Fußball: Kreisliga A
Hoenhorst nimmt die Herausforderung Landesliga an

Rinkerode -

Er hat sich einiges vorgenommen. Jan Hoenhorst, Torjäger in Diensten des SV Rinkerode, wechselt zur kommenden Saison zum SV Herbern – und klettert damit gleich zwei Ligen höher. Der 25-Jährige hat dabei klare Vorstellungen und konkrete Ziele. Durchaus selbstbewusst.

Donnerstag, 16.05.2019, 16:04 Uhr
Möchte in der kommenden Saison auch für den SV Herbern jubeln: Jan Hoenhorst wechselt mit klaren Zielen und Vorstellungen zum Landesligisten.
Möchte in der kommenden Saison auch für den SV Herbern jubeln: Jan Hoenhorst wechselt mit klaren Zielen und Vorstellungen zum Landesligisten. Foto: Ulrich Schaper

Jan Hoenhorst nimmt mächtig Anlauf. Schließlich plant er ja nach dem Saisonende auch den großen Sprung. Zur kommenden Spielzeit zieht es den Torjäger des SV Rinkerode zum SV Herbern in die Fußball-Landesliga . Wobei der 25-Jährige mal eben eine Liga überspringt.

„Ja, es könnte ein großer Schritt werden. Aber ich habe Lust darauf, ihn zu versuchen“, sagt der in der Kreisliga A 2 bislang 17 Mal erfolgreiche Angreifer. Als Herberns Trainer Holger Möllers vor rund zwei Monaten anrief, überlegte er nicht lange. „Es war ein interessantes Gespräch. Aber er musste mir eigentlich auch nicht viel sagen“, war Hoenhorst irgendwie vorbereitet. Schließlich buhlte seine Gesprächspartner nicht zum ersten Mal um die Gunst des Kanoniers, der beim Nachbarn Simon Mors ersetzen soll. Auf alle Fälle nominell im Kader.

Irgendwann möchte ich zu einer festen Größe werden.

Doch damit möchte sich das Rinkeroder Eigengewächs natürlich nicht begnügen, hegt so seine Vorstellungen: „Klar möchte ich weiter lernen, aber auch spielen. Irgendwann möchte ich zu einer festen Größe werden.“

Einer, der ihm den großen Sprung zutraut, ist sein aktueller Trainer. „Jan bringt eine ganze Menge mit. Er hat eine ungeheure Wucht, kann mit rechts und links schießen, hat ein gutes Kopfballspiel und das nötige Spielverständnis“, zählt Roland Jungfermann , der Hoenhorst im zweiten Jahr betreut, die positiven Argumente auf: „Ich traue ihm das zu.“ Jungfermann, der ab Juli in seiner dritten Saison beim A-Ligisten ohne den Tor-Garanten planen muss, sagt aber auch: „Er könnte noch mehr aus sich rausholen. Ausruhen darf er sich nicht. Auf ihn wartet allein von der Intensität und der Konkurrenz eine Umstellung.“

Auf die hat Jan Hoenhorst hingearbeitet. Der Zeitpunkt zum Wechsel kommt nicht zufällig. In den kommenden Wochen steht er vor dem Abschluss als Garten- und Landschaftsbauer. Rechtzeitig vor dem Wechsel und der Landesliga-Lehre.

Nein, der SV Drensteinfurt war nie ein Thema.

Ein anderer Wechsel kam für ihn nicht infrage. „Die Bezirksliga hat mich nicht gereizt. Um Rinkerode zu verlassen, muss es sich lohnen“, sagt der Stürmer. Die nur zehnminütige Anfahrt zum Training passt da ebenso ins Bild. Auch das Votum seiner Freunde. „Ich habe mit meinen Kumpels gesprochen, bevor ich mich entschieden habe. Sie haben mir geraten, es zu versuchen.“ Ein Versuch bei einem anderen Nachbarn, ein durchaus naheliegender Gedanke, war keine Option. „Nein, der SV Drensteinfurt war nie ein Thema. Das hätte ich dem SV Rinkerode nicht antun können“, gesteht er.

Seit den Mini-Kickern trägt er schließlich den gelb-schwarzen Dress des SV, ist in Rinkerode geboren, war fußballerisch bodenständig, nie woanders. Nach dem ersten Jahr als A-Junior wurde er in die Erste hochgezogen, machte den Aufstieg in die Bezirksliga mit. Nun soll der nächste folgen, der persönliche. Ziel: Fußball-Landesliga.

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