Handball: Bezirksliga
Zwillinge freuen sich über Zeit mit Papa – WSU-Trainer Stefan Hamsen mimt den Entertainer

Warendorf -

Was macht ein Trainer, der momentan auch noch in Kurzarbeit ist und deshalb unfreiwillig viel Freizeit hat? „Ich beschäftige mich mit meinen Kindern“, sagt Stefan Hamsen lachend. Eigentlich hätte er noch die Bezirksliga-Handballer der Warendorfer Sportunion zu bespaßen.

Donnerstag, 09.04.2020, 18:48 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 19:00 Uhr
Stefan Hamsen (l.) ist derzeit nicht als Trainer der WSU-Handballer gefragt. Dafür verbringt er viel Zeit mit seinen 22 Monate alten Zwillingen Leni und Fee.
Stefan Hamsen (l.) ist derzeit nicht als Trainer der WSU-Handballer gefragt. Dafür verbringt er viel Zeit mit seinen 22 Monate alten Zwillingen Leni und Fee. Foto: R. Penno

Stattdessen kümmert er sich nun vermehrt um die 22 Monate alten Zwillinge Leni und Fee. „Die beiden freuen sich drüber“, sagt Hamsen . „Der Papa ist halt fast rund um die Uhr da und gibt den Entertainer. Das ist so ähnlich wie die Elternzeit, nur ungewollt.“

Lange Spaziergänge statt Hallenaction

Hamsens sportlichen Betätigungen sind derzeit vor allem ausgedehnte Spaziergänge mit dem Nachwuchs. „Ich dachte, ich kenne Sassenberg, spätestens jetzt habe ich aber wirklich jeden Winkel erkundet“, hat er selbst in diesen Zeiten seinen Humor nicht verloren.

In Bezug auf Handball läuft dagegen derzeit nichts. Seine Mannschaft hat auch keine Hausaufgaben bekommen. „Der Kader hat frei. Jeder soll es handhaben, wie er sich wohlfühlt. Bei so einem Gruselszenario will ich niemandem Vorschriften machen“, stellt Hamsen klar. „Meine Spieler sind zwischen 18 und 27 Jahre alt. Da gehe ich fast davon aus, dass alle mal die Laufschuhe schnüren. Es sind eben Sportler, und was sollen sie auch sonst machen?“

Hamsen sieht Abbruch als sinnvollste Option an

Bezüglich des weiteren Saisonverlaufs glaubt Hamsen nur an einen Abbruch auf Basis der bisherigen Ergebnisse. „Mit fällt keine bessere Lösung ein. Ich möchte auch nicht in der Haut derer stecken, die das entscheiden müssen“, sagt Hamsen. „Aber seien wir doch mal ehrlich: Auf unserem Niveau wäre das doch kein Problem und höchstens etwas ärgerlich. Mehr nicht. Sollte die Saison annulliert werden, wären wieder andere Mannschaften verärgert.“

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