Handball: Dritte Liga
Drei Level weiter: Jens Hunkemöller über seinen Wechsel zur Ahlener SG

In wenigen Wochen startet die neue Handball-Saison. Einen, den sie bei der SG Sendenhorst schon jetzt schmerzlich vermissen, ist Jens Hunkemöller. Der flinke Linksaußen wechselte im Sommer zum Drittligisten Ahlener SG und übersprang dabei gleich zwei Spielklassen. Ein Blick zurück und in die Zukunft.

Donnerstag, 16.08.2018, 16:51 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.08.2018, 08:28 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 16.08.2018, 16:51 Uhr
In Sendenhorst war Jens Hunkemöller einer der Führungsspieler – in Ahlen ist er es, der über Tipps und Hinweise dankbar ist.
In Sendenhorst war Jens Hunkemöller einer der Führungsspieler – in Ahlen ist er es, der über Tipps und Hinweise dankbar ist. Foto: Ulrich Schaper

 Seit gut einem Jahr schon trainiert der Linksaußen regelmäßig in der Nachbarschaft beim Drittligisten Ahlener SG. Über das Angebot, komplett zu wechseln, musste der flinke Flügelspieler nicht lange nachdenken. Gleich zwei Spielklassen übersprang Hunkemöller bei seinem Karrierefortschritt, keine Frage also, dass er momentan die wohl aufregendste Phase seines Handballerlebens erlebt. Redakteur Ulrich Schaper sprach mit Hunkemöller über den Stand der Vorbereitung, die neuen Kollegen und die Ziele, die er sich für die kommende Spielzeit gesteckt hat.

Herr Hunkemöller, wie läuft die Vorbereitung bislang, sind Sie zufrieden?

Hunkemöller: Als ich die erste Woche hinter mir hatte, habe ich schon gemerkt, dass die Intensität eine ganz andere ist. Ich hab mich im Hinblick auf Kondition und Krafttraining schon gefragt, ob ich das durchhalte. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, irgendwann sind die drei Stunden Training pro Tag Routine.

Wie ist es zu dem Wechsel gekommen?

Hunkemöller: Ich habe ja schon seit einiger Zeit in Ahlen mittrainiert. Irgendwann kam dann die ASG auf mich zu. Nick Steffen, einer der beiden Linksaußen, wird ab dem Wintersemester nach Frankreich wechseln, dann soll ich soweit sein, um ihn zu ersetzen.

Handball: Jens Hunkemöller – Impressionen

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Hatten Sie Zweifel, dass das eine Nummer zu groß sein könnte?

Hunkemöller: Na ja, ich kenne das Team ja durchaus. Ich habe mit Sascha (Sascha Bertow, Trainer 1. Mannschaft; d. Red.) gesprochen und ihn nach seiner Meinung gefragt. Er sagte mir dann, dass niemand von mir erwartet, sofort Stammspieler zu sein. Ich würde die Zeit bekommen, die ich brauche. Er glaubt aber, dass ich das Zeug habe, sonst hätte man mich nicht angesprochen.

Sie haben mal eben so im Vorbeigehen zwei Ligen übersprungen – war das nicht ein erheblicher Leistungsunterschied?

Hunkemöller: Doch, schon, der Sprung ist riesig. Ich merke das auch heute noch, dass ich den anderen Spielern unterlegen bin. Man muss aber auch dazu sagen, dass ich in der Hinrunde erst einmal bei der zweiten Mannschaft in der Verbandsliga zum Einsatz komme und in der Ersten zunächst Reservist bin.

Enttäuscht?

Hunkemöller: Nein, überhaupt nicht. Im Grunde ist es für mich sogar der beste Weg. Ich habe in der Vorbereitung das Testspiel gegen Emsdetten mit dem Drittliga-Team bestritten. Im Training mache ich teils bei der ersten, teils bei der zweiten Mannschaft mit. Ich lerne derzeit unglaublich viel.

Die Kulisse vor der Sie auflaufen ist um einiges größer, sind Sie nervös vor den Einsätzen?

Hunkemöller: Ich bin vor jedem Einsatz sehr nervös, das war schon immer so. Das legt sich dann erst im Spielverlauf. Andererseits motiviert mich das: Ich bin besser, wenn ich nervös bin. Abstellen könnte ich das sowieso nicht.

Wie sind Sie denn in der Mannschaft aufgenommen worden – ist der Konkurrenzkampf groß?

Hunkemöller: Überhaupt nicht. Das Team ist sehr eng beieinander. Mit den beiden anderen Linksaußen bin ich mittlerweile sehr gut befreundet. Die geben mir Tipps, was besser werden kann, was besser werden muss. Ich nehme jeden Hinweis sehr dankbar auf.

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Hunkemöller: Zugegeben, da muss man schon ein bisschen organisieren. Und Klar: Freizeit bleibt da nicht viel übrig. Momentan bin ich froh, wenn ich abends im Bett liege.

Noch ein kurzer Blick zurück: Wie haben Sie den Abstieg in Sendenhorst erlebt?

Hunkemöller: Ich fand das sehr bedauerlich, dass die Saison so geendet ist. Wir haben alle gemerkt, dass da Sand im Getriebe ist. Das war nichts persönliches – wir sind alle super miteinander ausgekommen, aber irgendwie war auf dem Feld der Wurm drin.

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Hunkemöller: Die Zäsur war notwendig. Ich glaube, allen war klar, dass da ein Umbruch kommen muss. Gut, er fällt jetzt krasser aus, als zunächst gedacht. Man hat aber in der Relegation gesehen, dass da ein paar sehr gute Nachwuchsspieler hochrücken. Mir hat es enorm Spaß gemacht, mit denen gemeinsam zu spielen.

Wird man Sie noch ab und an in der Halle sehen?

Hunkemöller: Na klar. Mich interessiert das ja schon noch, was in Sendenhorst passiert. Je nachdem wann und wo ich mit der Drittliga- oder Verbandsligamannschaft im Einsatz bin, werde ich versuchen in der Halle zu sein. Jeden Termin, den ich gucken kann, werde ich vor Ort sein.

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