Fußball: Landesliga 4
VfL Senden feiert gegen Ahaus ersten Saisonsieg

Senden -

Sieben Minuten Nachspielzeit mussten Spieler, Trainer und Anhänger des VfL Senden überstehen, dann war der erste Saisonsieg perfekt. Dabei hatten die Gastgeber gegen Eintracht Ahaus über 50 Minuten zu zehnt gespielt.

Sonntag, 18.10.2020, 18:22 Uhr
VfL-Spieler Tim Castelle (r.) im Duell mit Eintracht-Kapitän Timo Brillert.
VfL-Spieler Tim Castelle (r.) im Duell mit Eintracht-Kapitän Timo Brillert. Foto: Christian Besse

Zentnergroße Steine fielen am Sonntag um 16.58 Uhr von den Herzen der Spieler, Trainer und Anhänger des VfL Senden . Nach sieben Minuten Nachspielzeit, satte vier mehr als angekündigt, besiegelte der Schlusspfiff des Unparteiischen den ersten Saisonsieg des Landesligisten. Das 1:0 (0:0) gegen den SV Eintracht Ahaus war amtlich.

Der Heimerfolg war schmeichelhaft und verdient. Schmeichelhaft, weil die Gäste den VfL über weite Strecken der zweiten Hälfte in dessen Hälfte förmlich einschnürten. Verdient, weil die Sendener, seit der 46. Minute nur noch zu zehnt, in der letzten Viertelstunde auf beeindruckende Weise zurückkamen und den Dreier doch noch klarmachten. Zu verdanken hatte der VfL die drei Punkte aber auch Keeper Johannes Brückner , der wohl ein halbes Dutzend Mal den Rückstand beziehungsweise Ausgleich verhinderte.

In der ausgeglichenen ersten Hälfte hatte Sendens Ali Shinawi (10.) und Sebastian Schnetgöke (25.) das 1:0 auf dem Fuß, auf der Gegenseite scheiterten Jan Honekamp (23.), Jan Kröger (35.) und Jens Büsker (36.).

Nach dem Seitenwechsel wurde Niklas Castelle, obwohl der Ball gar nicht in der Nähe war, rüde gefoult. Als der Ahauser ohne Karte davonkam, beschwerte sich Philipp Wilbers – und sah vom ohnehin suboptimal pfeifenden Schiedsrichter Gelb-Rot. Massel hatte der VfL, als Büsker mit seinem Kopfball nur den Pfosten traf (66.).

Doch plötzlich war der VfL wieder da. Erst scheiterte Niklas Castelle aus kurzer Distanz an Ahaus-Keeper Jonas Averesch (78.), kurz darauf Bruder Tim am Pfosten (80.) Dann unterlief SV-Spieler Niclas Dormayer ein Handspiel im eigenen Strafraum. Armen Tahiri trat an den Punkt und versenkte den Ball cool im rechten Eck. „Ich bin in mich gegangen und habe alles ausgeblendet, außer den Keeper und mich“, sollte der Torschütze später sagen. Fast eine Viertelstunde mussten die Hausherren noch zittern, dann war der erste Dreier in der Scheune.

VfL: Brückner – Wilbers, Tjaden, Schnetgöke, Borchert – Colak, Karaterzi, Dabrowski, T. Castelle (90. Springeneer), Shinawi (78. Tahiri) – N. Castelle (88. Glover). Tor: 1:0 Tahiri (84./HE). BV: Wilbers sieht Gelb-Rot (46.).

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