Volleyball: Talent aus Senden spielt für VCO und USC
Mia Kirchhoff: Mit Ruhe auf dem Erfolgsweg

Senden/Münster -

Premiere feierte nun Mia Kirchhoff von Bundesligist USC Münster. Gegen Vilsbiburg wechselte Trainer Buijs die 16-Jährige aus Senden zwar nur für einen Aufschlag ein. Aber, so die Nachwuchsspielerin: „Es war schon cool, dass ich überhaupt eingewechselt wurde.“ Wobei sie ja parallel noch für die Kaderschmiede VC Olympia in der Domstadt spielt.

Freitag, 23.10.2020, 10:30 Uhr
Die Sendenerin Mia Kirchhoff ist unter anderem für Bundesligist USC Münster am Ball.
Die Sendenerin Mia Kirchhoff ist unter anderem für Bundesligist USC Münster am Ball. Foto: Peperhowe

Premiere feierte nun Mia Kirchhoff als Spielerin von Bundesligist USC Münster . Beim Heimspiel gegen die Roten Raben Vilsbiburg wechselte Trainer Teun Buijs die 16-Jährige aus Senden zwar nur für einen Aufschlag im dritten Satz ein. Aber, so die Nachwuchsspielerin nach ihrem ersten Einsatz in der deutschen Eliteklasse: „Es war schon cool, dass ich überhaupt eingewechselt wurde.“

Seit diesem Sommer trainiert Kirchhoff bei den USC-Frauen mit, nachdem sie 2019 vom damaligen Drittligisten ASV Senden zum Bundesstützpunkt Münster und damit auch ins Team des dortigen VC Olympia gewechselt war. Bei der Talentschmiede VCO – die 16-Jährige hat ein Doppelspielrecht und kann sowohl für Olympia als auch den USC antreten – kam sie in dieser Drittliga-Saison nur einmal zum Einsatz. An mangelndem Talent oder Engagement liegt das nicht. Zum einen sei der VCO-Kader recht groß, so die Sendenerin, zum anderen sei sie durch Lehrgänge und Spiele der U 17-Nationalmannschaft oft verhindert gewesen.

Für DVV-Nachwuchsteams spielt die heute 1,82 Meter große Außen- und Annahmespezialistin schon seit Jahren. Auch mit ihrem Heimatverein ASV – mit ihrer Familie war sie als Siebenjährige vom Geburtsort Bochum nach Senden umgezogen – feierte sie große Erfolge. So wurde sie mehrfach Westdeutsche Jugendmeisterin und bei der Deutschen U 14-Meisterschaft 2016 Dritte.

Damals stand sie bereits im Kader der Sendener Drittliga-Seniorinnen, kam aber aufgrund ihres Alters kaum zum Einsatz. „Das wäre für meinen Körper auch nicht so gut gewesen, weil ich damals ja auch noch für die zweite und die dritte Mannschaft des ASV im Einsatz war.“

Als 14-Jährige wagte sie dann den Sprung zum Bundesstützpunkt und damit zum VCO, der im Unterschied zu der ASV-Ersten noch immer in der dritten Liga spielt. Zu ihren Mitspielerinnen in der Domstadt zählen unter anderem Erika Kildau, Lea Venghaus und Lilli Daubert, die wie sie vom ASV Senden stammen (Daubert spielt parallel weiterhin für den Oberligisten), sowie Nele Broszat und Meret Singer, die von Union Lüdinghausen 2 in die Domstadt kamen.

„Ich glaube, dass ich viel Ruhe aufs Spielfeld bringe“, antwortet Mia Kirchhoff auf die Frage nach ihren Stärken. „Ich bin nicht der Typ, dem man Stress ansieht, auch wenn ich ihn verspüre. Taktisch gesehen bin ich eine variable Angreiferin.“

So zurückhaltend sie über ihre spielerischen Vorzüge spricht, so optimistisch ist sie in Bezug auf ihre Volleyball-Zukunft. „Ich denke, Teun ist ganz zufrieden mit meinen Trainingsleistungen“, sagt sie über USC-Trainer Buijs. „Er meint, dass ich mich gut entwickle.“ Und auch wenn die Einsatzzeiten in der Bundesliga in nächster Zeit noch eher kurz sein sollten, kann die 16-Jährige mit dem VCO weiter Spielpraxis sammeln.

Nur was die U 17-Nationalmannschaft angeht, sieht Kirchhoff für die nähere Zukunft schwarz, nachdem der DVV bereits die EM-Teilnahme in Montenegro wegen Corona abgesagt hat. „Es ist noch nicht klar, ob ich mit Jugendnationalmannschaft in dieser Saison überhaupt noch spiele.“

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