Fußball: Bezirksliga 7
Besser geht’s nicht! Oder doch? SV Drensteinfurt krönt Spielzeit mit Rang drei

Drensteinfurt -

Im „verflixten siebten Jahr“ wäre es fast zu einer Trennung zwischen der Bezirksliga 7 und dem SV Drensteinfurt gekommen. Diese Trennung hätte der Klub allerdings sehr gern vollzogen, denn der SVD war während der gesamten Spielzeit ein Anwärter auf die Landesliga.

Montag, 10.06.2019, 15:58 Uhr aktualisiert: 12.06.2019, 14:51 Uhr
Jubeltraube: Von 32 Spielen verloren die Fußballer des SV Drensteinfurt nur vier – jeweils zwei in der Rückrunde und zwei in der Hinrunde. Nur den Mannschaften aus Bönen und Westönnen musste sich das Team von Trainer Oliver Logermann beugen.
Jubeltraube: Von 32 Spielen verloren die Fußballer des SV Drensteinfurt nur vier – jeweils zwei in der Rückrunde und zwei in der Hinrunde. Nur den Mannschaften aus Bönen und Westönnen musste sich das Team von Trainer Oliver Logermann beugen. Foto: Ulrich Schaper

Am Ende marschierte Neuling IG Bönen jedoch vorweg und Rot-Weiß Westönnen schnappte den Drensteinfurtern den zweiten Platz aufgrund des besseren Torverhältnisses weg und stieg in die Aufstiegsspiele ein. Somit geht der SVD im Sommer ins achte Bezirksliga-Jahr in Folge.

Die Logermann-Elf startete verheißungsvoll ins siebte Jahr. Sechs Siege in Folge wurden gefeiert, von den ersten 14 Partien ging nur eine verloren. Bis zum zwölften Spieltag grüßte der heimische Bezirksligist von der Tabellenspitze, eroberte diese am 14. und 23. Spieltag noch einmal zurück. Insgesamt verlor Drensteinfurt nur vier Spiele, die allerdings lediglich gegen zwei Teams. Ausgerechnet gegen die beiden Mannschaften von Platz eins und zwei, IG Bönen und Rot-Weiß Westönnen, konnte der SVD nicht einen Zähler holen. Gegen Westönnen war die Bilanz mit 1:10 Toren sogar besonders desaströs. Am Ende fehlten allerdings gegen dieses Team zu Rang zwei nicht nur die neun Tore, sondern satte 30, weil der Konkurrent alles in Grund und Boden schoss. 108 Tore in 32 Spielen, 3,38 Treffer pro Partie. Da kam nicht mal Meister IG Bönen mit, der es auf eine Quote von 3,13 brachte. Trotzdem sorgte Bönen für Aufsehen, das in die Fußstapfen von AFS Ahlen (98/99), SCE Hamm (99/00), TSV Ahlen (00/01) und VfL Wolbeck (08/09) trat. Diese Teams schafften alle den direkten Durchmarsch von der A-Liga in die Landesliga .

Nur vier Niederlagen

Für den Drensteinfurter Kreisnachbarn aus Freckenhorst war es eine Zittersaison. Die Gelb-Schwarzen schleppten sich so gerade ins Ziel. Am vorletzten Spieltag trat der TuS beim bereits feststehenden Absteiger Rot-Weiß Unna an. Zum unzähligen Male wollte die Truppe vom Feidiek den endgültigen Schritt zum Klassenerhalt vollziehen. Fast wäre es wieder schiefgegangen. Unna glich in der 13. Minute aus und ging sogar 18 Minuten vor dem Ende in Führung. „Ich dachte, das war es jetzt. Es wird ganz eng für uns“, erklärte der scheidende TuS-Coach Andreas Strump. Doch die Freckenhorster drehten die Partie in der Schlussviertelstunde, gewannen mit 3:2 und feierten den Klassenerhalt.

So viele Punkte wie nie zuvor

Drensteinfurt holte so viele Punkte wie nie zuvor in der Bezirksliga (66). 2016/17 reichte es auch zum dritten Platz, damals war die Torquote mit 2,47 im Vergleich zur abgelaufenen Runde (2,16) zwar deutlich besser. Allerdings legte der SVD in der Abwehrarbeit merkbar zu. 2017 wurden 1,83 Gegentore im Schnitt registriert, vor Jahresfrist sank die Quote auf 1,57 und nun auf 1,31. Seit dem Aufstieg 2012 verteidigte keine Drensteinfurter Mannschaft besser in der Bezirksliga. Sie schoss auch 23-mal den ersten Treffer, hier waren nur Bönen und Westönnen je einmal erfolgreicher. Einem 0:1-Rückstand musste die Logermann-Elf lediglich achtmal hinterherlaufen. In dieser Kategorie hatte nur Bönen (7) die Nase vorn.

Beste Abwehrleistung

Top-Torjäger Marvin Brüggemann, der mit seinen 16 Treffern Rang neun in der Torjägerliste belegt, schoss fünfmal das Siegtor für den SVD. Auf jeweils drei brachten es Falk Bußmann und Dennis Popil, wobei Popil insgesamt nur fünfmal getroffen hatte. Der beste Joker im Team war Maximilian Schulze Geisthövel, der fünf seiner sieben Tore nach einer Einwechslung erzielte.

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