Fußball: Bezirksliga
Krüskemper bildet mit Leifken wieder Trainergespann beim SV Bösensell

Bösensell -

Fußball-Bezirksligist SV Bösensell hat die wichtigsten Weichen für die nächste Saison gestellt. Co-Trainer Christoph Hohmann steht nicht mehr zur Verfügung. Dafür kommt Mathias Krüskemper zurück in die erste Reihe und bildet mit Fabian Leifken wieder das erprobte Trainerduo.

Freitag, 15.01.2021, 06:00 Uhr
Machen in der kommenden Saison wieder gemeinsame Sache als Trainerteam: Fabian Leifken (l.) und Mathias Krüskemper, der zuletzt in Bösensell als Sportlicher Leiter fungierte.
Machen in der kommenden Saison wieder gemeinsame Sache als Trainerteam: Fabian Leifken (l.) und Mathias Krüskemper, der zuletzt in Bösensell als Sportlicher Leiter fungierte. Foto: Johannes Oetz

Im Januar fallen bei vielen Vereinen wichtige Entscheidungen. Etwa die: Welche Spieler bleiben der ersten Fußballmannschaft in der kommenden Saison erhalten? Doch dies ist in der Regel erst der zweite Schritt. Im ersten klären die Verantwortlichen normalerweise, welcher Trainer zukünftig verantwortlich sein wird. Diese Entscheidung hat Bezirksligist SV Bösensell jetzt getroffen.

Fabian Leifken bleibt die Nummer 1 an der Seitenlinie. Sein Co-Trainer, Christoph Hohmann , wird im Sommer aus privaten Gründen allerdings aufhören. Für ihn steigt ein alter Bekannter wieder ein: Mathias Krüskemper. Klar ist somit auch, dass es beim SVB in der Spielzeit 2021/22 wieder die Doppelspitze Leifken/Krüskemper geben wird. Nicht unwichtig: Auch Torwart-Trainer Jürgen Heßeler und Betreuer Klaus Eckrodt bleiben dem noch punktlosen Bezirksliga-Letzten erhalten.

„Der Trainer und unser Sportlicher Leiter, Mathias Krüskemper, saßen vor einiger Zeit mit mir zusammen. Wir überlegten, wie es weitergehen wird. Schnell war klar, dass Fabian bleiben will und soll. Für Christoph benötigten wir aber Ersatz. Und da habe ich Matze einfach spontan gesagt, dass er den Job doch wieder übernehmen soll. Sein Haus, das er in Bösensell gebaut hat, ist schließlich fertig“, erzählte SVB-Vorsitzender Jürgen Leifken lachend.

Fabian Leifken und Mathias Krüskemper hätten sich daraufhin zunächst einmal verdutzt angeschaut. Dann sei man auseinandergegangen, um den Gedanken sacken zu lassen. „Nach einem Gespräch mit meiner Frau war für mich allerdings sehr schnell klar, dass ich das Angebot sehr gerne annehmen würde. Im Lockdown fällt mir, wie vielen anderen auch, die Decke auf den Kopf. Außerdem musste ich mich vor einiger Zeit einer Schulter-Operation unterziehen, was die Sache nicht besser gemacht hat. Dadurch habe ich noch mehr gemerkt, dass es mir unheimlich fehlt, regelmäßig auf dem Platz zu stehen“, erläuterte Krüskemper seine Beweggründe.

Fabian Leifken freute sich über die Entscheidung seines Schwagers, wobei er den bevorstehenden Abschied von Christoph Hohmann sehr bedauert: „Er wird uns als Mensch und Trainer fehlen. Christoph hat sich immer unheimlich viele Gedanken über die Trainingsgestaltung gemacht“, erklärte der 37-Jährige, der damit beim SVB in sein achtes Jahr gehen wird. „Wobei man die letzten beiden Jahre ja eigentlich nur halb rechnen kann.“

Dass mit Krüskemper ein alter Bekannter wieder einsteigt, ist für Fabian Leifken aber auch kein Nachteil: „Er kennt natürlich den Verein und die Spieler ganz genau. Die Jüngeren haben dabei unter ihm ja noch gar nicht trainiert.“ Krüskemper verspricht, dass er mit vielen neuen Ideen einsteigen wird. „Als Sportlicher Leiter habe ich mir die Spiele ja von außen angeguckt und dabei oft zwischen den Zuschauern gestanden. Schön fand ich immer wieder, zu hören, dass die Leute trotz der Negativserie weiter zu ihren Jungs stehen“, so der 40-Jährige, der hofft, dass das Team in der Bezirksliga bleibt: „Wir wollten die Bezirksliga ja eigentlich kennenlernen. Bisher haben wir aber nur ein Drittel gesehen.“ Die Mannschaft sei jedenfalls gewillt, zu beweisen, dass sie überkreislich spielen kann: „Ein paar Punkte wollen sie schon noch holen.“

Über die Ziele, die man mit dem Team auf Dauer erreichen wolle, hat sich Krüskemper mit seinem Schwager auch schon verständigt. „In Zukunft wollen wir besseren Fußball spielen. In der A-Liga haben wir oft auf die Fehler der Gegner gelauert, die dann auch prompt lieferten. In der Bezirksliga reicht das nicht. Wir müssen unseren Spielaufbau verbessern und zu mehr Ballbesitz-Phasen kommen“, hat der B-Lizenz-Inhaber sich schon einiges vorgenommen.

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