Fußball: Kreisliga A 2 Münster
BWO-Abschied fällt Matthias Gerigk „unfassbar schwer“

Ottmarsbocholt -

BW Ottmarsbocholt muss sich zur Saison 2021/22 einen neuen Trainer suchen, Erfolgscoach Matthias Gerigk schließt sich einem höherklassigen Verein an. Welcher das sein wird, sei noch gar nicht final entschieden, erklärt der 40-Jährige.

Montag, 11.01.2021, 18:04 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 18:14 Uhr
Nur noch rund ein halbes Jahr Chefcoach des Fußball-A-Ligisten SC BW Ottmarsbocholt: Matthias Gerigk (3.v.l.).
Nur noch rund ein halbes Jahr Chefcoach des Fußball-A-Ligisten SC BW Ottmarsbocholt: Matthias Gerigk (3.v.l.). Foto: flo

BW Ottmarsbocholt und Matthias Gerigk : Das war von Tag eins an ein Traum-Match. Hier der Dorfverein, der sich nach längerer Durststrecke neu aufstellen und zurück ins Kreisoberhaus wollte, dort ein ambitionierter, relativ junger Coach mit interessanter Fußball-Vita, der den nötigen Zug mitbrachte.

Dass es dann so schnell so gut klappen würde – Aufstieg in der ersten Saison, ein bärenstarker dritter Rang in der derzeit unterbrochenen Spielzeit – mag selbst die handelnden Personen überrascht haben. Vor allem hat es im Umland Begehrlichkeiten geweckt. Gleich zwei Vereine, beide überkreislich unterwegs, buhlen um die Dienste des 40-Jährigen. Wer am Ende den Zuschlag bekommt, sei noch gar nicht final geklärt. Fest steht nur, dass Gerigk sein Amt bei den Blau-Weißen im Sommer zur Verfügung stellen wird – eine Entscheidung, die dem Coach „unfassbar schwergefallen ist“.

„Wie toll meine Familie und ich nach unserem Hausbau in Otti aufgenommen wurden – im Verein wie im Ort – das hat mich wirklich beeindruckt.“ Ein Wechsel zu einem Liga-Konkurrenten sei daher nie in Betracht gekommen. Auch eine Rückkehr, irgendwann, zu BWO könne er sich selbstverständlich vorstellen. Aber den nächsten Schritt als Trainer zu gehen, sich Mitte 2021 einem Bezirks- oder gar Landesligisten anzuschließen, das sei schon reizvoll, räumt Gerigk ein. „Mitentscheidend“ sei dabei die schwere Knieverletzung im Spätsommer gewesen. Einhergehend mit dem Entschluss, die Fußballtreter an den Nagel zu hängen und sich fortan allein aufs Coachen zu konzentrieren, nur eben eine oder zwei Klassen höher.

Er habe auch deshalb so mit sich gerungen, „weil das BWO-Umfeld nahezu perfekt ist. Christian Schmauck, Georg Goerdt, Patrick Döhla: Ich habe, seit ich hier bin, immer ein offenes Ohr gefunden.“ Die Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit. „Matze hat in kürzester Zeit viel auf den Weg gebracht“, lobt Schmauck. Insofern sei dessen baldiger Abschied „sehr schade. Aber wir legen ihm natürlich keine Steine in den Weg.“ Auch findet der sportliche Leiter, dass Gerigk in den vergangenen anderthalb Jahren „etliche Spieler ein gutes Stück besser gemacht hat. Das nehmen die Jungs mit in die Zukunft.“

Bleibt die Frage, wer den Coach im Sommer beerben soll. Laut Schmauck gibt es zwei Optionen: „Entweder probieren wir es mit einer internen Übergangslösung und suchen erst für 2022/23 einen neuen Cheftrainer. Oder derjenige tritt den Posten bereits in sechs Monaten an.“ Etwaige Interessenten dürften sich gern beim sportlichen Leiter melden.

Kallwey zurück

Im Sommer 2019 hatte Marius Kallwey den Sprung über den Kanal gewagt. Dass er beim Landesligisten VfL Senden nie richtig Fuß fasste, lag auch und vor allem an der ergiebigen Krankenakte des 22-Jährigen, aktuell bremsen ihn Kniebeschwerden aus. Der Innenverteidiger habe eingesehen, „dass sein Körper die Belastung zwei Ligen höher nicht mehr mitmacht. Deshalb ist er ab sofort wieder bei uns“, so der sportliche Leiter der Blau-Weißen, Christian Schmauck. (flo)

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