Handball: Jugend-Oberliga
Nachwuchs bei Laune halten – ASV Senden und HVW einig

Senden -

Am Montagabend hat sich der Verband Westfalen virtuell mit den Vertretern der Jugend-Oberligisten, darunter der ASV Senden, verabredet. Behandelt wurde die Frage, wann und wie die Saison losgehen könnte. In einem Punkt herrschte weitgehend Einigkeit.

Dienstag, 08.12.2020, 17:34 Uhr aktualisiert: 08.12.2020, 17:40 Uhr
Hat noch kein einziges Saisonspiel bestritten: A-Jugend-Oberligist ASV Senden (am Ball: Jakob Janssen).
Hat noch kein einziges Saisonspiel bestritten: A-Jugend-Oberligist ASV Senden (am Ball: Jakob Janssen). Foto: ASV

Finale Entscheidungen wurden am Montagabend, beim virtuellen Jugend-Staffeltag des Handballverbandes Westfalen (HVW), keine getroffen. Aber das sei ja auch nicht zu erwarten gewesen. „Schließlich kann keiner von uns in die Glaskugel schauen“, so Sebastian Tenholt , Coach des U 19-Oberligisten ASV Senden . Immerhin waren sich alle, die an der Videokonferenz teilgenommen hatten, in einem Punkt einig: Ganz ohne Partien soll die Saison, die zum Zeitpunkt des zweiten Lockdowns noch gar nicht begonnen hatte, nicht zu Ende gehen. Insofern gab es zumindest auf die eingangs gestellte Grundsatzfrage von HVW-Vize Patrick Puls, ob man an die Spielzeit 2020/21 nicht vielleicht doch einen Haken machen solle, eine halbwegs verbindliche Antwort.

Bleiben zwei Dinge offen: Wann wird der Ligabetrieb aufgenommen? Und in welchem Modus wird gespielt? Ersteres kann, siehe oben, niemand seriös einschätzen, wenngleich Verbandsfunktionär Puls mehrere Szenarien entwarf. Zum Beispiel ein Start im Februar (derzeit kaum vorstellbar) oder nach den Osterferien, wenn üblicherweise der Qualifikationsmarathon für die Folgesaison ansteht.

Die Quali-Turniere in den (Spät-)Sommer zu verschieben, sei nicht das Problem, meint ASV-U 17-Coach Thomas Hammerschmidt , dessen Team ebenfalls in der höchsten Spielklasse auf Westfalenebene vertreten ist: „Das haben wir 2020 ja auch hinbekommen“. Ausgeschlossen scheint dagegen, im Frühjahr die komplette Spielzeit mit Hin- und Rückrunde durchzuprügeln.

Denkbar und im Sinne der meisten Klubs ist demnach, die Oberligen aufzusplitten. Die Sendener Mannschaften würden dann je vier bis fünf Begegnungen bestreiten. Nicht viel, aber wenigstens etwas, um den Nachwuchs bei Laune zu halten, glaubt Hammerschmidt: „Die Jungs sind ja Handballer geworden und keine Leichtathleten. Die brauchen das Team­erlebnis.“ Der Sozialhygiene halber, aber auch mit Blick auf die Ausbildung: „Gerade die älteren B-Jugendlichen stehen an der Schwelle zum Männerhandball. Die müssen lernen, voranzumarschieren, Verantwortung zu übernehmen. Das geht nirgendwo besser als unter Wettbewerbsbedingungen.“

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