Sportabzeichen-Verleihung beim Stützpunkt Drensteinfurt
„Die Beteiligung war sehr, sehr gut: Wir sind total begeistert“

359 Sportabzeichen verlieh der Sportabzeichen Stützpunkt für die erbrachten Leistungen im Jahr 2019. Das waren satte 131 mehr, als noch im Jahr 2018. Kein Wunder, dass nicht nur die Würdenträger der Stadt Drensteinfurt begeistert waren, sondern auch Ulrike Fronda, die Leiterin des Stützpunktes.

Sonntag, 02.02.2020, 15:10 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 20:12 Uhr
Sportabzeichen Verleihung Drensteinfurt Januar 2020
Sportabzeichen Verleihung Drensteinfurt Januar 2020 Foto: M. Wiesrecker

Von Anfang Juni bis Ende September hatten die Bürger der Stadt Drensteinfurt die Möglichkeit, das Sportabzeichen abzulegen. Vor der Verleihung in der Alten Post mit dem Bürgermeister Carsten Grawunder – in Walstedde gibt es einen Extra-Termin – zog Ulrike Fronda , die Leiterin des Sportabzeichen-Stützpunktes Drensteinfurt, im Interview mit unserem Mitarbeiter Matthias Kleineidam Bilanz.

 

Als Stützpunktleiterin sollte man als positives Beispiel vorangehen. Haben Sie das Abzeichen selbst wieder abgelegt und – falls ja – zum wievielten Mal?

 

Fronda: Habe ich gemacht, selbstverständlich. Ich glaube zum 23. Mal. Normalerweise mache ich es schon am Anfang der Saison. Aber es muss ja auch ein Prüfer da sein, der es für mich abnimmt.

Wie ist die vergangene Saison gelaufen? Wie viele Sportabzeichen verzeichnet der Stützpunkt für das Jahr 2019?

 

Fronda: Wir sind total begeistert. Die Saison war wesentlich besser als 2018. 178 Erwachsene, 123 Jugendliche und 58 Minis haben das Sportabzeichen geschafft. Darüber hinaus gibt es zwölf Familien-Sportabzeichen. 2018 hatten wir inklusive Minis 228 Abzeichen, jetzt sind es 359. Das ist natürlich ein Unterschied und freut mich riesig. Die Beteiligung war sehr, sehr gut.

Was sind die Gründe für die deutliche Steigerung?

 

Fronda: Das kam natürlich auch durch den Deal, den wir mit der DJK gemacht haben.

Um wieder mehr Mitglieder zu motivieren, an der Sportabzeichen-Abnahme teilzunehmen, hatte die DJK Olympia Drensteinfurt insgesamt 600 Euro für die Gruppenkassen ausgelobt. 300 Euro für Platz eins, 200 Euro für Rang zwei und 100 Euro für Platz drei. Wer hat den vereinsinternen Wettbewerb denn gewonnen?

 

Fronda: Die Mittwochs-Männergruppe von Manfred Bartmann hat den ersten Platz belegt, die Turnerinnen von Ann Christin Rüsken sind auf Platz zwei gelandet, und Dritter wurde die Montags-Sportgruppe von Manfred Bartmann. Der Wettbewerb ist auf jeden Fall super angekommen. Ich denke, dass etwa 85 DJKler an der Sportabzeichen-Abnahme teilgenommen haben. Durch den Wettbewerb war es auch sehr lustig im vergangenen Jahr. Manfred Bartmann (Übungsleiter der DJK Drensteinfurt/Anmerkung der Redaktion) ist sehr akribisch, guckt immer ganz genau und hat seine Gruppen im Griff. Er sagte dann so schön: „Ich komme nächsten Mittwoch und dann machen wir das mit meiner Gruppe.“ Dann kam er und es standen da nur drei Männer. Und dann habe ich ganz großkotzig gesagt: „Mensch Manni, das ist jetzt deine Gruppe?“ Und musste lachen. Daraufhin sagte er: „Dann dreh dich doch mal um.“ Ich drehte mich um und plötzlich kamen 20 Männer. Ich war baff. Das war irre, das fand ich so gut.

Sie sind seit 2013 Stützpunktleiterin. Welche Leistungen haben Sie in all den Jahren am meisten beeindruckt?

 

Fronda: Alle bringen ihre Leistungen, und viele müssen an ihre Grenzen gehen. Mich persönlich beeindruckt vor allem Hildegard Jaisfeld, die zum 40. Mal das Sportabzeichen gemacht hat. Manfred Kraft kommt auf 42, Monika Haverkamp auf 37 Abzeichen. Das ist schon bemerkenswert.

Wie viele der Anwärter schaffen das Sportabzeichen tatsächlich?

 

Fronda: Jeder kann es schaffen. Es gibt viele Mittel und Wege, dass man es hinkriegt. Es gibt natürlich auch welche, die scheitern und merken: Es geht gar nicht. Das ist aber eher selten.

Die Teilnehmer müssen je eine Disziplin aus den vier Leistungskategorien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination absolvieren. In welchem Bereich tun sie sich am schwersten?

Fronda: Beim Schleuderball, also im Bereich Koordination. Die Technik ist halt schwierig, da haben die meisten Leute wirklich Probleme. Weitsprung ist auch schwierig. Viele trauen sich das im Alter auch nicht mehr zu, weil sie Bedenken haben, in die Grube zu springen. Natürlich kann man Alternativen zum Weitsprung auswählen. Das ist aber im Jungen-Bereich sehr schwierig, wenn es zum Beispiel um den Doppeldurchschlag beim Seilspringen geht.

Beim Schleuderball, also im Bereich Koordination. Die Technik ist halt schwierig, da haben die meisten Leute wirklich Probleme. Weitsprung ist auch schwierig. Viele trauen sich das im Alter auch nicht mehr zu, weil sie Bedenken haben, in die Grube zu springen. Natürlich kann man Alternativen zum Weitsprung auswählen. Das ist aber im Jungen-Bereich sehr schwierig, wenn es zum Beispiel um den Doppeldurchschlag beim Seilspringen geht.
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