Handball: Bezirksliga
Derby in Warendorf: Schafft Sendenhorst die Überraschung?

Warendorf -

In der Handball-Bezirksliga bricht an diesem Wochenende der 13. Spieltag an, ein Zeitpunkt, an dem sich die Liga langsam aber sicher sortiert hat. Wenn also die beiden Trainer Stefan Hamsen, Übungsleiter bei der WSU, und Thorsten Szymanski, verantwortlich für die SG Sendenhorst, über die Sachlage vor der kommenden Auseinandersetzung (Sonntag, 18 Uhr) sprechen, dann hat das wenig mit Schmeichelei zu tun.

Freitag, 24.01.2020, 18:18 Uhr aktualisiert: 26.01.2020, 20:58 Uhr
Dass die Spieler der WSU hier und dort auch mal aufs Tor werfen, wird die Defensive der SG Sendenhorst nicht verhindern können – sie wird aber alles daran setzen, dass möglichst wenig Bälle im Netz landen.
Dass die Spieler der WSU hier und dort auch mal aufs Tor werfen, wird die Defensive der SG Sendenhorst nicht verhindern können – sie wird aber alles daran setzen, dass möglichst wenig Bälle im Netz landen. Foto: R. Penno

Vielmehr schieben sie sich – abgelesen an den jüngsten Resultaten und der knallharten Realität des Tabellenstandes – höflichst die Rollen zu.

„Natürlich ist Warendorf favorisiert. Ich zähle sie zu den Top-3-Teams der Liga“, sagt Thorsten Szymanski , ohne dabei in buddhistische Genügsamkeit zu verfallen. „Auch wir aber haben uns entwickelt. Das hat man im Spiel gegen Ochtrup (Tabellenzweiter; d. Red.) gesehen, denen wir lange Zeit das Leben schwer gemacht haben. Wir fahren schon nach Warendorf, um die zu ärgern. Wenn uns das gelingt, wird man sehen, wofür das am Ende der 60 Minuten gut ist.“

Der Wellengang der Sendenhorster, er wird mit Fortdauern der Saison immer geschmeidiger; ob erste, zweite oder dritte Welle – immer häufiger führen die Offensivaktionen zum gewünschten Ergebnis. „Wir bewegen uns Schritt für Schritt in die richtige Richtung. Erst mussten wir uns individuell entwickeln – jetzt greifen die Mechanismen auch als Gruppe“, sagt Szymanski. „Es ist noch nicht alles perfekt, aber es ist gut geworden.“

Erneut ohne Haftmittel

In Warendorf wird seine Mannschaft erneut auf das geliebte Haftmittel verzichten müssen – zuletzt war eben jener Umstand ein akuter Fehlwurffaktor.

„Ich will das nicht immer als Ausrede gelten lassen. Aber natürlich spielt das den Gastgebern in die Karten. Wir haben das zuletzt häufig trainiert und müssen jetzt zusehen, dass wir im Abschluss konzentriert bleiben“, sagt der SG-Coach. Vor allem die Ausbeute bei freien Würfen und Siebenmetern müsse besser werden. „Sonst nimmt uns das die Chance, mit solch einem Gegner wie Warendorf auf Augenhöhe zu spielen.“

Sein Gegenüber, WSU-Trainer Stefan Hamsen , schickt sein Team mit dem Selbstbewusstsein auf die Platte, am vergangenen Spieltag den Spitzenreiter Havixbeck geschlagen zu haben. „Natürlich werfe ich als Trainer immer auch ein Auge auf den Gegner, und natürlich habe ich registriert, dass sich in Sendenhorst einiges getan hat. Meine Mannschaft aber hat gegen Havixbeck gezeigt, was sie zu leisten im Stande ist. Wir gehen mit dem nötigen Respekt in die Begegnung. Ich weiß aber, dass ich mich auf mein Team verlassen kann: Wir werden mit dem gleichen Feuer aufs Feld gehen wie gegen Havixbeck und dann haben wir in eigener Halle alle Trümpfe in der Hand.“

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