Fußball: Kreisliga A2
Vielleicht hatte für GW Albersloh alles ja einen Sinn

Albersloh -

Für GW Albersloh ging die vergangene Saison gerade noch glimpflich aus. Die Rettung der Klasse erfolgte in allerletzter Sekunde. Matthias Hecker, in der Fußballabteilung tätig und zugleich die Stammkraft schlechthin im Kader, begab sich im Gespräch mit unserer Zeitung auf Spurensuche.

Donnerstag, 04.07.2019, 07:24 Uhr aktualisiert: 04.07.2019, 07:30 Uhr
Matthias Hecker (h.) ist im Vorstand für die erste Mannschaft von GW Albersloh zuständig, gleichzeitig verzeichnete er die meisten Einsätze als Spieler.
Matthias Hecker (h.) ist im Vorstand für die erste Mannschaft von GW Albersloh zuständig, gleichzeitig verzeichnete er die meisten Einsätze als Spieler. Foto: Heimspiel/Andreas Teipel

Das Kind muss noch einen Namen haben. „Keine Ahnung“, lautet Matthias Heckers Antwort auf die Frage nach seiner Job-Bezeichnung bei den A-Liga-Kickern der DJK GW Albersloh. Gemeinsam mit Sebastian Jeiler hält er die Fäden der ersten Mannschaft in der Hand, sie übernahmen von Heinz-Josef Horstmann, der sich zurückzog. Jeiler ist 1. Vorsitzender der Fußballabteilung, Hecker, ja, irgendetwas in der Art. Sportleiter der ersten Mannschaft. Oder so ähnlich.

Egal. Name hin, Name her. Fakt ist: Hecker ist auch Spieler. Stammspieler. Auf 29 Partien kam er in der Saison 2018/2019. 2605 Minuten. Zwei Tore. Als Rechtsverteidiger war Hecker gesetzt. Blöde Sprüche gibt‘s nicht aufgrund seiner Doppelfunktion. „Ich sehe das positiv, ich habe ja einen guten Draht in die Truppe. Da bekommt man viel mit“, sagt Hecker. Jeiler und er tauschen sich regelmäßig aus, gewisse Kompetenzabsprachen gibt‘s nicht. Beide dürfte aber ein Gedanke einen: Bitte nicht wieder so zittern.

Rettung in letzter Sekunde, meiste Niederlagen, aber meistens knapp

Erst am letzten Spieltag sprangen die Grün-Weißen dem Abstiegsgespenst von der Schippe. Platz 14 stand am Ende zu Buche. Acht Siege, drei Remis, 19 Niederlagen. Kein Team verlor öfter. Achtmal mit einem Tor Unterschied, im Frühjahr diesen Jahres drei Wochenenden hintereinander jeweils mit 2:3. Woran lag‘s?

„Es musste sich alles ein bisschen finden“, erklärt Hecker. Soll heißen: Mit Sven Lewandowski kam ein neuer Trainer an die Adolfshöhe. Mit ihm neue Pläne. Neue Ideen. Doch irgendwie fluppte es einfach nicht. Der Saisonstart: Ein ganz bescheidener. Besser gesagt: Komplett verbockt. Der erste Saisonsieg gelang erst am sechsten Spieltag Ende September.

Es musste sich alles ein bisschen finden

Matthias Hecker

„Da denkst du schon drüber nach“, weiß auch Hecker um die Destabilisierung in den Köpfen. Hernach folgten abermals drei Niederlagen, unter anderem ein ganz bitteres 3:4 beim späteren Meister in Albachten. Personelle Konsequenzen zogen die Verantwortlichen erst einmal im Spieler-Bereich: Oumar Diallo kam im Winter zurück, Lucas Neufert wurde reaktiviert. Doch alles half nichts, es brauchte mehr neue Impulse.

Lewandowski, der super Typ und gute Trainer

„Sven ist ein super Typ, ein guter Trainer“, berichtet Hecker. Doch der super Typ, der gute Trainer, er musste weichen. Erst hieß es, zum Saisonende. Julian Spangenberg sollte übernehmen. Grund war Lewandowskis unklare berufliche Zukunft. Nach einer 2:3-Pleite in Mecklenbeck Mitte April war die Zusammenarbeit direkt beendet, Spangenberg machte umgehend rüber aus Rinkerode. Auch er hatte keine Wunderhände. Drei Siege in sechs Spielen sind aber okay, es reichte zur Rettung – mit Ach und Krach.

Altlasten? Nein!

Von Altlasten will Hecker nun nichts wissen. Im Gegenteil. „Das hat vielleicht eher positive Auswirkungen“, glaubt der 32-Jährige gar. Solche Erfahrungen würden zusammenschweißen. Und dann kommt ja noch Kirill Bassauer zurück. „Ein erfahrener Typ, der gute Stimmung verbreitet“, freut sich Hecker. Er selbst kickt weiter. Möglichst oft. Wie im Vorjahr. Da hat er nur an Karneval gefehlt. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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