Schachfreunde Telgte führen die Verbandsliga-Tabelle an
Peter Esser: „Das ist mehr als eine Sensation“

Telgte -

Zwei Runden vor Schluss wurde die Saison wegen der Corona-Krise unterbrochen. Bitter für die Schachfreunde Telgte, die in der Verbandsliga auf dem ersten Platz stehen. Im Interview spricht Mannschaftsführer Peter Esser über die aktuelle Spielzeit und über die Regionalliga.

Dienstag, 14.04.2020, 16:08 Uhr
Peter Esser ist der Mannschaftsführer der SF Telgte.
Peter Esser ist der Mannschaftsführer der SF Telgte. Foto: privat

 

 

Wie sehen Sie die derzeitige Situation?

 

Esser : Es ist schade, dass meine Mannschaft kurz vor dem Saisonfinale den Spielbetrieb einstellen musste. Beim Schach ist es nicht viel anders als in anderen Sportarten. Wenn der Wettbewerbsdruck wegfällt und zudem das Training in Eigenregie erfolgen muss, ist ein Spannungsabfall zu befürchten. Wenn es dann wieder losgeht, weiß man nicht so recht, wo man steht.

Ihre Mannschaft steht in der Verbandsliga auf dem ersten Platz. Wie bewerten sie das?

 

Esser: Die Mannschaft hat sich in dieser Saison mit viel Glück und Können überraschend – man kann auch sagen sensationell – an die Tabellenspitze der Verbandsliga gesetzt. Wenn man bedenkt, dass wir vergangene Saison gegen den Abstieg gespielt haben, ist das schon mehr als eine Sensation.

Es fehlen nur noch zwei Spiele. Rechnen Sie mit dem Aufstieg?

 

Esser: Das ist schwer einzuschätzen. Es kommt viel darauf an, wie die Mannschaft die Pause wegsteckt. Immerhin haben wir ein Drei-Punkte-Polster auf einen Nichtaufstiegsplatz erobert. Die beiden letzten Spiele in Südlohn und gegen Saerbeck sind aber schon sehr schwer. Der Aufstieg in die Regionalliga, die höchste Spielklasse auf Münsterlandebene, ist greifbar nahe. In dieser Klasse waren die Schachfreunde Telgte noch nie.

Wissen sie schon, wie und wann es weitergeht?

 

Esser: Da der ganze Schachbetrieb in Deutschland eingestellt ist, ist es noch völlig unklar, wann und wie es weitergeht. Wir in Telgte hoffen natürlich, dass es spätestens im Sommer zu einem Finale kommt, um die letzten Punkte noch einfahren zu können. Die Mannschaft wird sich im Internet „warm halten“. Auf einem Schachportal wurde ein spezieller Bereich für die Schachfreunde eingerichtet.

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