Fußball: Kreisliga A
Edmund Chart und Fortuna Walstedde stellen sich den Veränderungen

Walstedde -

Die Liga startet in die zweite Saisonhälfte. Doch Fortuna Walstedde hatte längst nichts mehr mit dem Titelrennen zu tun. Der Vizemeister des Vorjahres hat längst andere Ziele. Was für Trainer Edmund Chart vor dem Rückrundenstart gegen RW Vellern nicht unerwartet kommt.

Freitag, 29.11.2019, 17:06 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 18:16 Uhr
Weichen von ihrem Saisonziel, Platz fünf bis sechs, nicht ab: Trainer Edmund Chart (r.) und sein Sohn und Co-Trainer Andre.
Weichen von ihrem Saisonziel, Platz fünf bis sechs, nicht ab: Trainer Edmund Chart (r.) und sein Sohn und Co-Trainer Andre. Foto: Beckmann

Halbzeit in der Fußball-Kreisliga A Beckum. Und um die Spitze noch im Blick zu behalten, benötigt der Vizemeister der Vorsaison schon ein Fernglas. Satte 17 (!) Punkte beträgt der Rückstand von Fortuna Walstedde auf den SuS Ennigerloh. Da ist die Platzierung auf Rang sieben vor dem Rückrundenstart am Sonntag gegen RW Vellern fast noch der positivste Aspekt. Doch der Trainer hat es kommen sehen. Anders vorgestellt hatte es sich Edmund Chart nicht – wenn auch anders erhofft.

„Nein, wenn ich ehrlich bin, habe ich damit gerechnet. Es gab im Sommer einen kleinen Umbruch. Uns steht nicht mehr die gleiche Mannschaft wie zuvor zur Verfügung“, klärt der 60-Jährige auf: „Ich habe früh angesprochen, dass wir kleinere Brötchen backen müssen.“ Sechs Akteure aus der letztjährigen A-Jugend im Kader sowie ein Randy Mrozik, der noch bei der U19 spielen kann, sind ein Beleg für die Veränderungen.

Hier und dort ist zu viel Stückwerk.

Fortuna-Coach Edmund Chart

Ganz zufrieden, das räumt der Coach ein, sei er natürlich nicht. „Es wäre dennoch mehr möglich gewesen. Aber hier und dort ist zu viel Stückwerk“, sagt Chart. Gemeint ist wohl die Trainingsbeteiligung, die Bereitschaft während der Einheiten sowie die Absagegründe.

Und doch gab des auch Ausreißer – nach oben. Jüngst das 1:1 eben gegen Tabellenführer Ennigerloh, als Fortuna erst spät den Ausgleich hinnehmen muste. „Wir hätten gewinnen müssen“, sagt Chart. Und das gegen die beste Abwehr und den besten Angriff der Liga. Auch das war keine Überraschung für den Coach. „Ich weiß, was wir im Stande sind, zu leisten. Und gegen Ennigerloh hat es gepasst.“

Personalprobleme reißen nicht ab

Was auch ein Wunsch für die personelle Situation ist – dass es passt. Immer wieder hat(te) Fortuna Ausfälle zu beklagen. So Joel Lange, den ein Knorpelschaden stoppt. Oder dessen Bruder Robin Lange, der das Team mitreißen kann. Dass mit Marcel Brillowski ein wichtiger Faktor aus beruflichen Gründen kaum trainieren kann, gehört auch dazu. Für die Partie am Sonntag fallen zudem Aljoscha Freitag, Thorsten Ernst, Kevin Northoff, Nico Rosendahl, Steven Henzel und Felix Grote aus.

Dennoch hissen sie in Walstedde nicht die weiße Fahne. „Wir müssen konstanter werden. Mithalten können wir mit jedem Gegner“, sagt der Trainer. Und in Zahlen? – „Unser Ziel war ein einstelliger Tabellenplatz. Platz fünf bis sechs ist möglich, wäre gut, ist aber schwer.“ Und dann? – Heißt der Trainer nach fünf Jahren – drei mit seinem Sohn Andre an der Seite – auch weiterhin Edmund Chart? „Wir fühlen uns in Walstedde sehr wohl“, sagt der „Chef“. Mehr sagt er nicht.

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7098261?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57555%2F
2:0 gegen Magdeburg: Preußen Münster beendet Sieglosserie
Er kann es noch; Rufat Dadashov (2.v.l.) erzielte wie in Meppen ein Tor, dieses Mal zur 1:0-Führung
Nachrichten-Ticker