Fußball: Fortuna-Cup
Titeltraum der E-Jugend bleibt (vorerst) ein Traum

Walstedde -

Die Generalprobe beim Neujahrsturnier des SV Drensteinfurt bestanden die E-Jugend-Nachwuchsfußballer aus Walstedde mit Bravour. Nur knapp schrammte die von Robin Lachowicz trainierte Truppe am Titelgewinn vorbei. Ordentlich Selbstbewusstsein tankten die Fortunen dabei für den großen Auftritt beim eigenen Turnier, dem Fortuna-Cup.

Dienstag, 14.01.2020, 11:08 Uhr
Fußball: Fortuna-Cup: Titeltraum der E-Jugend bleibt (vorerst) ein Traum
Foto: Simon Beckmann

„Die Jungs und Mädels sind heiß“, verrät Lachowicz vor dem Beginn des „Hallenzaubers“, bei dem die gastgebenden Fortunen auf die SG Bockum-Hövel, die SG Telgte , TuS Westfalia Wethmar und die Ahlener SG treffen. „Es wäre schön, auch mal beim Fortuna Cup zu gewinnen. Den Titel hätte sich die Truppe verdient“, schiebt der Übungsleiter lachend hinterher. „Aber hauptsächlich steht dann doch der Spaß im Vordergrund. Das ist das Wichtigste.“ Denn das eigene Turnier – der Fortuna-Cup findet traditionell im Januar in der Dreingau-Halle in Stewwert statt – sei für die Nachwuchskicker immer ein Highlight. „Da kommen immer viele Zuschauer. Die Atmosphäre ist einfach zum Genießen“, bemerkt Lachowicz.

In diesem Jahr kann der Trainer auf elf Akteure – darunter zehn Jungs und ein Mädchen – zurückgreifen. Eifrig streifen sich die Neun- und Zehnjährigen vor der ersten Begegnung ihre Trikots, Hosen und Stutzen über und ziehen ihre Hallenschuhe an. Danach werden kurz die Regeln besprochen, bevor es bei der Ansprache etwas ernster wird. „Ihr müsst beim Blockwechsel alle wach sein. Sonst funktioniert das nicht“, appelliert Lachowicz und ergänzt: „Nutzt die Bande. Das ist euer Freund.“ Ebenfalls fordert er von seiner Mannschaft, den Gegner schnell zuzustellen und so dem Torwart beim Abwurf keine Anspielmöglichkeiten zu geben. „Teilt euch eure Gegenspieler ein. Macht das eigenständig“, so der Coach. „Habt Spaß. Gebt Vollgas und kämpft füreinander.“

Wenige Sekunden später stehen die Walstedder dann schon in der Halle. Applaus hallt von der Tribüne runter, die SG Bockum-Hövel als erster Gegner ist ebenfalls schon anwesend – und die legt fulminant los, führt nach zwei Minuten bereits mit 2:0. Danach fangen sich die Walstedder etwas, allerdings nicht genug, um die Partie zu drehen. Am Ende müssen die Fortunen eine 0:3-Pleite einstecken.

Noch schlechter läuft es im zweiten Spiel gegen die Ahlener SG. Schnell liegt die Lachowicz-Truppe mit 0:3 hinten und fängt sich im weiteren Verlauf noch einmal drei Gegentreffer ein. „Wir sind völlig am Pennen“, bricht es aus dem Übungsleiter heraus. Zurück in der Kabine rüttelt er sein Team wach: „Bei uns funktionieren die einfachsten Dinge nicht. Dabei ist das doch alles in euren Köpfen. Hört auf, euch zu verstecken und fangt an, miteinander zu sprechen. Die ersten beiden Spiele haken wir jetzt ab und ihr zeigt jetzt, was ihr könnt.“

Seine Worte scheinen Anklang zu finden. In der dritten Partie gegen Westfalia Wethmar spielen die Fortunen wie ausgewechselt auf und erarbeiten sich schnell mehrere Möglichkeiten, von denen allerdings keine in ein Tor umgemünzt werden kann. Die Vorstöße des Gegners gehen die Walstedder nun ebenfalls galliger an. Im Notfall verschafft der bärenstarke Luis Post im Gehäuse seiner Mannschaft den passenden Rückhalt. Lange bleibt es deswegen bei einem 0:0. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff kombinieren sich die Fortunen noch einmal schnell nach vorne. Kapitän Fynn Große Hundrup schließt aus acht Metern ab. Der fulminante Distanzschuss landet im Tor. Die Führung. Doch Pech für die Walstedder: Der Unparteiische hatte die Partie wegen eines Foulspiels zuvor schon unterbrochen. Es bleibt also beim torlosen Remis.

In der letzten Begegnung des Tages gegen Telgte war den Fortunen dann ebenfalls kein Sieg vergönnt. Immerhin gelingt der U11 aber durch Große Hundrup bei der 1:4-Niederlage ein Ehrentreffer.

Richtig zufrieden sind die Nachwuchskicker mit ihrem Abschneiden – die Walstedder wurden hinter Bockum-Hövel, ASG, Wethmar und Telgte Fünfter – aber nicht. „Wir können eigentlich besseren Fußball zeigen“, meint der neunjährige Ben Hagedorn. Sein Mitspieler Mika Nulle ergänzt: „Wir waren einfach nicht konzentriert genug. Mit den Blockwechseln kamen wir auch nicht so gut zurecht.“ Trainer Robin Lachowicz war zwar ebenfalls nicht 100-prozentig zufrieden, weiß aber, an welchen Stellschrauben er für die nächsten Hallenturniere zu drehen hat. „Leider waren wir nicht wach genug, aber die Gegner waren auch sehr stark. Der fünfte Platz geht schon so in Ordnung“, resümierte er.

Und wer weiß? Vielleicht ist den Nachwuchskickern im nächsten Jahr mal der Titel vergönnt.

 

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