jedes Satzende war ein kleiner Krimi. Am Ende stand der ASV mit leeren Händen da. Und das lag nicht nur am Gegner.

Sonntag, 04.10.2020, 13:31 Uhr
Pauline Bürse (l.) und Lisa Krüger im ASV-Block gegen einen Bielefelder Angriff.
Pauline Bürse (l.) und Lisa Krüger im ASV-Block gegen einen Bielefelder Angriff. Foto: Christian Besse

Angefressen, ja stocksauer saß Oliver Grote auf seinem Stuhl am Seitenrand der Sendener Sporthalle. Der Trainer der ASV-Volleyballerinnen hatte am Samstagabend eine Menge zu verdauen. Nicht nur die völlig unverdiente 1:3-Niederlage (23:25, 24:26, 26:24, 23:25) gegen Telekom Post Bielefeld, sondern auch die Leistung des Schiedsrichters. „Das waren klare Situationen, in denen er gegen uns entschieden hat, und das immer in entscheidenden Spielphasen. Das hat uns das Genick gebrochen“, so Grote.

Das einzig Positive für ihn war an diesem Abend das sonst Entscheidende – die über weite Teile des Spiels sehr gute Leistung seines Teams. Nur dass sich die Mannschaft an diesem Abend nichts dafür kaufen konnte, nicht einmal einen Punkt für die Tabelle.

Was die Sendenerinnen jedoch nicht dem Schiedsrichter ankreiden konnten, waren phasenweise auftretende einfache Fehler wie Aufschläge oder Schmetterbälle ins Netz, durch die sich der ASV immer wieder selbst zurückwarf. Dennoch bot die junge Sendener Truppe den im Schnitt körperlich größeren und erfahrenen Ostwestfalen bis zu jedem Satzende Paroli. Im ersten Durchgang machten sie es trotz eines 14:21-Rückstandes noch einmal spannend, im zweiten vermasselten sie einen Satzball, im dritten hatten dann sie die besseren Nerven und das nötige Quäntchen Glück, das auch der Tüchtige braucht.

Im vierten Durchgang kochte Spielerinnen und auch einigen Sendener Zuschauern das Blut hoch, als der Neutrale einen klaren Ausball der Telekom-Sechs drin gesehen hatte. Es war nicht die erste Fehlentscheidung des Schiedsrichters – und nicht das erste Mal, dass sich Melina Laubrock lautstark darüber aufregte. Die ASV-Libera sah Gelb-Rot und musste auf der Bank Platz nehmen. Aus einem 13:13 wurde ein 15:19, doch ein weiteres Mal kämpfte sich Senden bis zum 23:23 zurück. Dann machten die routinierten Bielefelderinnen mit kühlem Kopf den Sack zu.

ASV:Althoff, Daubert, Ch. Bürse, P. Bürse, Greiwe, Laubrock, Krüger, Paskert, Schröder, Staimiller.

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