Fußball: Förderverein
Größeres Stück vom Kuchen – „Sendenplus+“ unterstützt JSG

Senden/Ottmarsbocholt -

Bessere Trainingsbedingungen schaffen. Die Infrastruktur verbessern. Den Fuhrpark ausbauen. Kurzum: Den Mädchenfußball in der Gemeinde anschieben. Das ist das Ziel von „Sendenplus+“. Auch und gerade im Jahr der Pandemie.

Dienstag, 15.12.2020, 20:01 Uhr aktualisiert: 15.12.2020, 20:08 Uhr
Werben für den Mädchenfußball in der Gemeinde: die Vorstandsmitglieder Simone Senkbeil (l.), Harald Cunen und Nicole Graeven.
Werben für den Mädchenfußball in der Gemeinde: die Vorstandsmitglieder Simone Senkbeil (l.), Harald Cunen und Nicole Graeven. Foto: flo

Den Förderverein „Sendenplus+“ gibt es bereits seit einigen Monaten. Dass er öffentlich noch nicht so in Erscheinung getreten ist, hat – wie so vieles in 2020 – mit dem Virus zu tun. Auch der Mädchenfußball, den anzuschieben sich die Gründungsmitglieder auf die Fahne geschrieben haben, hat in Senden und Ottmarsbocholt pandemiebedingt Pause.

Was, andererseits, „Sendenplus+“ umso wichtiger mache, wie Finanzvorstand Harald Cunen ausführt: „Schon vor Corona war es schwer genug, Gehör zu finden, wenn es um zusätzliche Trainingszeiten, Kabinenkapazitäten, die Bereitstellung von Sportgeräten, einheitliche Klamotten und dergleichen ging.“ Bitten und betteln, um wenigstens ein kleines Stück vom Kuchen abzubekommen: Das sei im Jubiläumsjahr – 1970 kippte der DFB das Frauenfußballverbot – leider immer noch gang und gäbe, stellt die Vorsitzende von „Sendenplus+“, Simone Senkbeil, die auch als Betreuerin der örtlichen Jugendspielgemeinschaft (JSG) fungiert, fest.

Ein eingetragener Verein könne da ganz anders gegenüber den Klubs auftreten, glaubt Cunen. Mehr sein als das fünfte Rad am Wagen. Neben der Schaffung besserer Übungsbedingungen für die jungen Damen aus beiden Ortsteilen peilt „Sendenplus+“ laut Cunen mittelfristig eine bessere Infrastruktur (Kleinfeld, Beach-Soccer) sowie den Ausbau der Jugendmobil-Flotte an: „um etwaige Engpässe bei Auswärtsfahrten zu überbrücken“. Auch teambildende Maßnahmen wie der gemeinsame Besuch von Länderspielen seien mit entsprechendem Fuhrpark eher machbar.

Vor allem will der Verein bei der Rekrutierung zusätzlicher Nachwuchskickerinnen helfen. Gerade in Krisenzeiten. „Üblicherweise haben wir nach dem ,Girls-Cup‘ in Senden und dem ,Winter-Cup‘ in Ottmarsbocholt regen Zulauf“, so Cunen. Nur gibt es 2020/21 weder das eine Turnier noch das andere. „Wir haben bereits Jahrgänge, in denen es personell eng wird“, warnt B-Juniorinnen-Coach und Beiratsmitglied Dirk Glischinski.

Sich im Vorstand von „Sendenplus+“ zu engagieren, ist für Schriftführerin Nicole Graeven fast selbstverständlich: „Wenn ich sehe, wie vorbildlich und engagiert die Mädchen in Otti betreut werden, leiste ich gern meinen kleinen Beitrag zum Fortbestand und Ausbau der Spielgemeinschaft.“

Dass es die geplanten Dinge nicht zum Nulltarif gibt, liegt auf der Hand. Ab zehn Euro im Monat sind künftige Mitglieder des Fördervereins dabei, weitere Infos dazu auf der Homepage des Vereins.

 

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