Volleyball: Saison-Aus
WVV-Beschluss keine Überraschung für ASV Senden und Union Lüdinghausen

Senden/Lüdinghausen -

Die Verantwortlichen des ASV Senden und des SC Union Lüdinghausen hatten mit dem jetzt verkündeten Saison-Aus bereits gerechnet. Ob – und falls ja: wie – es für den Nachwuchs weitergeht, ist offen.

Montag, 22.02.2021, 17:18 Uhr aktualisiert: 22.02.2021, 17:34 Uhr
Steffi Venghaus
Steffi Venghaus Foto: chrb

Wirklich unvorbereitet traf der Beschluss des Westdeutschen Volleyballverbandes (WVV), die Saison von der Oberliga an abwärts pandemiebedingt zu beenden, die hiesigen Vereine nicht: „Da zuvor ja bereits der DVV für die Dritt- und Regionalligisten sowie andere Landesverbände ganz ähnlich entschieden hatten, haben auch wir fest damit gerechnet“, so Steffi Venghaus .

Gut findet die zweite Vorsitzende des ASV Senden , dass der WVV dem Nachwuchs noch ein Fünkchen Hoffnung lässt. Wertungen wird es zwar – wie bei den Erwachsenen – keine geben. Und dass Westdeutsche Meisterschaften – Union Lüdinghausen hat sich um die Ausrichtung der U 14-Titelkämpfe beworben – ausgetragen werden, erscheint durchaus fraglich. Aber: „Die Kinder und Jugendlichen leiden besonders unter dem Lockdown. Daher wollen wir ihnen, falls es das Infektionsgeschehen erlaubt, die Rückkehr in die Halle ermöglichen“, erklärt WVV-Vize Jürgen Aigner. Denkbar seien Vergleichswettkämpfe auf NRW-Ebene – „die natürlich nur dann einen sportlichem Wert haben, wenn die Teams sich drei, vier Wochen in bewährter Form vorbereiten“.

Noch finden beim ASV sämtliche Übungseinheiten im virtuellen Raum statt. Die Angebote – Mentaltraining, Kraft/Athletik, teambildende Maßnahmen – fänden regen Anklang, so Venghaus, die daher guten Mutes ist, „dass unsere Mädchen alle bei der Stange bleiben“.

Friedhelm Prolingheuer teilt diese Hoffnung. Zudem hat das Union-Vorstandsmitglied die U 14-WDM noch nicht ganz abgeschrieben: „Der DVV hat bekräftigt, dass es in den jeweiligen Altersklassen im Juni Deutsche Meisterschaften geben soll. Dafür müssten sich die Teams ja in irgendeiner Form qualifizieren.“ Allerdings ist auch eine Wildcard-Regelung im Gespräch. In dem Fall, ergänzt Vorstandskollegin Christine Drees, könne man die Westdeutschen Meisterschaften im September nachholen – möglicherweise verteilt über mehrere Wochenenden.

Für die Lüdinghauser Regionalliga-Damen hat das vorzeitige Saison-Aus auch ein Gutes, Absteiger sehen die jüngsten Beschlüsse nicht vor. „Ich bin mir aber sicher, dass Suha Yaglioglu und sein Team das liebend gern auf dem Court geregelt hätten“, so Prolingheuer.

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