Volleyball: DJK Olympia Drensteinfurt
Nicht einfach nur ein Hobby

Drensteinfurt -

Seit fast 50 Jahren schon gibt es die Hobby-Volleyball-Gruppe der DJK Olympia Drensteinfurt. Obwohl der Spaß im Vordergrund steht, ist das Team, das derzeit 20 Mitglieder zählt, ambitioniert: Die Freizeitsportler wollen als Tabellenführer bald den Aufstieg perfekt machen.

Montag, 04.02.2019, 13:04 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 18:24 Uhr
Montags von 20 bis 22 Uhr treffen sich die Hobby-Volleyballer des Sportvereins DJK Drensteinfurt in der Dreingau-Halle. Immer den Ball im Blick: Julia Epp bei der Angabe (kl. Bild links). Adrian Dietrich (kl. Bild oben Mitte) leitet die Gruppe seit diesem Jahr. Walburga Wessel (kl. Bild rechts) hält sich mit Volleyball fit.
Montags von 20 bis 22 Uhr treffen sich die Hobby-Volleyballer des Sportvereins DJK Drensteinfurt in der Dreingau-Halle. Immer den Ball im Blick: Julia Epp bei der Angabe (kl. Bild links). Adrian Dietrich (kl. Bild oben Mitte) leitet die Gruppe seit diesem Jahr. Walburga Wessel (kl. Bild rechts) hält sich mit Volleyball fit. Foto: Kleineidam

1955, also vor 63 Jahren, wurde die DJK Olympia Drensteinfurt gegründet. Das Angebot des Vereins, dem rund 1200 Mitglieder angehören, ist vielfältig und reicht von Breiten- über Leistungssport bis hin zu Fitness- und Gesundheitskursen. Eine Gruppe, die es mittlerweile seit etwa 50 Jahren gibt, ist die der Volleyballer. Der Spaß am Rückschlagspiel steht eindeutig im Vordergrund, ambitioniert ist die Hobbymannschaft der DJK dennoch.

Ende der 60er-Jahre sei die Gruppe ins Leben gerufen worden, sagt Walter Schulz. Der 70-Jährige muss es wissen. Schließlich ist er von Beginn an dabei – und das ununterbrochen. Schulz ist immer beim Training, an den Ligaspielen der Mixed-Truppe nimmt er aber nicht mehr teil.

Anfangs war es keine reine Volleyball-, sondern eine Männergruppe. Die beschäftigte sich auch mit anderen Ballsportarten wie Fußball, Hockey und Basketball. 1984 stieß Hans-Werner Dinter dazu – ein Volleyball-Experte. Er war Ende 1981 nach Drensteinfurt gezogen. Dinter spielte beim TuS 1859 Hamm und in der Oberliga. „Das war damals die zweithöchste Liga“, erklärt der 68-Jährige.

Schulz von Beginn an dabei

Mit der Zeit änderten sich die sportlichen Schwerpunkte der DJK-Gruppe. „Die Tendenz ging zu Volleyball und Gymnastik“, sagt Dinter. Der nutzte seine Beziehungen und organisierte Freundschaftsspiele gegen Hammer Teams. „Wir haben deutlich verloren“, erinnert sich der Stewwerter. Doch langsam sei System ins Spiel gebracht worden. „Es wurde Wert darauf gelegt, dass die Technik verbessert wurde.“

Anfang der 90er-Jahre meldete die DJK erstmals ein Herrenteam für den Hobby-Spielbetrieb des Volleyballkreises Warendorf. Nachdem sich Mitte der 90er-Jahre die ersten Frauen – unter anderem kamen sie vom SV Drensteinfurt – der Gruppe angeschlossen hatten, gab es auch eine gemischte Mannschaft. „Mit beiden haben wir lange in der A-Liga gespielt“, sagt Dinter.

Anfang der 90er Jahre erstmals ein Herren-Team

Aber nicht nur dort ging es um Punkte und Sätze. Auch mehrere Turniere absolvierten die Hobbyvolleyballer. Höhepunkt der Herren war die Teilnahme an den DJK-Diözesanmeisterschaften in Ibbenbüren und Wilhelmshaven. „Dabei sein war alles – vor allem abends“, sagt Dinter lachend. Das Mixedteam fuhr zwei Mal zum mehrtägigen Freiluftturnier auf Norderney. 100 Mannschaften waren am Start, die Stewwerter belegten den dritten Platz. Auch das internationale Turnier in Herne mit einer Japan-Auswahl und der Olympia-Auswahl von Menschen mit Behinderung war ein Erlebnis. Dort landete die DJK-Truppe ebenfalls auf dem Bronzerang.

Viele Jahre wurde auch in Drensteinfurt ein Turnier veranstaltet – das um den Dreingau-Pokal. Erst war der SVD Ausrichter, dann die DJK. Etwa 20 Mal, schätzt Hans-Werner Dinter, fand der Wettbewerb statt – letztmals 2015. Der Grund: „Es wurde immer schwieriger, Teams dafür zu kriegen.“

Eigenes Turnier wird mangels Teilnehmer eingestellt

Momentan zählt die Volleyballgruppe 20 Mitglieder, acht sind erst nach den Sommerferien dazugestoßen. Der überwiegende Teil kommt aus Drensteinfurt und Walstedde, aber auch Sportler aus Rinkerode sind dabei. Zur Mannschaft, die in der Staffel Mixed B um Punkte kämpft und nach dem knapp verpassten Aufstieg in der vergangenen Saison diesmal die Rückkehr in die A-Liga schaffen will, gehören vier Frauen und acht Männer im Alter von 21 bis 55 Jahren. „Mindestens drei Damen müssen auf dem Feld sein“, erläutert Dinter.

Der Übungsleiter, dessen Vorgänger der im vergangenen Jahr verstorbene DJK-Ehrenvorsitzende Helmut Weidenbach war, hat die Leitung der Gruppe Anfang 2019 abgeben. Adrian Dietrich leitet seither das Training. Der 42-Jährige aus Mersch spielt im Wettkampfteam und hat einen Trainerschein. Dinter engagiert sich ab sofort nur noch als Coach bei den Ligaspielen.

Dinter übergibt 2019 an Dietrich

Neben dem Hobby kommt natürlich auch die Geselligkeit in der Volleyballgruppe nicht zu kurz. Ein Mal im Jahr gibt es eine gemeinsame Radtour, am Jahresanfang ein Treffen in einer Gaststätte. Dabei wird die Saisonplanung mit einem gemütlichen Abend verbunden.

Und wenn jemand Geburtstag hat, gibt es ab und zu auch eine Kiste Bier nach dem Training, um anzustoßen – in erster Linie auf das Wohl desjenigen, der einen ausgibt, aber auch auf die etwa 50 Jahre, die seit der Gründung der Gruppe vergangen sind.

Training

Die Volleyballer der DJK trainieren montags von 20 bis 22 Uhr in der Dreingau-Halle an der Sendenhorster Straße in Drensteinfurt. Neue Gesichter, vor allem Frauen, sind jederzeit willkommen. „Grundfertigkeiten wie Pritschen und Baggern sollten vertraut sein“, heißt es auf der Internetseite zur Gruppe unter www.djk-drensteinfurt.de. Für weitere Infos steht Übungsleiter Hans-Werner Dinter, 0 25 08/13 60, zur Verfügung.

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