Fußball: Kreisliga A Beckum
Ahlener Vereine sind noch lange nicht aus dem Schneider

Ahlen -

Am kommenden Wochenende erwacht die Kreisliga A aus dem Winterschlaf. Zwölf Spieltage stehen noch auf dem Programm, ehe die Auf- und Absteiger bestimmt sind. Wie stehen die Chancen, insbesondere der Ahlener Mannschaften?

Dienstag, 25.02.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 14:30 Uhr
Sind mit ihren Vereinen noch im Meisterschaftsrennen bzw. Kampf um den Klassenerhalt involviert: Westfalia Vorhelms Jan-Hendrik Schmitz (rechts) und Suryoye Ahlens Stefan Tuna.
Sind mit ihren Vereinen noch im Meisterschaftsrennen bzw. Kampf um den Klassenerhalt involviert: Westfalia Vorhelms Jan-Hendrik Schmitz (rechts) und Suryoye Ahlens Stefan Tuna. Foto: Lars Gummich

Am kommenden Wochenende erwacht auch die heimische Kreisliga endgültig aus dem Winterschlaf. Vor Wochenfrist trafen sich schon der SC Roland Beckum 2 und Germania Lette zum Nachholspiel, welches die Roländer mit 5:2 für sich entschieden. Zwölf Spieltage stehen noch auf dem Programm, ehe die Auf- und Absteiger bestimmt sind. Wie stehen die Chancen, insbesondere der Ahlener Mannschaften?

SVN hat gute Chancen auf den Titel

Im Rennen um Platz eins hat bislang der SV Neubeckum die Nase vorn. 2014 war der Club nach zweijähriger Klassenzugehörigkeit aus der Bezirksliga abgestiegen. Zuvor hatte der SVN bis 2000 in der Bezirksliga gespielt, gehörte dort schon fast zum Inventar.

Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf Absteiger SuS Ennigerloh. Das ist stattlich, denn seit 2007/08 erspielten sich nur drei Tabellenführer bis zum 18. Spieltag einen größeren Vorsprung. Den Rekord hält immer noch Vorwärts Ahlen, das in der Saison 2012/13 auf den SC Lippetal elf Punkte Vorsprung hatte, die zum Saisonende allerdings auf sieben zusammenschmolzen. Doch wie stehen die Meisterschaftschancen der Neubeckumer? In den letzten zwölf Jahren setzte sich achtmal das Team durch, das auch nach 18 Spielen an der Spitze der A-Liga stand.

Von 2010 bis 2015 konnte der Führende sechsmal in Folge den ersten Platz behaupten. Die Ahlener SG war das einzige Team, welches zweimal scheiterte und den Platz an der Sonne noch räumen musste (2008, 2016).

Der Zweite hat kaum Chancen

Die Historie zeigt, dass die Chancen des Tabellenzweiten eher geringer Natur sind. Nur zwei der letzten zwölf Zweiten hievten sich noch auf den ersten Platz. Letztmals glückte das der Ahlener SG im Jahr 2009. Der einzige Dritte, der jemals noch auf Platz eins sprang, war der SC Roland 2 in der Saison 2015/16. Den größten Sprung machte SuS Ennigerloh in der Spielzeit 2016/17, das am 18. Spieltag den fünften Rang belegte und trotzdem am Ende Meister wurde.

Das lässt den aktuellen Fünften Westfalia Vorhelm hoffen. Doch der historische Fall zeigt, dass die Situation damals anders war. Ennigerloh hatte auf die Spitze nur einen Rückstand von sieben Zählern, Vorhelm hinkt in dieser Saison schon 16 Punkte hinterher.

Mehr als die Hälfte hält die Klasse

Im Tabellenkeller ist hingegen noch alles offen. Aufsteiger Ennigerloh 2 ist zwar Letzter, aber das rettende Ufer ist nur drei Zähler entfernt. Dort lauert zunächst Aramäer Ahlen, weitere drei Punkte entfernt rangiert mit SKS Ahlen ein weiterer heimischer Verein. Wie groß ist die Abstiegsgefahr für diese beiden Vereine? Fünf der letzten zwölf Vorletzten nach dem 18. Spieltag stiegen ab.

Aramäer Ahlens Abstiegssorgen summieren sich so zu 42 Prozent. Aber auch SKS Ahlen ist nicht aus dem Schneider. Historisch mussten immerhin noch drei von zwölf Tabellendrittletzten am Ende den Gang in die Kreisliga B antreten. Jeden Vierten traf es somit. Allerdings ist die Bilanz der Tabellen-16. seit der Saison 2007/08 verheerend. Vor zwei Jahren konnte sich der SuS Enniger als einziges Team retten. Das dürfte schwer werden für die Ennigerloher Reserve. Die heimischen Teams aus Ahlen dürften hoffen, dass diese Serie weiter Bestand hat.

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