Fußball: Bezirksliga 7
Zweikampf an der Spitze – im Keller zittern sechs Teams um den Ligaverbleib

Drensteinfurt -

Bis Mitte Februar ruht der Ball in der Bezirksliga 7. Zwei Rückrundenspieltage standen vor Weihnachten auf dem Programm. Eilig hatten es nur BW Sünninghausen und RW Mastholte, die ihr Auftaktspiel nach der Winterpause bereits vorzogen.

Montag, 23.12.2019, 05:00 Uhr
Nicht nur Schönspielerei: Die Mannschaft des SV Drensteinfurt hat in 17 Begegnungen bewiesen, dass sie auch kämpferisch überzeugen kann. In dieser Szene setzt Leon van Elten (rot) zur Grätsche an.
Nicht nur Schönspielerei: Die Mannschaft des SV Drensteinfurt hat in 17 Begegnungen bewiesen, dass sie auch kämpferisch überzeugen kann. In dieser Szene setzt Leon van Elten (rot) zur Grätsche an.

Insgesamt 570 Tore fielen in 135 Spielen bis zur Winterpause. Pro Partie lag der Schnitt somit bei 4,22 Treffern. Die Heimteams erzielten 58 Prozent aller Tore (330), während die Gäste 240-mal zuschlugen. 176 Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein, neun Treffer wurden per Eigentor erzielt.

Die meisten Torschützen stellte Spitzenreiter Bockum-Hövel mit 15 Spielern. Für Hultrop schossen sechs verschiedene Akteure 19 Tore. In keinem anderen Klub waren es weniger.

71 Heimsiege wurden registriert (53 Prozent). In 44 Partien konnten sich die Gäste durchsetzen (33 Prozent), 20 Spiele endeten unentschieden.

SV Drensteinfurt schafft längste Siegesserie

18 Begegnungen endeten mit einem 3:0-Erfolg - Rekord. In 14 Spielen hieß es nach 90 Minuten 3:1, je zehnmal tauchte ein 2:1, 1:0 oder 4:1 auf. In sechs Partien fielen keine Treffer. Acht Siege in Folge legte Drensteinfurt hin. Es war die längste Siegesserie bis zur Winterpause. Auch elf Spiele in Serie ohne Niederlage der Stewwerter sind Saisonrekord. Sechsmal erzielte der Drensteinfurter Diogo Castro dabei das Tor zum 1:0 – Ligarekord. 13 Niederlagen am Stück leistete sich Schlusslicht Hamm II. Es war die längste Pleitenserie.

Nur neuen Partien konnten nach einem Pausenrückstand in einen Sieg gedreht werden. Je zweimal schafften das der TuS Freckenhorst, SC Sönnern und Westfalia Soest.

In der Liga-Spitze bleibt es ebenso spannend, wie im Tabellenkeller. Aussichtsreich sind die Chancen des SV Drensteinfurt im Kampf um die Meisterschaft. Direkt am ersten Spieltag nach der Winterpause hat das Team von Trainer Oliver Logermann die Chance, im direkten Aufeinandertreffen mit Bockum-Hövel den Abstand auf nur einen Zähler zu verkürzen.

Ligagipfel nach der Winterpause

Für die Hammer SpVg II dürfte der Klassenerhalt unmöglich bleiben. Zwischen Rang zehn (SC Sönnern/19 Punkte) und Rang 15 (BW Sünninghausen (zwölf Punkte) aber liegen nur sieben Punkte. Noch ist nicht ausgemacht, wer den Hammern in die Kreisliga folgen wird. Der Landesliga-Absteiger dürfte nach einem Punkt aus 17 Spielen gleich direkt durchgereicht werden in die Kreisliga A. Der direkte Durchmarsch von der Landes- in die A-Liga ist indes in der Staffel nichts Ungewöhnliches. Dieses Schicksal ereilte in den letzten 25 Jahren insgesamt sieben Teams: FSC Rheda (2002), Ahlener TSV (2004), Ahlener SG (2005), Soester SV (2009), VfL Wolbeck (2012), SV Heessen (2012) und SG Oestinghausen (2013).

Die anderen beiden Abstiegsplätze nehmen mit Sünninghausen ein Vorjahresneuling und Westfalen Liesborn ein Aufsteiger ein. Der vielfach zitierte Spruch, dass das zweite Jahr immer das schwerste sei, ist statistisch gesehen Unsinn, was Sünninghausens Trainer Casu gerne hören dürfte.

20 Mal steigt der Aufsteiger direkt wieder ab

Von 81 Absteigern aus der Staffel 7 seit der Saison 1995/96 ereilte es 20-mal einen Aufsteiger direkt im ersten Jahr, 15-mal erst in der zweiten Saison. Sünninghausens Abstiegswahrscheinlichkeit läge damit bei 19 Prozent, die von Westfalen Liesborn bei 25.

Eine andere Betrachtungsweise zeichnet allerdings ein düsteres Bild. Elf der letzten 23 Tabellen-14. nach dem 17. Spieltag stiegen am Ende ab. Liesborns Abstiegswahrscheinlichkeit läge dann bei satten 48 Prozent.

Für Sünninghausen auf Rang 15 sähe es noch einmal deutlich schlechter aus bei einer Abstiegswahrscheinlichkeit von satten 74 Prozent – 17 von 23 stiegen ab. Allerdings schafften es die Blau-Weißen im Vorjahr schon einmal, sich aus ähnlicher Situation zu retten.

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