Fußball: Kreisliga A 2 Münster
In doppelter Mission – Schnetgöke als Spielertrainer zu BWO

Ottmarsbocholt -

Der SC BW Ottmarsbocholt geht mit einem gleichberechtigten Trainerduo in die kommende Spielzeit. Patrick Döhla, bisher Assistenzcoach, wird befördert. Und vom VfL Senden kommt mit Sebastian Schnetgöke ein Novize im Seniorenbereich.

Freitag, 19.02.2021, 19:14 Uhr aktualisiert: 19.02.2021, 19:21 Uhr
Heuert im Sommer als Spielertrainer bei BW Ottmarsbocholt an: Sebastian Schnetgöke.
Heuert im Sommer als Spielertrainer bei BW Ottmarsbocholt an: Sebastian Schnetgöke. Foto: flo

Auf dem Schirm hatten sie Sebastian Schnetgöke bei BW Ottmarsbocholt seit geraumer Zeit schon. Wenngleich als Spieler. „Wir wollten ,Schneti‘ bereits im vergangenen Sommer, damit er unsere Defensive verstärkt“, berichtet Christian Schmauck , der sportliche Leiter des hiesigen Fußball-A-Ligisten.

Auch Schnetgöke, dessen Freundin in Otti lebt, war nicht abgeneigt. Zumal mit Denis Hölscher und später Jan Reickert bereits zwei Kumpels aus gemeinsamen Landesligazeiten beim VfL Senden bei BWO angeheuert hatten. Berufsbedingt zerschlug sich der Wechsel letztlich. Im zweiten Anlauf hat es nun geklappt. Und zwar richtig. Nicht nur verstärkt „Schneti“ zur neuen Saison die Defensive der Blau-Weißen. Zusätzlich übernimmt er an der Clemens-Hagemann-Straße den Posten des Spielertrainers, der mit dem Weggang von Matthias Gerigk zu Union Lüdinghausen frei wird.

Erstkontakt nach WN-Bericht

Schnetgöke, der sich das Coaching mit dem bisherigen Co-Trainer Patrick Döhla teilen soll, „hatte in den WN gelesen, dass wir auf der Suche sind“, so Schmauck. Kurz darauf gab es den ersten telefonischen Kontakt. Von da an hätten die Dinge ihren Lauf genommen. „Er hat sich in einer Videokonferenz dem Mannschaftsrat vorgestellt – und beide Seiten waren voneinander angetan.“ Der sportliche Leiter betont, „dass die Entscheidung letztlich im Team getroffen wurde. Was nutzt es denn, wenn ich einen Trainer installiere, mit dem die Spieler nicht können? Da kann er noch so gute Referenzen haben.“

Die hat der 27-Jährige tatsächlich, zumal als Aktiver. Beim VfL war er lange im Abwehrzentrum oder rechts in der Kette gesetzt – bis er 2018, nach drei Kreuzbandrissen, vorübergehend kürzertrat. Nach seiner Gesundung half er meist in der Reserve aus, wurde hin und wieder aber auch in der Ersten gebraucht, wo er umsichtig wie eh und je verteidigte.

B-Lizenz und Erfahrung im Jugendbereich

Bereits in jungen Jahren erwarb Schnetgöke die B-Lizenz, beim VfL wurde er als Co-Trainer mit der U 17 Meister, assistierte auch bei den A-Jugendlichen und verantwortete die U 13 (beide überkreislich). BWO ist seine erste Station auf dem Gebiet im Seniorenbereich. Ein Wagnis? Wohl kaum, glaubt man dem sportlichen Leiter: „In den virtuellen Zusammenkünften hat er einen sehr kompetenten Eindruck gemacht. Zudem haben sich die Ex-Sendener sehr für ihn eingesetzt.“ Und Schnetgöke selbst? Freut sich „über den Vertrauensvorschuss“, lobt „die sehr guten Gespräche mit Patrick Döhla“ sowie „den enormen Teamgeist in Otti“ und will versuchen, „an die extrem erfolgreiche Arbeit meines Vorgängers anzuknüpfen“.

Personalbedarf besteht noch auf dem linken Flügel, da Dauerbrenner Frederik Volbracht ab Juli nur noch für die Alten Herren auflaufen wird. Gleiches gilt für seinen Bruder Julian, Alex Hibbe und Karsten Kallwey. Dafür sind Marius Kallwey (kommt vom VfL 2) und Daniel Saabe (lebte jobbedingt lange in Bayern) zurück.

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