Fußball: Bezirksliga 7/9
Nur Clarholz besser als Drensteinfurt

Kreis Warendorf -

In der Geschichte der Bezirksliga Hellweg ist eng mit den heimischen Mannschaften verbunden. Wir werfen einen Blick auf die vergangenen vier Jahrzehnte.

Donnerstag, 20.06.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 20.06.2019, 06:05 Uhr
Da kann man auch schon mal abheben: Der ansonsten eher bodenständige Maximilian Schulze-Geisthövel zieht aus vollem Lauf ab.
Da kann man auch schon mal abheben: Der ansonsten eher bodenständige Maximilian Schulze-Geisthövel zieht aus vollem Lauf ab. Foto: Ulrich Schaper

40 Jahre Bezirksliga Hellweg Nord. 101 Teams tummelten sich in dieser Gruppe seit der Saison 1978/79. Die Staffel 7, die früher die Nummer 9 trug, ist Anfang der 80er Jahre zur Heimstätte der hiesigen Fußballklubs geworden. Zuvor waren die Vereine hauptsächlich in der Bezirksliga Münster unterwegs. Der TuS Freckenhorst bestritt 1977/78 seine letzte Saison in dieser Staffel, stieg damals zwar ab, kehrte aber 1980/81 zurück und spielte fortan immer in der Hellweg Nord-Staffel, sofern die TuSler nicht als A-Ligist unterwegs waren. Die SG Sendenhorst hatte bis 1969/70 in der Münsteraner Bezirksliga ihren Platz, ehe der Abstieg folgte.

Mit der SG Bockum-Hövel, die früher unter SVA Bockum-Hövel antrat, und der Warendorfer SU stehen zwei Teams ganz oben in der ewigen Tabelle, die jahrelang die Spitzengruppe beherrschten. Bockum-Hövel feierte fünf Meisterschaften – Rekord. Die Warendorfer SU brachte es immerhin auf drei Meistertitel. Bockum-Hövel wird im Sommer in seine 25. Saison gehen, da das Team aus Hamm den Klassenerhalt in der Landesliga 4 verpasste.

Achte Saison für den SV Drensteinfurt

Mit Warendorf, Hoetmar, Freckenhorst und Sendenhorst befinden sich vier Teams aus dem heimischen Kreis unter den 15 Besten der Staffel 7. Die Freckenhorster gehen in ihre 22. Saison und werden damit alle heimischen Teams in punkto Ligazugehörigkeit überflügeln. Mit dem SC Hoemtar hatte der TuS 07 letzte Saison gleichgezogen. Das Team vom Wiebusch stieg erstmals 1988 auf, hielt fünf Jahre lang die Klasse, es folgten zwei A-Liga-Spielzeiten, an die sich 16 Bezirksliga-Jahre bis zur Saison 2010/11 anschlossen.

Der SV Drensteinfurt geht im Sommer seine achte Bezirksliga-Saison in Folge an. Schon jetzt belegt der SVD mit sieben Jahren und 349 gesammelten Punkten Platz 29. Unter den Teams mit sieben und weniger Spielzeiten in dieser Staffel ist nur Viktoria Clarholz besser. Der aktuelle Verbandsligist holte in sieben Jahren 376 Zähler. Der schlechteste Platz im Abschlussklassement der Drensteinfurter war in ihrer Premierensaison 2012/13 Rang zehn. In den letzten fünf Jahren pendelten sie immer zwischen Rang sieben und drei.

Sendenhorst insgesamt zwölf Jahre dabei

Mit einer durchgehenden Ligazugehörigkeit von sieben Jahren kann Nachbar Sendenhorst zwar nicht dienen, aber die SG war zwölf Jahre in der Staffel 7 unterwegs und holte runde 500 Punkte. 2000 feierten die Sendenhorster den erstmaligen Aufstieg in die Staffel Hellweg Nord, blieben vier Jahre, stiegen dann tragischerweise mit einem Torverhältnis von 70:60 als Drittletzter ab. Nach zwei Jahren A-Liga die Rückkehr, dieses Mal für sechs Jahre, dann erneut vier Jahre A-Liga, ehe die dritte Phase mit allerdings nur zwei Jahren begann. In der Vereinshistorie der SG gab es allerdings auch schon eine längere Bezirksliga-Phase. Zehn Jahre dauerte sie und ist Ewigkeiten her. Von 1960 bis 1970 spielte Sendenhorst in der Bezirksliga Münster. In der Saison 1969/70 folgte gemeinsam mit dem TuS Freckenhorst der Abstieg. 1964/65 hatte Sendenhorst sogar hinter Eintracht Mettingen die Vizemeisterschaft feiern können. Es folgten lange 30 Jahre auf Kreisebene, wobei 1984 sogar der Absturz in die Kreisliga C erfolgte.

In der ewigen Tabelle ist auch Fortuna Walstedde vertreten. Der A-Liga-Vizemeister der letzten beiden Jahre blickt allerdings nur auf ein Jahr Bezirksliga in der Staffel 7 zurück. 1984/85 wurde der Klassenerhalt nur um drei Zähler als Drittletzter verpasst. Gemeinsam mit SpVg Beckum II und dem Herringer SV ging es direkt wieder zurück in die Kreisliga A.

Kurzes Abenteuer des SV Rinkerode

Den SV Rinkerode sucht man vergebens in der Tabelle. Dabei wäre ein Engagement durchaus möglich gewesen nach der Meisterschaft 2012/13. Doch der Verein stellte einen Eintrag auf Eingruppierung in die Staffel Münster. Dort war das Bezirksliga-Abenteuer nach nur einem Jahr und einem vorletzten Platz schnell wieder beendet.

Auch in Sachen Abstieg sind die heimischen Teams ganz vorn vertreten. Fünfmal mussten der TuS Freckenhorst und der SV Welver den Gang in die A-Liga antreten – Rekord. Viermal stieg der VfL Sassenberg ab. Mit ihm zog nun im Sommer der SuS Ennigerloh gleich. BW Beelen und die SG Sendenhorst verpassten dreimal den Klassenerhalt.

Insgesamt 101 Teams nahmen bislang am Spielbetrieb teil

Von den 101 Teams haben sich fünf aufgelöst, drei davon stammen aus dem Kreis Beckum. Bis in die Kreisliga C ist aktuell kein Klub abgerutscht. 13 spielten bis zum Sommer in der Kreisliga B. Als ranghöchster Klub stieg der SC Wiedenbrück, damals als DJK Eintracht, gerade aus der Regionalliga ab. Der erfolgreichste Meister aller Zeiten, TuS Ahlen mit nur einem Remis und keiner Niederlage (92/93), spielt aktuell unter dem Namen Rot-Weiß Ahlen in der Oberliga Westfalen.

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