Fußball: Frauen-Bezirksliga 7
SV Herbern siegt knapp beim VfL Senden

Senden -

Ein spielerisch gutes, aber chancenarmes Spiel sahen die Zuschauer des Kreisderbys zwischen dem VfL Senden und dem SV Herbern. Und obwohl es wenige Torszenen gab, blieb es bis zum Ende spannend.

Montag, 26.10.2020, 17:07 Uhr
Kopfsache: SVH-Spielerin Merle Urban hat den Blick auf den Ball geheftet, während ihre Gegenspielerinnen Sophie-Marie Schulz und Sarah Böcker (r.) schon auf der Lauer liegen.
Kopfsache: SVH-Spielerin Merle Urban hat den Blick auf den Ball geheftet, während ihre Gegenspielerinnen Sophie-Marie Schulz und Sarah Böcker (r.) schon auf der Lauer liegen. Foto: Christian Besse

Mit 1:0 (1:0) haben die Bezirksliga-Frauen des SV Herbern das Kreisderby beim VfL Senden gewonnen und sind damit an den Blau-Weißen vorbei auf den vierten Tabellenplatz geklettert. Es war der dritte Saisonsieg des SVH, der VfL ist mit der Niederlage auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht.

Das Tor des Tages fiel bereits in der dritten Spielminute, als Inga Blesenkemper nach einer Ecke aus der zweiten Reihe abzog und Sendens Torfrau Verena Kaes­ler keine Chance ließ. Das Spiel sollte sich nach anfänglicher Dominanz der Gäste ausgeglichen gestalten, wirkliche Torchancen waren aber Mangelware.

Nach dem unglücklichen 0:1 stand die Sendener Abwehr sehr sicher. Die Gäste versuchten es immer wieder mit Schnittstellenpässen, die die die VfL-Spielerinnen aber gut erlaufen oder durch Kaesler entschärft werden konnten. Nur der Druck nach vorne fehlte bei den Gastgeberinnen. „Wir haben zu wenig Zug zum Tor entwickelt und waren teilweise zu ungenau in unseren Zuspielen“, sagte später Sendens Trainerin Annika Scheunemann . Doch auch in der gegnerischen Offensive lief es nicht rund: „Wir haben unsere Möglichkeiten nicht vernünftig ausgespielt“, meinte SVH-Trainer Detlef Mack nach dem Schlusspfiff.

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste. Die Herbernerinnen hatten in den ersten Minuten die größeren Spielanteile und drängten den VfL zeitweise in die dessen Hälfte zurück. Nur nach und nach befreite sich die Scheunemann-Elf und wurde vorne wieder effektiver. Wirklich gefährliche Torchancen waren aber auf beiden Seiten weiterhin Mangelware. Herberns Zehner Celine Lutter tankte sich durch die gegnerische Hälfte, doch ihr Pass auf Sturmspitze Annika Vogel kam zu ungenau (68.).

Nun waren die Gastgeberinnen am Zug. Die eingewechselte Julia Reckers verfehlte nach schönem Zuspiel das Tor nur knapp, gegen die anstürmende Vanessa Piepenbreier klärte Herberns Torhüterin Janine Dartmann kurz darauf in höchster Not.

Theresa Wellerdieck traf in der 80. Minute, doch der Schiedsrichter hatte Sekunden zuvor auf Handelfmeter entschieden – den fälligen Strafstoß konnte der VfL aber nicht nutzen.

„Die letzten 20 Minuten waren sehr stark von uns, druckvoll und konzentriert“, bilanzierte Scheunemann. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Es muss nur noch mehr Zählbares für uns herausspringen.“ SVH-Trainer Mack: „Das war nichts für schwache Nerven. Unser Sieg geht schon in Ordnung, obwohl der VfL auch das eine oder andere Tor hätte machen können.“

VfL: Kaesler – Gaszek, Beck, Böcker, Schulz – Meretzke (68. Reckers), Kunstleben, Wellerdieck, Piepenbreier, Gräfe – Das (45. Vollmer). SVH: Dartmann – Blesenkemper, M. Kruckenkamp, Vorlop, Hönekop – M. Urban, H. Kruckenbaum, Lutter, Wegmann, Jaspert (90.+2 Steenberg) – Vogel (80. Hüsemann).

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