33. Sassenberger Triathlon
Sassenberger Triathlon wird zu 99 Prozent abgesagt

Sassenberg -

Bis 31. August werden alle Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie verboten. Auch der 33. Sassenberger Triathlon dürfte davon betroffen sein. Noch aber scheuen die Veranstalter vor einer Absage zurück. Und das aus gutem Grund.

Donnerstag, 16.04.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 18.04.2020, 12:24 Uhr

Einen Funken Hoffnung habendie Organisatoren des Sassenberger Triathlons noch, dass sie ihre Veranstaltung am 2. August trotz der aktuellen Corona-Krise durchführen dürfen. „Aber wir gehen zu 99 Prozent davon aus, dass das nicht der Fall sein wird“, sagt der Sportliche Leiter Dirk Knappheide .

Entscheidung auf Landesebene

Nach dem Verbot von Großveranstaltungen bis 31. August durch die Bundesregierung wäre es verwunderlich, wenn der Sassenberger Triathlon mit bis zu 1200 Teilnehmern und rund 4000 Zuschauern nicht betroffen wäre. Gleichwohl wird auf Länderebene entschieden, was genau als Großveranstaltung gilt, weshalb sie in Sassenberg von einer offiziellen Absage bisher abgesehen haben.

„Wir bleiben am Ball und stehen im Austausch mit dem Landessportbund und der Landesregierung“, sagt Knappheide.

Und weiter: „Wir werden Mitte Mai intensiv darüber sprechen, denn in der letzten Woche im Mai müssen wir definitiv eine Entscheidung treffen.“ Der Grund ist finanzieller Natur. „Ob wir jetzt absagen oder am 31. Mai, das macht keinen Unterschied. Dann kommen wir noch mit einer schwarzen Null davon“, verrät Knappheide. Eine spätere Absage allerdings würde ein Minus in der Kasse bedeuten und eben das können sich die ehrenamtlich tätigen Organisatoren nicht leisten. „Alles kostet und wenn wir später absagen würden, wären die Kosten noch einmal deutlich höher. Das geht definitiv nicht.“ Und da eine Pandemie keine höhere Gewalt sei, sei man dagegen auch nicht versichert.

Münster als Wegweiser

Es sind also die NRW-Landespolitiker gefragt. „Wenn wir bis zum 31. Mai nicht zu 100 Prozent von oben signalisiert bekommen, dass wir den Triathlon durchführen dürfen, dann werden wir ihn absagen“, stellt Knappheide klar. „Wenn von der Politik ein Verbot kommt, wäre es für uns definitiv einfacher, Gelder vom Landessportbund zu bekommen. Deswegen erhoffen wir bis zum 31. Mai eine klare Entscheidung von dort, was Veranstaltungen in unserer Größenordnung betrifft.“

Bisher liegen knapp 600 Anmeldungen für den Sassenberger Triathlon vor.

Auch wenn sich in den vergangenen vier Wochen niemand mehr angemeldet hat, würde man die Startplätze wohl füllen können. Derzeit halten sich die Sportler aber aufgrund der ungewissen Lage zurück.

Ein Blick Knappheides geht immer in Richtung Münster. Der dortige Triathlon soll zwei Wochen vor Sassenberg stattfinden und ist ebenfalls noch nicht abgesagt. „Wenn Münster aber absagt, dann werden wir es wohl auch tun“, erklärt Knappheide.

Aktuelle Informationen zum Stand der Dinge gibt es auf der Internetseite der Veranstaltung: www.sassenberger-triathlon.de

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