Fußball: Oberliga Westfalen
Christian Britscho und Timo Janczak in Wattenscheid vorgestellt

Ahlen -

Spätestens jetzt ist es amtlich: Rot-Weiß Ahlens Trainer Christian Britscho und sein Co. Timo Janczak fangen im Sommer bei der SG Wattenscheid an. Der Verein hat das Gespann nun offiziell vorgestellt. Bei dem insolventen Oberligisten muss ein komplett neues Team zusammengestellt werden. In Ahlen geht derweil die Suche nach einem Nachfolger weiter.

Dienstag, 14.04.2020, 16:08 Uhr aktualisiert: 14.04.2020, 17:13 Uhr
Auf zu neuen Ufern: RWA-Trainer Christian Britscho (Bild) übernimmt im Sommer zusammen mit seinem Co Timo Janczak bei der SG Wattenscheid. Der Verein hat das neue Gespann nun offiziell vorgestellt.
Auf zu neuen Ufern: RWA-Trainer Christian Britscho (Bild) übernimmt im Sommer zusammen mit seinem Co Timo Janczak bei der SG Wattenscheid. Der Verein hat das neue Gespann nun offiziell vorgestellt. Foto: Marc Kreisel

Der Spielbetrieb ruht, die Planungen für die kommende Saison dagegen nicht. Für den aktuellen RWA-Trainer Christian Britscho und seinen Co Timo Janczak wird diese an neuer Wirkungsstätte eine ganz besondere Herausforderung. Beide wechseln wie berichtet zur SG Wattenscheid, wo sie ab Sommer den Oberligisten und damit eine komplett neu zu formierende Mannschaft übernehmen.

Britscho kommt mit vielen Vorschusslorbeeren

Der ehemalige Bundesliga-Club hat das Gespann nun offiziell vorgestellt und dabei noch einmal klargemacht, dass es sich um echte Wunschkandidaten handelt. „Wir haben mit Christian einen Trainer gefunden, der zu einhundert Prozent in das von uns definierte Anforderungsprofil passt. Er hat viele Jahre in einem Nachwuchsleistungszentrum tolle Arbeit geleistet und in den vergangenen anderthalb Jahren 73 Punkte mit Ahlen in der Oberliga Westfalen geholt. Er kennt die Liga, hat jahrelang immer wieder bewiesen, wie man eine junge Mannschaft entwickelt und an allen Wirkungsstätten im positiven Sinne seine Spuren hinterlassen“, sagt Christian Pozo y Tamayo, Sportvorstand der Schwarz-Weißen, auf der Vereinshomepage.

Insolventer Regionalligist muss sich in der Oberliga komplett neu aufstellen

Für den in Bochum lebenden Britscho war dabei auch die unmittelbare Nähe ausschlaggebend. Dass die langen Fahrten nach Ahlen mehrmals pro Woche an den Kräften zehrten, daraus hatte er keinen Hehl gemacht. Deutlich weniger Fahrerei, aber dennoch keinen ganz einfachen Job findet er nun in seiner Nachbarschaft vor. Die Wattenscheider spielten zuletzt Regionalliga, meldeten in der laufenden Spielzeit aber Insolvenz an und müssen sich nun in der Oberliga komplett neu aufstellen.

Britscho sieht die neue Aufgabe als Herausforderung

Dass Britscho davor nicht zurückschreckt, hat er bei den Ahlenern schon vor der aktuellen Spielzeit bewiesen. Denn auch die Rot-Weißen haben im Sommer nach einer zuvor enttäuschenden Spielzeit einen großen Umbruch vollzogen. Mit Erfolg: Aktuell stehen die Werse­städter in der Oberliga auf Rang drei und hoffen noch auf den Aufstieg. In diesem Fall gäbe es dann allerdings in der kommenden Spielzeit kein Wiedersehen mit ihrem Noch-Trainer. Zugegeben: Bis dahin muss noch sehr viel passieren.

Britscho jedenfalls scheint sich schon auf die neue Herausforderung zu freuen. Der Verein zitiert ihn mit folgenden Worten: „Die SG 09 ist ein großartiger Verein mit einer sehr bewegten Geschichte. Jetzt liegt es an uns, die Zukunft zu gestalten.“

Nachfolger in Ahlen soll aus der Region kommen

RW Ahlens Manager Joachim Krug hat den kommenden Abschied von Christian Britscho inzwischen akzeptiert. Aber leicht war es nicht. „Er ist einer der Besten, den wir je in Ahlen hatten“, sagt Krug. Britschos Nachfolge ist indes noch nicht geregelt. „Jetzt ist ja viel Zeit, um Gespräche zu führen“, sagt Ahlens Manager. „Zwar nur am Telefon, aber auch da gab es gute Ergebnisse.“ Mit vielen möglichen neuen Trainern habe er schon Kontakt gehabt, es habe einige hoch qualifizierte Bewerber gegeben. Aus der Region sollte der Neue sein, nicht wieder 100 Kilometer fahren müssen. „Wir mussten zwar auch vielen Kandidaten absagen, weil sie nicht finanzierbar waren, aber es war schön, zu sehen, dass RW Ahlen immer noch einen guten Ruf hat und gute Interessenten anzieht.“ Im Anschluss folgen die Gespräche mit den Spielern, 25 Mann warten auf Angebote. „Ich glaube nicht, dass es große Kaderverschiebungen geben wird“, sagt Krug. -uwe-

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