Handball: 3. Liga
Ahlener SG hofft in unklarer Situation auf den Klassenerhalt

Ahlen -

Wie geht es weiter? Diese Frage stellen sich zurzeit viele Sportler. Für die Ahlener SG ist die Antwort aber von essenzieller Bedeutung. Der abstiegsbedrohte Handball-Drittligist hatte gerade auf den Start in einen starken Saison-Endspurt gehofft als die Zwangspause kam. Nun ist noch immer unklar, ob nächste Saison eine Liga tiefer gespielt werden muss oder nicht.

Freitag, 03.04.2020, 16:34 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 17:26 Uhr
Handball: 3. Liga: Ahlener SG hofft in unklarer Situation auf den Klassenerhalt

Als Mattes Rogowski , Kapitän des Handball-Drittligisten Ahlener SG , am Freitag, 6. März, um kurz nach halb zehn den Ball zum 26:26-Unentschieden im gegnerischen Tor versenkte, ahnte niemand, dass dies das vorerst letzte Spiel der Saison gewesen sein sollte. Die Mannschaft von Trainer Sascha Bertow feierte den Punktgewinn wie einen Sieg. Es war ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt, dem weitere folgen sollten. Doch daraus wurde nichts. Das Coronavirus hat dem Sport den Stecker gezogen.

„Das ist für uns ein Schlag ins Kontor“, sagt Klaus Jäger , Geschäftsführer des Ahlener Handball-Leistungszentrums. „Die Leistungskurve der Mannschaft hat mit dem Punktgewinn beim Tabellendritten klar nach oben gezeigt. Und dann war auf einmal Schluss. Wir wissen bis heute nicht, wie es weitergehen wird.“

Ob die Saison noch zu Ende gespielt werden kann, ist unklar.

Klaus Jäger geht von Verbleib in der Dritten Liga aus

Genauso wie die Frage, ob es Auf- oder Absteiger geben wird. Der Deutsche-Handball-Bund (DHB) hat sich dazu noch nicht geäußert. Das bringt die Vereine in Deutschlands dritthöchster Spielklasse in arge Schwierigkeiten, vom Ersten bis zum Letzten. Auch der Tabellenführer Wilhelmshavener HV wartet sehnsüchtig auf die Nachricht, ob es mit dem Aufstieg klappt.

Jäger hat indes die Hoffnung, dass es in außergewöhnlichen Zeiten auch zu außergewöhnlichen Entscheidungen kommt. Im Klartext: „Ich gehe davon aus, dass wir in der Dritten Liga verbleiben“, erklärt er. „Wir müssen ja ein Szenario annehmen, denn wir müssen für die kommende Saison planen.“

Kaderplanungen für die kommende Saison laufen

Der Geschäftsführer, der zusammen mit Andreas Bartscher die Geschicke der Ahlener Handballer lenkt, hat schon viele sportliche Höhen und Tiefen durchlebt. Aber so eine Situation wie diese noch nie.

Anfang April wissen die Verantwortlichen noch nicht, wohin die Reise gehen wird. „Planen wir für Liga drei oder müssen wir uns auf eine Saison in der Oberliga einrichten? Ich weiß es nicht“, ist Jäger ratlos. Klar ist, dass die Verantwortlichen eine schlagkräftige Mannschaft für die kommende Spielzeit auf die Beine stellen müssen. Wie diese aussehen wird, davon haben Bartscher und Jäger eine Vorstellung, doch ob die auch umzusetzen ist, kann derzeit keiner sagen, denn neben der sportlichen Entscheidung ist auch die Finanzierung durch die Sponsoren nicht sicher.

Mannschaft verzichtet auf Geld

„Die Mannschaft ist uns finanziell entgegengekommen. Die haben auf einiges an Geld verzichtet. Davor ziehe ich den Hut“, zollt der Geschäftsführer seinen Spielern Respekt. „Andreas und ich werden nun mit jedem Sponsor persönlich über sein Engagement reden. Klar ist, dass es in Zeiten von Kurzarbeit nicht leicht wird, Geld für den Sport zu akquirieren. Aber wir arbeiten daran.“

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