Auszeichnung durch Kreissportbund
SG Sendenhorst wird als „Stützpunktverein für Integration“ geehrt

Sendenhorst -

Die SG Sendenhorst ist am Mittwoch vom Kreissportbund als „Stützpunktverein für Integration“ ausgezeichnet. Neben KSB-Vertretern und Bürgermeister Berthold Streffing hatten sich auch zahlreiche Sportler zu der Ehrung eingefunden.

Donnerstag, 06.12.2018, 20:00 Uhr aktualisiert: 10.12.2018, 16:59 Uhr
Die zweite Fußballmannschaft der SG Sendenhorst umrahmt auf dieser Aufnahme Sabine Lillmanntöns (links), Josef Demming (vorne 4.v.l.), Bürgermeister Berthold Streffing (vorne, 3.v.r), Ferdi Schmal (vorne, 2.v.r.) und Franz-Josef Reuscher (vorne 1.v.r)
Die zweite Fußballmannschaft der SG Sendenhorst umrahmt auf dieser Aufnahme Sabine Lillmanntöns (links), Josef Demming (vorne 4.v.l.), Bürgermeister Berthold Streffing (vorne, 3.v.r), Ferdi Schmal (vorne, 2.v.r.) und Franz-Josef Reuscher (vorne 1.v.r) Foto: Simon Beckmann

Sie leben eine Willkommenskultur, die von Offenheit und Akzeptanz geprägt ist, verstehen Integration als gesellschaftspolitischen und gemeinwohlorientierten Auftrag und betreiben aktive Integration als Querschnittsaufgabe im ganzen Verein. Oder wie es Thomas Erdmann, Geschäftsführer der SG Sendenhorst, vereinfacht verdeutlicht: „Wer zu uns kommt und Lust auf Sport hat, der macht einfach mit. Da wird nicht auf die Hautfarbe geschaut.“

Genau für dieses Credo und das jahrelange vielfältige Engagement im Bereich der Integration wurde die Sportgemeinschaft Sendenhorst am Mittwoch im Sport- und Freizeit-Zentrum an der Veka-Arena vom Kreissportbund ( KSB) als „Stützpunktverein für Integration“ ausgezeichnet und durfte sich neben dem imageträchtigen Titel auch über eine finanzielle Förderung in Höhe von immerhin 2000 Euro freuen.

Wem bei der Urkundenübergabe noch Zweifel aufkamen, dass die SGS diese Auszeichnung mehr als verdient hatte, musste sich nur im Raum umschauen. Denn als „Aushängeschild für Integration“ war die zweite Fußballmannschaft anwesend, in der selbst mehrere Flüchtlinge aktiv mitkicken. „Ihr seid eine bunt gemischte Truppe und ein Beispiel dafür, wie offen und bunt die SG Sendenhorst ist“, bemerkte Erdmann in Richtung der Kreisliga B-Akteure.

Aber nicht nur in der Fußball-Truppe funktioniere die Integration wie selbstverständlich. „Das zieht sich durch den ganzen Verein – sei es Handball, Turnen oder Schwimmen“, berichtete der Geschäftsführer. „Natürlich versuchen wir auch, entsprechende Ausrüstung wie Trainingsklamotten oder Sportschuhe – falls bei den Flüchtlingen nicht vorhanden – zu besorgen“, ergänzte er. Zudem gebe es ermäßigte Mitgliedsbeiträge und immer mal wieder besondere Aktionen. „Vor ein paar Jahren haben einige Flüchtlinge für uns gekocht. Das war eine tolle Veranstaltung“, erinnert sich Erdmann.

Viel Lob für das Engagement der Sendenhorster hatte KSB-Präsident Ferdi Schmal im Gepäck. „Integration klappt am besten durch Sport. Das ist unbestritten – vor allem, wenn man einen Blick hier in die Runde wirft: Alle verstehen sich bestens. Hier wird Integration groß geschrieben“, lobte er.

Sabine Lillmanntöns, Fachkraft für Integration durch Sport vom KSB, gratulierte ebenfalls: „Für euch ist Integration selbstverständlich. Ihr gebt Menschen durch Sport die Möglichkeit, im Leben Fuß zu fassen.“ Ebenfalls hob sie die vorbildliche und tolle Arbeit der SGS, die schon mal im Jahr 2014 als Stützpunktverein geehrt wurde, mit Personen mit Migrationshintergrund und mit geflüchteten sowie sozial-benachteiligten Menschen hervor.

Sendenhorsts Bürgermeister Berthold Streffing überbrachte ebenfalls herzliche Glückwünsche. „Die Auszeichnung ist die richtige Antwort auf die vielen Mühen und die viele Arbeit, die in den vergangenen Jahren insbesondere im Bereich der Integration geleistet worden ist“, stellte das Stadtoberhaupt fest. „Ihr empfangt – genauso wie viele andere Vereine und Einrichtungen hier im Ort – alle Menschen mit offenen Armen, und das ist ganz fantastisch.“

In die gleiche Kerbe schlug Franz-Josef Reuscher, der Vorsitzende der SG Sendenhorst, der seinen Dank an die Kicker der zweiten Mannschaft richtete: „Ihr setzt ohne zu zögern das um, wie wir uns das als Vereinsführung vorstellen. Macht bitte weiter so.“ Thomas Erdmann machte im Anschluss noch klar, dass hinter der SG Sendenhorst in Sachen Integration ein ganzes Netzwerk stehe: „Von den Hausmeistern über die Kooperation mit dem Deutsch-Ausländischen-Freundeskreis bis zur Stadtverwaltung ziehen alle an einem Strang.“ Denn nur mit guten Kontakten könne man schnelle und oft unbürokratische Hilfe ermöglichen. Zum Abschluss honorierte er noch das Engagement von Josef Demming, dem als „Bindeglied“ viel zu verdanken sei.

Die weiteren Stützpunktvereine des KSB Warendorf sind der Boxclub Warendorf, die Radsportgemeinschaft Freckenhorst, der SC Everswinkel, die Ahlener SG sowie die DLRG Oelde.

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