Fußball: Kreisliga A 2 Münster
BWO: Sonnenschein bei Dauerregen

Ottmarsbocholt -

Es kann nie schaden, wenn eine Mannschaft zusammenhält. Dann darf auch ein Aufsteiger mal aufmucken, wenn es gegen den erklärten Titelfavoriten geht. So geschehen am Sonntag in Ottmarsbocholt

Sonntag, 25.10.2020, 20:25 Uhr
Frederik Volbracht erzielte das Tor des Tages.
Frederik Volbracht erzielte das Tor des Tages. Foto: flo

Es kann nie schaden, wenn eine Mannschaft zusammenhält. Und es ist durchaus hilfreich, eine vernünftige Einstellung zu besitzen. Dann darf auch ein Aufsteiger mal aufmucken, wenn es gegen den erklärten Titelfavoriten geht. So geschehen am Sonntag, als die Blau-Weißen aus Ottmarsbocholt den A-2-Liga-Spitzenreiter Warendorfer SU mit 1:0 (1:0) besiegten. Eitel Sonnenschein bei Dauerregen in „Otti-Botti“, doch überschnappen tut niemand.

„Wir wissen, wo wir herkommen. Aber wir nehmen diesen Erfolg gerne mit, auch wenn wir das alles nicht überbewerten möchten.“ BWO-Spielertrainer Matthias Gerigk , derzeit aus Verletzungsgründen nur Trainer, freut sich über die geschlossene Mannschaftsleistung seiner Truppe. „Das macht uns stark und gilt für die Nummern 1 bis 23 im Kader, inklusive Trainer- und Betreuerstab.“ Man habe inzwischen einen fantastischen Spirit entwickelt. „Da kämpft jeder für jeden, haben alle die gleichen Ziele. Es passt alles wunderbar zusammen.“ Dass die Truppe seit Ewigkeiten zusammenspiele, schade dabei auch nicht. Und wenn man gemeinsam ein paar Spiele gewinne, würde das die Stimmung nun mal heben. „Wir haben die Mannschaft nach dem Aufstieg extra nicht mit Spielern verstärkt, die gar keinen Bezug zu Ottmarsbocholt haben“, weil das – so Gerigk – einfach nicht zu Blau-Weiß passe.

Aber es passt auch so, das bekam der Tabellenführer am Sonntagnachmittag zu spüren. Wenngleich, und das spricht für einen sehr realistischen Spielertrainer, alles auch anders hätte ausgehen können.

Aber der Reihe nach: Die erste Viertelstunde ging klar an den Gast, der sich den Luxus leistete, einen Foulelfmeter durch seinen Kapitän Tobias Schwienhorst zu vergeben. Andersherum: BWO-Zerberus Dennis Kerkenhoff war wieder mal auf dem Posten und parierte den Ball. „Er hat einfach ein glückliches Händchen. Ich glaube, es war schon der dritte oder vierte gehaltene Strafstoß von Dennis in der noch jungen Saison.“ Gerigk freute sich mit seinem Keeper, und mit dieser Aktion bekam das Team einen Push, auch mal selbst aktiv zu werden. Und siehe da, nach einer halben Stunde war die Führung da. Frederik Volbracht drehte mit einem ganz feinen Fuß einen Eckball direkt ins Tor. Gerigk: „Sicher ungewollt, aber egal.“

Dass die zweite Halbzeit unter dem Motto „geschlossenes Verteidigen“ stehen würde, war allen klar. Mit Mann und Maus stellte man sich den WSU-Angriffen in den Weg und hatte hin und wieder auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Fünf Minuten vor Schluss hatte Ahmad Khazneh das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an seinen Nerven. Und als auch die Schlussphase heil überstanden war, gab es das kollektive Aufatmen. Noch einmal Gerigk: „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir einen gekriegt hätten. Haben wir aber nicht.“

BWO: Kerkenhoff – Sybel (35. Tübing), Silla, Schmauck, Schulze Hillert – U. Khazneh (75. A. Khazneh), Lindfeld, Reickert, Volbracht – Hölscher, Beutel (77. Klinger). Tor: 1:0 F. Volbracht (29.).

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