Reiten: CCI3*-L-Prüfung in Strzegom
Auf die Sekunde genau: Ann-Catrin Bierlein siegt in Polen

Warendorf -

Mit hauchdünnem Vorsprung hat Ann-Catrin Bierlein die CCI3*-L-Prüfung beim Turnier in Strzegom für sich entschieden. Damit hat die 18-Jährige ein wichtiges Ziel für das nächste Jahr erreicht.

Mittwoch, 23.10.2019, 05:00 Uhr
Ann-Catrin Bierlein hat mit Auf geht’s Fräulein Hummel beim finalen Geländeritt der langen CCI3*-L-Prüfung in Polen derart überzeugt, dass sie die EM-Qualifikation für die Jungen Reiter für das kommende Jahr geschafft hat.
Ann-Catrin Bierlein hat mit Auf geht’s Fräulein Hummel beim finalen Geländeritt der langen CCI3*-L-Prüfung in Polen derart überzeugt, dass sie die EM-Qualifikation für die Jungen Reiter für das kommende Jahr geschafft hat. Foto: FN/Martin Förster

Als ob es nicht schon schwierig genug gewesen wäre, diese ganzen Hindernisse zu überwinden. Nein, bei ihrem Ritt im polnischen Strzegom musste Ann-Catrin Bierlein auch noch die Uhr im Auge behalten. Vor dem finalen Geländeritt der langen CCI3*-L-Prüfung lag sie gleichauf mit Calvin Böckmann (Löningen). Dasselbe Dressurergebnis, ein Abwurf im Springen – und sogar im Gelände blieben beide ohne Fehl und Tadel.

Nur eben hatte Bierlein das etwas bessere Zeitgefühl: Die Zielvorgabe von 8:22 Minuten unterbot sie um exakt eine Sekunde. Böckmann war weitere drei Sekunden schneller – damit war die Warendorferin näher dran an der geforderten Marke und holte den Sieg. Beide Reiter haben damit bereits die notwendige EM-Qualifikation für das kommende Jahr als Junge Reiter in der Tasche.

Längere Strecken locker gemeistert

„Natürlich kommt es jetzt darauf an, ob der Bundestrainer uns nominiert. Immerhin ist die Leistungsdichte bei den jungen Reitern sehr hoch. Die formellen Voraussetzungen erfüllen wir aber“, freut sich Bierlein. Gemeinsam mit ihrer Hannoveraner Stute Auf geht’s Fräulein Hummel hat sie sich vom Niveau der internationalen Zwei-Sterne-Prüfung hochgearbeitet bis ins lange Drei-Sterne-Level.

Im September noch im belgischen Waregem landete das Paar auf Rang drei (CCI3*-S). Nun also war es das oberste Podest, das den beiden vorbehalten war. „Im Vergleich zu den kürzeren Prüfungen reitet man 550 Meter pro Minute. Wir waren am Anfang zwar etwas über der Zeit, dann habe ich die letzten Minutenpunkte nicht richtig getroffen. Am Ende aber hat alles wunderbar geklappt“, sagt die 18-Jährige. „Wir haben uns schnell an die längere Strecke gewöhnt.“

Insgesamt sieben internationale Starts hat das Paar in diesem Jahr gemeistert – immer langte es für einen Platz unter den Top Drei. Nun ist für beide Pause und Regeneration angesagt. 2020, dann bei den Jungen Reitern, werden die Uhren auf Null gestellt.

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