Fußball: FLVW stellt Spielbetrieb für dieses Jahr ein
Vorzeitige Winterpause für alle Amateure

Kreis Warendorf -

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) schickt seine Vereine vorzeitig in die Winterpause. Nachdem der Spielbetrieb in den Amateurligen bis hinauf zur Oberliga bereits für den November abgesetzt war, wird der Ball in Westfalen auch im Dezember nicht mehr rollen.

Mittwoch, 18.11.2020, 12:02 Uhr aktualisiert: 18.11.2020, 13:05 Uhr
Das Wetter kann ausnahmsweise nichts dafür, dass im Dezember alle Fußballspiele im Einflussbereich des FLVW ausfallen. Der Verband hat sich wegen des unklaren Fortgangs der Corona-Pandemie dafür entschieden. Im Wersestadion (Foto), wo RW Ahlen in der Regionalliga spielt, geht es aber weiter.
Das Wetter kann ausnahmsweise nichts dafür, dass im Dezember alle Fußballspiele im Einflussbereich des FLVW ausfallen. Der Verband hat sich wegen des unklaren Fortgangs der Corona-Pandemie dafür entschieden. Im Wersestadion (Foto), wo RW Ahlen in der Regionalliga spielt, geht es aber weiter. Foto: Marco Stiemke

Das hat der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) am Dienstagabend in einer gemeinsamen Videokonferenz mit Vertretern des Verbands-Jugend-Ausschusses (VJA) und den Vorsitzenden der 29 FLVW-Kreise beschlossen. Die Vereinbarung gilt für alle Amateur- und Jugendspielklassen sowie Freundschaftsspiele auf Verbands- und Kreisebene.

Fortsetzung des Spielbetriebs war zunehmend unrealistisch

„Nach den jüngsten Einschätzungen der Bundes- und Landesregierung ist nicht realistisch zu erwarten, dass der Spielbetrieb im Amateur- und Jugendbereich noch in diesem Jahr wieder zugelassen wird. Wir haben uns deshalb entschlossen, im Dezember keine Spiele anzusetzen“, betonen der VFA-Vorsitzende Reinhold Spohn und der für den Jugendfußball verantwortliche Vizepräsident Holger Bellinghoff. Wann die Saison fortgesetzt werden könne, hänge maßgeblich vom Infektionsgeschehen und den politischen Entscheidungen ab.

Verkürzte Winterpause möglich

Auch der FLVW-Vizepräsident Amateurfußball, Manfred Schnieders , beschäftigt sich bereits jetzt mit möglichen Szenarien für eine Fortsetzung des Spielbetriebs, ohne bereits eine fertige Lösung parat zu haben: „Denkbar ist eine verkürzte Winterpause und ein früherer Re-Start im Januar“, so Schnieders. Dafür müsste dann der Rahmenterminkalender angepasst werden. Unverändert gelte aber, dass man den Vereinen eine mindestens zweiwöchige Vorbereitungszeit einräumen wird, heißt es in der Mitteilung des FLVW.

Verbands-Präsident begrüßt Planungssicherheit für Vereine

Verbands-Präsident Gundolf Walaschewski begrüßt laut dieser die gemeinsam getroffene Entscheidung: „Es ist dringend geboten, einerseits den Vereinen Planungssicherheit zu geben und andererseits der Gesellschaft zu signalisieren, dass wir den Vorgaben der Politik unbedingt folgen werden und nicht ständig um privilegierte Regelungen für den Fußball nachsuchen.“

Nicht betroffen von der Entscheidung ist die Fußball-Regionalliga West, die vom Westdeutschen Fußball-Verband (WDFV) verantwortet wird und als Liga mit professionellen Strukturen eingestuft wurde. Dort rollt der Ball einstweilen weiter.

Kreis-Beckum-Vorsitzender begrüßt die Entscheidung

Für Peter Wiethaup, Vorsitzender des Fußball-Kreises Beckum, war die jetzige Feststellung des Verbandes keine Überraschung mehr und er begrüßt sie ausdrücklich, denn: „Alles andere macht keinen Sinn.“ Ziel sei es nun, mit entsprechendem Vorlauf „so früh wie möglich“ wieder in den Spielbetrieb einzusteigen. Immer unter dem Vorbehalt, dass die allgemeine Situation das zulassen. Ob und wann und in welcher Form die Saison ab Januar fortgesetzt werden könne, sei zum jetzigen Zeitpunkt aber reine Kaffeesatzleserei. „Wir haben aber natürlich Pläne in der Schublade für die verschiedenen Szenarien“, bekräftigte er noch einmal das bereits vor einigen Wochen Gesagte.

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